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Polizeibericht

Lesbisches Paar in Berlin-Wedding beleidigt und bespuckt

Weil die beiden 25 und 26 Jahre alten Frauen umgehend Anzeige erstatteten, konnte der mutmaßliche Täter gefasst werden.


Die Berliner Polizei informiert regelmäßig über homo- und transphobe Hintergründe von Straftaten (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Am Donnerstagabend wurde im Berliner Stadtteil Wedding ein lesbisches Paar homophob beleidigt und bespuckt. Laut Polizeibericht vom Freitag waren die beiden Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren gegen 21.45 Uhr in der Oudenarder Straße unterwegs, als sie an der Ecke Groninger Straße unvermittelt von einem 31-jährigen Mann beleidigt und bespuckt wurden.

Die lesbischen Frauen waren nach Angaben der Polizei als Paar zu erkennen. Zeugenaussagen zufolge soll der mutmaßliche Täter einer der beiden an die Außenseite des Oberschenkels gefasst und nach einem Abwehrversuch seine Hand ins Gesicht gedrückt und sie weggestoßen haben.

Der mutmaßliche Täter war leicht alkoholisiert

Nachdem die unverletzt gebliebenen Frauen Anzeige erstatteten, konnten Einsatzkräfte den leicht alkoholisierten Tatverdächtigen auf dem Gelände der ehemaligen Osramhöfe festnehmen. Nach Feststellung seiner Identität und einem erteilten Platzverweis kam er wieder auf freien Fuß. Nähere Angaben zum Tatverdächtigen wurden im Polizeibericht nicht gemacht. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Berlin gehört zu den wenigen deutschen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Fälle publik machen, auch wenn es "nur" um Beleidigungen geht. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 07.07.2017, 14:52h
  • "Weil die beiden 25 und 26 Jahre alten Frauen umgehend Anzeige erstatteten, konnte der mutmaßliche Täter gefasst werden."

    Das haben die beiden genau richtig gemacht. Man muss jede Beleidigung, jede Bedrohung, jeden Angriff, etc. sofort melden. Auch wenn man nicht körperlich verletzt wurde. Nur so kann das gestoppt werden.

    Denn das ist die einzige Sprache, die solche Schwachmaten verstehen.

    Jetzt hoffe ich auf eine angemessene Strafe.
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#2 JasperAnonym
  • 07.07.2017, 16:53h
  • Ich kann nur allen LGBTI dringend empfehlen, jeden noch so kleinen Vorfall zur Anzeige zu bringen.

    Wenn man solche Leute nicht rechtzeitig stoppt, drehen die immer mehr auf und werden immer radikaler in ihren Taten.

    Außerdem kann man nur so der Polizei, der Staatsanwaltschaft und letztlich der Politik zeigen, wie groß das Problem wirklich ist und dass es endlich Gegenmaßnahmen geben muss.
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#3 Patroklos
  • 07.07.2017, 17:03h
  • Berlin, die Hauptstadt der homophoben Übergriffe, macht seinem Namen wieder alle Ehre!
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#4 KongruenzAnonym
  • 07.07.2017, 21:17h
  • Antwort auf #3 von Patroklos
  • Welchem SEINEM Namen macht DIE Hauptstadt denn angeblich alle Ehre?

    Warum Berlin so häufig namentlich auftaucht, hat man dir hier zur Genüge erklärt: Berlin registriert homophobe Übergriffe, die meisten anderen Städte nicht.

    Da sitzt du in deinem Haltern und kotzt auf alles, was du gern hättest, aber nicht kriegst: Weltstadtleben, Ehemann ...
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#5 Simon HAnonym
  • 08.07.2017, 09:46h
  • Antwort auf #4 von Kongruenz
  • Ich stimme zu, dass es teilweise daran liegt, dass Berlin leider als einziges Bundesland solche Straftaten durchgängig erfasst, während das anderswo nur sporadisch genannt wird.

    Aber das erklärt nicht alles. Es ist schon so, dass in Berlin die Homophobie und Transphobie massiv zugenommen haben. Da braucht man doch nur mal Berliner LGBTI zu fragen, wie ihr Leben früher war und wie es heute ist. Noch vor 10 Jahren konnte man händchenhaltend und angstfrei durch Berlin gehen, das ist heute selbst in Szenevierteln nicht mehr angstfrei möglich.

    Das liegt zum einen an einer erstarkten Rechten und zum anderen an einer zunehmenden Anzahl homo- und transphober Migranten.

    In einem Schmelztiegel wie Berlin trifft das alles aufeinander und dann passiert sowas...

    Deswegen ist es auch so wichtig, dass die Politik endlich gegensteuert und endlich längst überfällige Gegenmaßnahmen ergreift, ehe wir in Berlin schon bald ein zweites Molenbeek haben.
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#6 Patroklos
#7 EinWitzAnonym
#8 TheDadProfil
#9 seb1983
  • 09.07.2017, 15:41h
  • Antwort auf #5 von Simon H
  • Da muss man eben die Realität anerkennen ja.

    Hier sieht man aber auch mal wieder dass Schwule einfach ein Teil der Gesellschaft sind, und hier haben eben insbesondere Berlin und NRW ein großes Gewalt und Sicherheitsproblem das dann eben auch Schwule trifft.

    Schwenken wir in den piefigen Süden, Stuttgart und München, jahrzehntelang CDU/CSU Bastionen, erzkatholisch, bei der Bekämpfung der sodomistischen Umtriebe immer an vorderster Front, das müsste doch die Homohölle sein?
    Aber: Die Sicherheitslage ist hier um Welten besser und davon profitieren dann eben auch Schwule.
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#10 TheDadProfil
  • 09.07.2017, 16:21hHannover
  • Antwort auf #9 von seb1983
  • ""Schwenken wir in den piefigen Süden, Stuttgart und München, jahrzehntelang CDU/CSU Bastionen, erzkatholisch, bei der Bekämpfung der sodomistischen Umtriebe immer an vorderster Front, das müsste doch die Homohölle sein?
    Aber: Die Sicherheitslage ist hier um Welten besser und davon profitieren dann eben auch Schwule.""..

    Dieser selbstinszenierte Eindruck die "Sicherheitslage" sei dort "besser", und dann noch um "Welten", was dann zumeist selbsterfundene Welten sind, basiert einzig und allein auf der Tatsache NICHTS über die tatsächliche Anzahl der tatsächlichen Übergriffe zu wissen !

    An dem Tag an dem alle Bundesländer so handeln wie Berlin, und die Zahlen dann Deine hier spekulierte Vermutung bestätigen, werde ich dem zustimmen..
    Bis dahin allerdings auf keinen Fall !
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