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Kultbrause Almdudler

"Wir als Familie und unsere Mitarbeiter leben Diversity tagtäglich"

Im Interview erklärt der schwule Almdudler-Aufsichtsratschef Thomas Klein, warum sein Unternehmen seit vielen Jahren das Pink-Lake-Festival am Wörthersee sponsert.


Die Almdudler Trachtenparty eröffnete traditionell das Pink-Lake-Festival am Wörthersee, in diesem Jahr steht erstmals die Almdudler Almrauschparty auf dem Programm. Gefeiert wird in Velden vom 24. bis 27. August (Bild: pinklake.at / krivograd)

Vor genau 60 Jahren begann der Wiener Sodawasser- und Limonadenhersteller Erwin Klein mit der Herstellung einer Kräuterlimonade – Almdudler war geboren. Wie erklären Sie sich den jahrzehntelangen Erfolg des Getränks?

Unser Almdudler prägt mein Leben, seitdem ich auf der Welt bin. Augenzwinkernd könnte man sagen, dass Almdudler durch meine Adern fließt. Immerhin hat sich in unserer Familie immer schon alles um die beliebteste Alpenkräuterlimonade des Landes gedreht – weshalb Almdudler auch bis heute zu 100 Prozent in Familienbesitz ist.

Ich bin seit 1982 im Unternehmen tätig und meine Leidenschaft für Almdudler ist ungebrochen. Wer Almdudler hört, denkt an Lebensfreude, Gastfreundschaft und Geselligkeit – Werte, die der Marke und dem Unternehmen seit Anbeginn innewohnen. Werte, die wir in unserer Familie seit Jahrzehnten großschreiben und auch nie vergessen haben. Almdudler zaubert den Menschen ein Lächeln ins Gesicht – eine Kraft, die uns zum Original macht.

Seit vielen Jahren sponsert Almdudler das Pink-Lake-Festival am Wörthersee. Was erhoffen Sie sich von dem Engagement?

Wir sind schon viele Jahre Teil des Pink-Lake-Festivals und sehr stolz darauf. Hier geht es um Liebe, Zusammengehörigkeit, Offenheit, Geselligkeit und Miteinander – Werte, die wir von Almdudler schon seit unserer Gründung bis heute leben. Jedes Jahr beim Pink-Lake-Festival ist die Stimmung toll, alle Menschen haben gute Laune und sind tolerant gegenüber anderen. Ich fordere schon seit vielen Jahren mit Nachdruck Toleranz und Respekt gegenüber allen Mitmenschen.


Thomas Klein wurde 1963 als Sohn des Wiener Sodawasser- und Limonadenherstellers Erwin Klein geboren, der ab 1957 Almdudler herstellte (Bild: Philipp Lipiarski)

Sie, der heutige Aufsichtsratsvorsitzende, sind selbst schwul. Spielt das eine Rolle?

Sicher spielt es eine Rolle. Dass es die Menschen wissen, stärkt mein Selbstbewusstsein und meine Selbstliebe. "Und sich selbst zu lieben ist doch der Beginn einer lebenslangen Romanze", sagte schon Oscar Wilde. (lacht)

In welchen weiteren Bereichen engagiert sich Almdudler für Diversity?

Wir als Familie und unsere Mitarbeiter leben Diversity tagtäglich. Mit dem Engagement beim Pink-Lake-Festival untermauern wir unsere Werte und Einstellung. Ebenso sind wir seit vielen Jahren Partner des Life Balls, der mit großer Leidenschaft für Toleranz und Nächstenliebe kämpft.

Verstehen Sie sich als Vorreiter?

Ich verstehe mich nicht als Vorreiter. Ich setze mich einfach für Themen ein, die mir wichtig sind. Und Akzeptanz ist ein wesentliches Thema – für mich ganz persönlich aber auch grundsätzlich in der heutigen Zeit.

Das Trachtenpärchen Jakob und Marianne, das auf allen Almdudler-Produkten zu sehen ist, wurde Anfang des Jahres leicht verändert. Warum gibt es denn nicht auch Flaschen mit gleichgeschlechtlichen Pärchen – nach dem Vorbild der Wiener Ampeln – im Handel zu kaufen?

Wir haben unser traditionelles Trachtenpärchen Jakob und Marianne im Lauf der 60-jährigen Unternehmensgeschichte optisch immer wieder ein wenig verändert, weil wir mit der Zeit gehen. Was wir allerdings aus sentimentalen Gründen nicht verändern wollen, sind die beiden Charaktere an sich – sie begleiten uns ja schließlich auch schon seit 60 Jahren. Natürlich dürfen Jakob und Marianne aber schmusen, mit wem sie wollen – weshalb es auch schon Special Editions mit gleichgeschlechtlichen Paaren auf unseren Flaschen gab.

Wären gleichgeschlechtliche Trachtenpärchen nicht auch ein schönes Motiv für T-Shirts?

Wenn wir wieder einmal eine Special Edition launchen, sollten wir unbedingt darüber nachdenken.

Bei Pink Lake wird es in diesem Jahr statt der Almdudler-Trachtenparty eine Almdudler Almrauschparty geben. Planen Sie etwas Besonderes?

Die Almdudler-Almrauschparty am 24. August bietet den perfekten Crossover zwischen Rustikalem und Fetzigem. Wir haben das Programm ein wenig verändert und noch abwechslungsreicher gemacht – daher auch der neue Name. Erstmals sind neben den Drag-Legenden Melli & Mataina die coolen Jungs der Band "Die Stockhiatla" dabei. Und auch nicht fehlen werden beim heurigen Zehn-Jahre-Jubiläum auch die Schuhplattler von Sattendorf, die das Publikum mit neuen Choreographien zum Mitmachen motivieren werden.

In den vergangenen Jahren stibitzten Gäste der Trachtenparty zahlreiche aufblasbare Almdudler-Herzen. Ärgert oder freut Sie das?

Wir gestalten die Dekoration unserer Events mit viel Herz und Begeisterung. Ganz klar freut es uns daher, wenn diese bei unseren Gästen so gut ankommt, dass sie sogar mit nach Hause genommen wird – solange es nur bei Herzen bleibt und erst am Ende des Events stattfindet. (lacht)



#1 acknowlliAnonym
  • 11.07.2017, 14:41h
  • Zumindest das erste Drittel des Interviews besteht nur aus sich wiederholenden Werbesprüchen für einen Limonadenhersteller.
    Wenn ein Artikel also auch Inhalt hat, warum wird dann der Werbeanteil nicht gekürzt, oder der Artikel als Werbung gekennzeichnet?
    Der Nachrichtenwert des Inhaltes ist mit allerdings auch nicht ganz klar. Ein schwuler Aufsichtsratschef redet über sein Sponsoring (=Werbung), und macht damit Werbung mit seiner Werbung.

    All das, was er über seine Limonadenfirma sagt, kann man auch über viele andere Unternehmen sagen, zB. IBM. Die stellen allerdings kein Partygetränk her. Ist also die Relevanz des Limo-Herstellers für LGBT* nur dadurch gegeben, dass auf Partys deren Produkt verkauft wird? Dann ist es nichts anderes als Werbung.
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