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Kleineres Apartment, bessere Einrichtung

Schwule wohnen anders

Nach einer Studie aus Österreich geben homosexuelle Männer mehr für ihre Wohnungseinrichtung aus, leben lieber in ÖPNV-Nähe und sind zufriedener mit ihrem Zuhause als Heteros.


Schwules Paar im aktuellen IKEA-Katalog. Nach der Studie aus Wien gehen homosexuelle Männer allerdings lieber zum Designerladen oder zum Tischler

Nur 68 Prozent der Heteros sind zufrieden mit ihrer gegenwärtigen Wohnsituation. Unter Schwulen sind es 74 Prozent, bei den über 40-Jährigen steigt die Zahl sogar auf 88 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des österreichischen Marktforschungsinstitut Marketagent.com aus dem Jahr 2000 (Zusammenfassung als PDF). Die Meinungsforscher befragten insgesamt 504 schwule und heterosexuelle Männern zu ihrem Wohn- und Einrichtungsverhalten.

"Schwule Männer sind eine hoch interessante Zielgruppe für den Immobilienmarkt", erklärte PINK-Marketing-Geschäftsführer Günther Moser bei der Vorstellung der Studie in Wien. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zu Heterosexuellen: Sie wollen zu 56 Prozent ein Haus kaufen, während sich Schwule zu 57 Prozent eine Eigentumswohnung wünschen. Diese sollte dann idealerweise in einem höheren Geschoss oder am besten gleich im Dachgeschoss gelegen sein.

Es muss keine Riesenwohnung sein

Dabei sind Schwule genügsam, wenn es um Wohnungsgröße geht: Sie wollen sich von gegenwärtig durchschnittlich 70 auf 100 Quadratmeter vergrößern. Heteros leben dagegen auf 82 Quadratmetern und wünschen sich rund 120. Schwule bevorzugen dabei Wohnungen mit wenigen Zimmern und offenem Schnitt. Grund: 95 Prozent der Schwulen leben in Ein- oder Zweipersonenhaushalten, während 82 Prozent der heterosexuellen Männer in Zwei- bis Vierpersonenhaushalten die "Tagesschau" gucken.

Schwule geben durchschnittlich mehr Geld für ihr Heim aus: Sie investieren inklusive Wohnnebenkosten und Steuern rund 600 Euro – und damit 50 Euro mehr als der Durchschnittsheterosexuelle. Trotz der geringeren Ausgaben empfinden nur 21 Prozent der homosexuellen Männer die Wohnkosten als hohe finanzielle Belastung – bei Heterosexuellen liegt der Wert bei 36 Prozent.

Dieser Trend setzt sich auch bei den Investitionen in Möbel und Einrichtungsgegenstände fort. In Möbelläden oder Onlineshops wie LadenZeile investiert der schwule Mann jedes Jahr durchschnittlich 1.845 Euro – der heterosexuelle Mann nur 1.055 Euro. Die höheren Investitionen von Schwulen begründen sich mitunter dadurch, dass dieser deutlich öfter in Designerläden oder Maßanfertigungen vom Tischler kauft als heterosexuelle Männer. (cw)

Direktlink | Fernsehbericht über die Studie



#1 Homonklin44Profil
  • 12.07.2017, 15:04hTauroa Point
  • Zur Zeit wohne ich in einem Wohnwagen. Ich hätte sehr gern wieder eine Wohnung in meinem Heimatumkreis, aber mir wird ständig erzählt, es gäbe keine zum bezahlbaren Preis, und die Unterbringung von Flüchtlingen genieße zur Zeit Vorrang. Die Übernahme orientiert sich am Mietpreis für günstige Wohnungen, wie er vor 5 Jahren realistisch war.
    Ich denke darüber nach, wie ich einen Asyl-Antrag stellen kann. Ob mir die Frau Merkel was vermittelt, wenn ich höflich drum bitte? EG, barrierefrei, mit abschließbarem Schlafraum, evtl. Spülklosett und funktionierender Heitung wäre toll.

    Ohne funktionierende Heizung hatte ich bereits. Dank Snowboardklamotten überstanden ;o)

    Es wäre schön, mal zu einem Durchschnitt gehören zu können. Aber es gibt immer auch die anderen.
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#2 marco10627Profil
  • 14.07.2017, 18:19hBerlin
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Sich darauf verlassen, dass die anderen eine Wohnung besorgen, so lese ich deinen Beitrag und dann die eigene Unfähigkeit auch noch auf die Flüchtlinge schieben. Schon das Zweitemal, dass ich heute bei queer.de den Kopf schüttel.
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