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Homo-"Propaganda"

Empörung über homophoben Tweet von James Woods

Der konservative US-Schauspieler sorgt mit einem Twitter-Kommentar über ein Kind bei einem CSD für Aufregung.


James Woods (hier als Secret-Service-Boss in Roland Emmerichs Actionfilm "White House Down") ist ein großer Fan von Präsident Trump (Bild: Columbia Pictures)

Der 70-jährige Charakterdarsteller James Woods ("Videodrome", "Casino", "White House Down") hat sich in einem Tweet über ein geschminktes Kind bei einem CSD lustig gemacht und erklärt, es würde seine Eltern später umbringen. Der Eintrag vom Montag führte zu scharfer Kritik, die der zweifach oscarnominierte Schauspieler aber empört zurückwies.

Der Woods-Tweet zeigt das Bild eines heterosexuelles Paares mit Sohn beim "Orange County LGBT Pride" im kalifornischen Santa Ana, der am 24. Juni veranstaltet wurde. Die Mutter hält dabei ein Plakat mit der Aufschrift "Ich liebe meinen geschlechterkreativen Sohn". Auf dem Plakat des Vaters steht: "Mein Sohn trägt Kleider und Schminke… Findet euch damit ab." Zudem trägt er ein T-Shirt der LGBTI-Organisation "Human Rights Campaign" mit der Aufschrift: "Ich stehe auf der richtigen Seite der Geschichte".

Woods kritisierte dieses Bild polemisch mit den Worten: "Das ist ja süß. Wartet, bis das arme Kind aufwächst und mitkriegt, was ihr getan habt, und euch dann beide zerstückelt in eine Gefriertruhe in der Garage steckt."

Twitter / RealJamesWoods

Neil Patrick Harris: "Sie sollten sich schämen"

Woods wurde vorgeworfen, mit dem Kommentar homophobe Klischees zu bedienen. Auch der schwule Schauspieler Neil Patrick Harris ("How I Met Your Mother") übte scharfe Kritik an seinem Kollegen. Via Twitter bezeichnete der 44-Jährige die Aussagen Woods als "völlig ignorant und stillos" und erklärte: "Herr Woods, ich bin mit dieser Familie befreundet. Sie wissen nicht, von was Sie reden, und sollten sich schämen."

Twitter / ActuallyNPH

Woods: Kind beim CSD ist "Propaganda"

Der auf Twitter sehr aktive Woods beharrte dagegen auf seiner Position und verschärfte die Kritik an den Eltern des Kindes. So schrieb er am Mittwoch: "Sein Kind als Propaganda-Werbepuppe für soziale Gerechtigkeit zu verwenden, ist gleichbedeutend mit Kindesmissbrauch. Es geht nicht um Homophobie."

Außerdem schlug der Schauspieler mit dem typischen "Ich habe doch viele schwule Freunde"-Argument zurück, das von Gegnern von LGBTI-Rechten oft verwendet wird. So schrieb er in einem Tweet: "Ich habe mein ganzes Leben als Erwachsener in der New Yorker Theaterszene verbracht, Leute. Ich habe mehr schwule Freunde als Liberace. Lasst uns also den Homophobie-Zug aufhalten." In einem weiteren Tweet erklärte er schlicht, es sei ihm "scheißegal", was andere Leute über ihn denken würden.

Twitter / RealJamesWoods

Twitter / RealJamesWoods

Twitter / RealJamesWoods

James Woods hatte in den vergangenen Jahren immer wieder sehr konservative Ansichten verbreitet – so gilt er etwa als erbitterter Gegner von Abtreibung. Der Schauspieler hatte im Präsidentschaftswahlkampf den homophoben Kandidaten Ted Cruz unterstützt und ist heute ein großer Bewunderer von Donald Trump. Kritiker des Präsidenten attackiert er mit polemischen Repliken, teilweise mit einem homophoben Unterton. So gab es bereits im Mai Kritik an Woods, als er den schwulen CNN-Journalisten Anderson Cooper nach einem Interview mit Trump-Sprecherin Kellyanne Conway attackierte. Cooper hatte während des Gesprächs mit den Augen gerollt, was Woods auf Twitter zu dem "Witz" veranlasste, dass Coopers Butt-Plug in diesem Moment aus dessen Hintern gerutscht sei.

Twitter / RealJamesWoods



#1 TimonAnonym
  • 13.07.2017, 15:06h
  • Hätte dieser James Woods nur ein Fünkchen Ahnung von Wissenschaft, dann wüsste er, dass die Eltern es genau richtig machen und dass das Kind froh sein kann, solche Eltern zu haben.

    Aber jemand, der so ignorant ist, will die Fakten gar nicht kennen, sondern lieber in seinem Hass baden.
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#2 danstgtAnonym
  • 13.07.2017, 16:01h
  • Also jetzt packen wir mal die Empörungskeule wieder ein und betrachten den Original-Tweet erneut. So wie er da steht, ohne Smiley zur "emotionalen Einordnung", steht hier einfach ein Tweet über ein Kind, dass sich sicherlich in 10, 15 Jahren total darüber freuen wird, dass so ein Bild von ihm im Internet kursiert. Und ich denke, darauf bezieht sich James Woods. So mal ganz neutral und ohne ständiger Homophobie-Paranoia.

    Auf der einen Seite kacken sich hier alle in die Hose, wenn jemand Bilder seiner Kinder veröffentlicht, und wähnen diese schon als Wichsvorlagen für Perverse missbraucht, auf der anderen Seite wird hier ein Kind gezeigt, dem sicherlich Spaß macht was er sich da ausgedacht hat. Ich bezweifle aber sehr, dass das Kind versteht was "gender-creative" meinen soll. Und wer weiß, vielleicht hat es nach der Pubertät auch andere Interessen als Kleider und Schminke.

    Und nein, ihr müsst jetzt nicht gleich umschalten, wenn ein Film mit ihm kommt oder die DVDs wegwerfen oder alles mit Weihwasser besprühen.

    Es wird immer schlimmer.
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#3 olfwobAnonym
  • 13.07.2017, 20:26h
  • und immer wenn gar nichts mehr hilft, kommt das "Ich habe schwule Freunde, darum kann ich - egal was für LGBT feindliches Zeug ich auch immer sage - gar nicht homophob sein."
    Mag ein, dass er schwule Freunde hat, aber mit denen scheint er in letzter Zeit nicht gesprochen zu haben.
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#4 Crikkie
  • 14.07.2017, 02:56h
  • Antwort auf #2 von danstgt
  • "So wie er da steht, ohne Smiley zur "emotionalen Einordnung", steht hier einfach ein Tweet über ein Kind, dass sich sicherlich in 10, 15 Jahren total darüber freuen wird, dass so ein Bild von ihm im Internet kursiert. Und ich denke, darauf bezieht sich James Woods."

    "So ein Bild"? Ein Kind mit seinen Eltern?

    Aber ja, genau so wird James Woods das gemeint haben. Ist ja nicht so, als würde er irgendwo in den anderen Tweets gegen Homosexuelle, Transsexuelle, Migranten oder Muslime wettern... Ach -moment. Das tut er ja, der alte Trump-Fan... Ebenso, wie sich seine Anhänger unter diversen Tweets homo- und transsexuellenfeindlich oder rassistisch austoben. Aber das muss man sicher von diesem Bild und dem Tweet (sowie dem nachfolgenden) getrennt betrachten. Schon richtig... Nicht.
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#5 schwarzerkater
  • 14.07.2017, 07:33h
  • Woods: "Sein Kind als Propaganda-Werbepuppe für soziale Gerechtigkeit zu verwenden, ist gleichbedeutend mit Kindesmissbrauch. Es geht nicht um Homophobie."
    - kinder auf einer messe für waffen, schießtraining für kinder unter 10 jahren, das ist dann keine propaganda.
    ekelhafte doppelmoral in den usa.
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#6 Vater
  • 14.07.2017, 10:51h
  • Tun wir doch mal so, als würden wir James Woods persönlich kennen...

    Da wäre es doch angemessen, ihn mal zur Rede zu stellen oder (etwas freundlicher): das Gespräch zu suchen.

    Woods weiß nicht, was im Kopf des Kindes vor sich geht?

    UND WIR WISSEN NICHT, was exakt im Kopf von James Woods vor sich ging und geht!!

    Er hat viele schwule Freunde?

    Das glaube ich ihm sogar.

    Nur weil etwas permanent als dumme Ausrede benutzt wird, bedeutet das noch lange nicht, dass es immer eine ist!

    Versteht mich nicht falsch. Ich behaupte weder, dass Woods' Aussagen besonders elegant, taktvoll oder was auch immer gewesen sind.

    Ich sage lediglich, dass niemand von uns drinsteckt...

    ...und manchmal ist eine Zigarre wirklich nur eine Zigarre!

    Wie er zur Abtreibung steht, ist in diesem Punkt nun völlig irrelevant und schafft hier lediglich eine weitere scharfe Trennung zwischen links und rechts - zwischen 'uns' und 'denen'.

    Ich stehe nun politische ausgesprochen weit links und gehe mit Woods politischer Gesinnung sicherlich nicht d'accord.

    Trotzdem spielt das hier keine Rolle.

    Mag Woods später in anderen Tweets eine eindeutig homophobe Denkweise demonstrieren; hier tut und tat er das mit Sicherheit nicht.

    Ich weiß, dass Prominente seines Kalibers permanent unter Beobachtung stehen, jederzeit auf dem Silbertablett sitzen. Trotz alledem haben auch sie das Recht, Gedanken frei nach Schnauze zu twittern - genau wie jeder von uns.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet ich mal den Einsatz einer Nazikeule, Homophobiekeule oder dergleichen monieren würde.

    Dies hier scheint mir aber geradezu ein Lehrstück für den Aufbau ideologischer Fronten zu sein.

    Und war dann dieser Tweet wirklich nicht homophob gemeint, dann reichen möglicherweise nur noch ein paar gezielte Schläge mit besagter Keule, bis er die Faxen dick hat und etwas sagt, um der teilweise (nicht ganz grundlos) paranoid gewordenen LGBT-Gemeinde zu einem Gefühl der Bestätigung zu verhelfen.

    So oder ähnlich KÖNNTE es sich abspielen. So oder ähnlich spielt es sich sicherlich vielerorts ab.

    Hört auf, ständig Alarm zu schlagen, bevor es wirklich brennt!
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#7 userer
  • 14.07.2017, 11:25h
  • Antwort auf #6 von Vater
  • Bevor was brennt?
    Wohnungen und Häuser von LGBT*IQs?
    Das Ausmerzen mittels Feuer ist ja christliche Tradition ...
    Insofern brennt's automatisch, wo diese Leute den Mund aufmachen.
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#8 jajaAnonym
  • 14.07.2017, 16:59h
  • Antwort auf #2 von danstgt
  • Kinder wissen immer sehr wohl worum es geht. Es ist immer wieder lustig, dass einige sich als Experten ausgeben und meinen, Kinder bis aufs kleinste Detail analysieren zu können und 100 prozentig wissen, was sie denken und fühlen!
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#9 Crikkie
  • 14.07.2017, 22:04h
  • Antwort auf #6 von Vater
  • "Er hat viele schwule Freunde?

    Das glaube ich ihm sogar.

    Nur weil etwas permanent als dumme Ausrede benutzt wird, bedeutet das noch lange nicht, dass es immer eine ist!"

    Kann ja auch sein, dass er viele schwule Freunde hat (bzw. viele schwulen Leute kennt). Milo Yiannopoulos hat bestimmt auch sehr viele schwule Freunde. Und? Macht ihn das zu einem besseren Menschen? Hält ihn das davon ab, rechtsextrem zu sein? Hebt das seine verbalen und schriftlichen Ausfälle wieder auf?

    Nicht wirklich oder?

    Wieso macht sich James Woods ausgerechnet bei diesem Bild angeblich Sorgen darum, dass bzw. wie da ein Kind drauf abgebildet ist? Warum finde ich auf seiner Timeline keinen einzigen anderen Post darüber, der dieses Thema bei anderen anprangert? Warum geht er davon aus, dass dieses Kind später einmal "mitkriegt, was seine Eltern getan haben" und sie dafür ermordet und zerstückelt? Was ist an diesem Bild anders, als an zigtausend anderen, die in den letzten Tagen/Wochen ins Netz gestellt wurden?

    Ganz einfach: in diesem Bild stellen sich die Eltern hinter ihr transidentes Kind und unterstützen es -etwas, was James Woods, der, wie viele seiner Anhänger darauf besteht, dass es nur zwei Geschlechter (gender & sexes) gebe, zutiefst zuwider ist und das er für Kindesmissbrauch hält (nicht etwa die Tatsache, dass das Bild eines Kindes ins Netz gestellt wurde).

    Das Weltbild des Herrn Woods ist eigentlich ganz einfach: Gut sind Dinge wie Christentum, Trump, Republikaner, Waffen, Abschottung, Breitbart,...
    Schlecht sind Dinge wie Obama, Clinton, Demokraten/Liberale, Gendervielfalt, Feminismus, Muslime, Geburtenkontrolle, Säkularismus/Laizismus, Regierungskritik,...

    Aber ja. Homosexualität lehnt er sicher nicht ab, er kennt ja viele Schwule.
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#10 monchichiAnonym
  • 14.07.2017, 22:05h
  • Ich hoffe seinen schwulen freunden gehts noch gut,oder sollte man mal doch seine tiefkühltruen inspizieren :))
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