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Polizeibericht

Berlin: Mann mit Kreuzkette homophob beleidigt und geschlagen

Der Staatsschutz ermittelt nach einem Vorfall, der sich in der Nacht zu Freitag in einer Straßenbahn ereignete.


Straßenbahn in Berlin (Bild: Ingolf / flickr)

Ein 39-Jähriger wurde in der Nacht zu Freitag im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg von unbekannten Jugendlichen geschlagen und homophob beleidigt. Dies meldete die Polizei am Freitagmittag.

Laut ihrem Bericht bestieg das Opfer gegen 2.40 Uhr eine Straßenbahn der Linie M1 an der Haltestelle Milastraße Ecke Buchholzer Straße. Dort sprachen ihn drei Jugendliche auf die von ihm offen um den Hals getragenen christlichen Holzkreuze an. Während des daraus entstandenen Wortgefechtes schlug ihm einer der Tatverdächtigen mit der Faust ins Gesicht und beleidigte ihn anschließend homophob. An der Tramstation Schönhauser Allee Ecke Bornholmer Straße verließen die jungen Männer die Bahn.

Der 39-Jährige erlitt nach Angaben der Polizei keine Verletzungen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernimmt die weiteren Ermittlungen. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern wurden nicht gemacht.

Bereits Ende Mai war am Berliner Hermannplatz ein schwuler Christ aus Syrien vermutlich aufgrund seiner sexuellen Orientierung und wegen eines an einer Halskette getragenen Kreuzes beschimpft und beleidigt worden (queer.de berichtete). Berlin gehört zu den wenigen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Taten publik machen. (cw/pm)



#1 Sven100Anonym
  • 14.07.2017, 15:08h
  • Es ist lebensgefährlich geworden, in Berlin (und auch in anderen Großstädten) öffentlich zu zeigen, dass man Christ und schwul ist.
    Diese drei "Jugendlichen" kennen in ihren Familien offensichtlich nur Hass auf Schwule und Christen.
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#2 TimonAnonym
  • 14.07.2017, 15:12h
  • In Berlin wird es echt immer schlimmer.... Was muss noch alles passieren, ehe die Politik endlich aufwacht...
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 14.07.2017, 16:44h
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • Das ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Wie im Bericht erwähnt, werden solche Vorfälle woanders gerne unter den Teppich gekehrt.

    Die parasitäre Mentalität, die hinter solchen Taten steckt, ist abstoßend und unentschuldbar.

    Leider finden viele Jugendrichter gerne die absurdesten Entschuldigungen.
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#4 FascismWatchAnonym
  • 14.07.2017, 17:07h
  • Antwort auf #3 von goddamn liberal
  • Vorsicht!
    Von "Parasiten" reden hauptsächlich Rechtspopulisten und -radikale, wenn sie Menschen meinen, die nicht in ihr Weltbild passen. Um diese zu entmenschlichen und als Ungeziefer zu erklären, das ganz selbstverständlich zu vernichten sei. Denn sonst würde es "uns" ja aussaugen, dieses Ungeziefer - das ist es immerhin, was Parasiten tun.

    Rutschen wir hier so schnell vom Liberalismus zum Faschismus?

    Auch der Kommentar #1 "nur Hass auf Schwule und Christen" zeigt, dass diese Tat wieder einmal ganz selbstverständlich einer bestimmten Tätergruppe unterstellt wird, von der hier nicht ansatzweise die Rede ist. Statt dessen lesen wir hier "Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern wurden nicht gemacht."

    Verschwörungstheoretiker in ihrem blinden Hass stören solche Informationen jedoch natürlich nicht. Und plötzlich haben wir eine massive und nicht mehr hinnehmbare Christenverfolgung in Deutschland.

    Angenehme "Weisheiten" für ausgeschaltete Hirne. Im Hass-Mob mitzulaufen und kräftig mit auf "Parasiten" und "Christenverfolger" einzudreschen, ist freilich einfacher, als das eigene Hirn einzuschalten.

    Arm.
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 14.07.2017, 18:12h
  • Antwort auf #4 von FascismWatch
  • "Rutschen wir hier so schnell vom Liberalismus zum Faschismus?"

    Keineswegs.

    Auch Alice Weidel verhält sich parasitär.

    Sie profitiert von einem Liberalismus, den ihre Partei bekämpft.

    Das genauso parasitär wie Leute, die von einer religiösen Freiheit profitieren, die sie bei anderen bekämpfen.

    Es gibt keinen 'interkulturellen' Freibrief und keinen Artenschutz für pseudo-frommen Faschismus.

    Das der mit dem Koran (2. Sure) über Kreuz liegt, ist dabei nur eine Fußnote.
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#6 Augen aufAnonym
  • 14.07.2017, 18:53h
  • Antwort auf #4 von FascismWatch
  • Kaum äußert man sich kritisch, was hier berechtigt ist (darauf gehe ich gleich ein), riecht jemand Faschismus, obwohl ich keinen erkennen kann und ich bin da auch recht empfindlich.

    Nun zu meiner Erklärung, warum es berechtigt ist:
    Wer sollte denn sonst auf jemandem mit einem Kreuz einschlagen, wenn nicht eine bestimmte Gruppe von Jugendlichen und zudem noch Homophob werden? Man mag mir jetzt vlt. Klischeedenken vorwerfen aber es hat sich doch leider gezeigt, dass es meist wirklich so ist.
    Was das Wort "parasitär" angeht, so kann man sich daran auch nicht aufhängen, denn in erster Linie ist es ein Wort und gehört nicht zu bestimmten Menschen/Gruppen. Ich kann Ihren Einwand/Reaktion zwar auch verstehen aber ich halte es hier für fehl am Platz bzw für etwas übertrieben.

    MfG
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#7 Patroklos
  • 14.07.2017, 22:42h
  • Berlin mal wieder! Wenn das bis Ende des Jahres so weitergeht, dann stellt die deutsche Hauptstadt einen einsamen Negativrekord auf, wenn es um die meisten homophoben Übergriffe im Jahr geht. Für ausländische schwule und lesbische Touristen ein Grund mehr, die Stadt aus ihrem Urlaubsrepertoire zu streichen!
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#8 goddamn liberalAnonym
#9 Crikkie
  • 15.07.2017, 06:51h
  • Antwort auf #6 von Augen auf
  • "Wer sollte denn sonst auf jemandem mit einem Kreuz einschlagen, wenn nicht eine bestimmte Gruppe von Jugendlichen und zudem noch Homophob werden?"

    Laut Polizei wurde der Mann wegen seiner Kreuzkette angesprochen, es kam dann zu einem Wortgefecht und am Ende schlug ihm einer der drei Jungs ins Gesicht und beleidigte ihn homophob.

    Ganz objektiv betrachtet kann man daraus erstmal nicht ableiten, ob er wegen seines Kreuzes geschlagen wurde, sondern nur, dass er deswegen angesprochen wurde.

    Wer sonst, außer bösen, extremistischen Muslimen, spricht Menschen auf religiösen Schmuck an? Wer weiß, irgendwelche fundamentalistischen (orthodoxen) Christen, die ihn für schwul hielten? Jungs, die einfach auf Streit aus waren und einen Anlass suchten?

    Homophobe Beleidigungen sind übrigens immer noch äußerst verbreitet und müssen nicht zwangsweise ausdrücken, dass der Beleidigte tatsächlich für schwul gehalten wird, unabhängig von Herkunft und/oder Religion der Täter, nur so am Rande...
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#10 schwarzerkater
  • 15.07.2017, 07:21h
  • Antwort auf #4 von FascismWatch
  • "Verschwörungstheoretiker (...) Und plötzlich haben wir eine massive und nicht mehr hinnehmbare Christenverfolgung in Deutschland. ..."
    In Flüchtlingsheimen werden Christen und/oder Schwule gemobbt und drangsaliert, Menschen (Asylbewerber und Flüchtlinge), die hier zum Christentum übergetreten sind werden mit dem Tode bedroht oder sogar getötet ... und für dich sind das "Verschwörungstheoretiker" - ich stelle fest: du bist auf deinen beiden linken Augen blind.
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