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US-Fernsehstar

Thomas Dekker outet sich als schwul

Der "Heroes"-Schauspieler berichtet, dass er bereits im April seinen Freund geheiratet hat. Ganz freiwillig war das Coming-out allerdings nicht.


Thomas Dekker in einem PR-Foto für "Terminator: The Sarah Connor Chronicles". Die zwischen 2008 und 2009 ausgestrahlte Serie machte ihn weltweit bekannt.

Der amerikanische Schauspieler Thomas Dekker hat sich am Donnerstag via Twitter als schwul geoutet. Der 29-Jährige bezeichnete sich als "Mann, der stolz andere Männer liebt". In seinem Tweet teilte Dekker auch mit, dass er im April seinen Freund geheiratet habe und überglücklich sei – den Namen seines Ehemannes nannte er aber nicht.

Dekker erklärte auch, dass er wegen öffentlichen Drucks zu seinem Coming-out gedrängt worden sei: "Meine sexuelle Orientierung wurde diese Woche mal wieder in Frage gestellt, als mich ein prominenter schwuler Mann in einer Dankesrede bei einer Preisverleihung 'outen' wollte. Obwohl er mich nicht beim Namen genannt hat, war es aufgrund der detailierten Ausführungen für die Öffentlichkeit und die Medien einfach, eins und eins zusammenzuzählen." Er sei dem namentlich nicht genannten Mann aber dankbar, dass er nun einen Anlass dafür habe, öffentlich über seine sexuelle Orientierung zu reden.

Twitter / theThomasDekker

Bei dem angesprochenen Mann handelt es sich offenbar um den Erfolgsproduzenten und Drehbuchautor Bryan Fuller ("Star Trek: Raumschiff Voyager", "Pushing Daisies", "Hannibal", "American Gods"). Der 48-Jährige hatte beim Outfest in Los Angeles von wenigen Tagen davon erzählt, wie schwer es für ihn in Hollywood gewesen sei, homosexuelle Figuren in seine Serien einzubauen. Zu Dekker sagte er, ohne dessen Namen zu nennen: "Ich war kurz bei 'Heroes' aktiv. Dort wurde eine schwule Figur umgepolt, nachdem das Management des Schauspielers damit gedroht hatte, ihn aus der Serie zu nehmen, wenn er – seine Figur, nicht der Schauspieler – schwul wäre. Also wurde die Figur hetero und der Schauspieler outete sich als schwul." Zu diesem Zeitpunkt war Dekker allerdings nicht nicht offiziell out.

Dekker: Coming-outs können LGBTI-Community stärken

Dekker betonte zwar in seinem Twitter-Eintrag, dass er nie gegenüber der Presse über seine sexuelle Orientierung gelogen habe, "aber dieser Mann hat behauptet, dass ich mich geoutet habe, was nicht wahr ist". Der 29-Jährige erkannte gleichzeitig an, dass LGBTI, die im öffentlichen Auge stehen, sich outen sollten. "Das kann den Fortschritt in unserer Community stärken und diejenigen entwaffnen, die uns diskriminieren".

Der Schauspieler steht bereits seit seinem sechsten Lebensjahr vor der Kamera. Als Kind stellte er etwa in "Star Trek: Treffen der Generationen" einen von Jean-Luc Picards Söhnen in einer Parallelwelt dar. In den Neunzigern trat er auch in zwei Folgen von "Star Trek: Raumschiff Voyager", zwei Folgen von "Seinfeld" und einer Folge von der "Nanny" auf. Auch auf der großen Leinwand war er aktiv: Als Siebenjähriger spielte er etwa im Horrorfilm "Das Dorf der Verdammten" von John Carpenter mit.


Thomas Dekker als Kind bei "Star Trek: Raumschiff Voyager": Er stellte den Sohn von Lord Burleigh in einer Holosimulation von Captain Janeway dar (Bild: Paramount)

Bekannt wurde der in Las Vegas geborene Schauspieler als Erwachsener durch seine Rollen in den TV-Produktionen "Heroes" und dem kurzlebigen Kino-Spinoff "Terminator: The Sarah Connor Chronicles"; in der Serie stelle er John Connor dar, den Sohn von Sarah Connor. Seit letzter Woche ist er in amerikanischen Kinos in "Do You Take This Man" in einer Nebenrolle zu sehen. Der Film handelt von einer gleichgeschlechtlichen Eheschließung. (dk)

"A drop of water as light as air". @brittlrobertson @shelleyhennig @phoebejtonkin @matt_mcinnis @millerlolife

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Instagram / thomas.dekker | Dekker auf einem aktuellen Foto



#1 Luc PelchatAnonym
#2 Christian BaaderAnonym
  • 14.07.2017, 16:03h
  • Also immer schön outen, denn:

    »Das kann den Fortschritt in unserer Community stärken und diejenigen entwaffnen, die uns diskriminieren.«
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#3 myysteryAnonym
  • 14.07.2017, 16:07h
  • Jeder vernünftige Mensch erkennt in Heroes ja zum Glück immer noch, dass die Figur von Thomas Dekker schwul ist :)

    Im Übrigen war dieses besagte Management eine Frau. An sich ja egal, aber irgendwie finde ich es besonders schlimm, wenn Frauen, die im TV z.T. auch immer noch unsichtbar gemacht werden, versuchen, schwule Figuren aus dem TV zu verbannen.
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#4 Brutus GardnerAnonym
  • 14.07.2017, 16:27h
  • Sehr gut!

    Je mehr Menschen offen schwul, lesbisch, bi, trans, etc. sind, desto besser. Desto mehr Vorbilder haben junge LGBTI und desto mehr sehen Heteros, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind.

    Bei Promis kommt noch dazu, dass sie besonders hohe Reichweite haben und viele Fans haben.

    Aber natürlich gilt das genauso auch für alle nicht-prominenten LGBTI. Wir sollten uns nicht verstecken und nicht selbst zensieren, sondern offen und stolz sein. Das bedeutet nicht, dass man sich in Gefahr begibt und unbedingt nachts in einer einsamen Gegend händchenhaltend an einer Gruppe Nazis, religiösen Fanatikern, o.ä. vorbeispazieren sollte. Aber überall wo es gefahrlos möglich ist, sollten wir auch offen sein und unsere Freiheit nicht aufgeben.
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#5 Yazan Jul NaserAnonym
  • 14.07.2017, 16:37h
  • Danke fürs Outing.

    Gerade heute kam ein Amazon-Päckchen mit drei Reclam-Heften: Platon, Homer, Aischylos. Auf die Bücher freue ich mich schon seit Wochen um es mir dieses Wochenende so richtig gemütlich zu machen. Ich habe mir den Sessel schon gestern schön unter die Leselampe gestellt, einen kleinen Tisch danebengetan, damit's heute gleich losgehen kann.

    Aber jetzt gucke ich erst mal »Heroes«. Das ist doch bestimmt viel interessanter. Man muss ja auch etwas anzufangen wissen mit der ganzen Zeit, die einem zur Verfügung steht.
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#6 Patroklos
#7 Emmanuel EdouardAnonym