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Frank-Christian Hansel

Schwuler wird AfD-Direktkandidat in Neukölln

Mit Frank-Christian Hansel stellt die AfD einen offen schwulen Kandidaten auf, für den LGBTI-Rechte allerdings nur "Luxusprobleme" sind.


Frank-Christian Hansel bei einer Rede im Berliner Abgeordnetenhaus

Der offen schwule AfD-Politiker Frank-Christian Hansel ist laut einem RBB-Bericht zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl in Berlin-Neukölln gewählt worden. Demnach erhielt der 52-Jährige beim Bezirksparteitag am Sonntag 60 Prozent der Stimmen.

Einziger Gegenkandidat war der wegen rechtsradikaler Parolen berüchtigte Andreas Wild. Der 53-Jährige möchte die AfD zu einer "Pegida-Partei" machen und sorgte in den letzten Monaten insbesondere durch Einträge in sozialen Netzwerken für Kopfschütteln. So beschwerte sich der Heterosexuelle auf Twitter, dass alle "attraktiven Frauen in einer Beziehung mit Migranten" seien.

Hansel, ein Gründungsmitglied der Berliner AfD, gilt dagegen als Vertreter des "liberalen" Flügels der Partei. Er war im September 2016 über die Landesliste ins Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen (queer.de berichtete).

Hansel: Niemand in der AfD ist homophob

Von LGBTI-Rechten hält der mit einem Brasilianer verpartnerte Politiker wenig: So hatte der Unternehmensberater vor der Berlin-Wahl bei der queeren Wahldebatte der Zeitschrift "Männer" gesagt, dass LGBTI-Rechte "Luxusprobleme" seien. Außerdem behauptete er ohne Ironie, dass niemand in der AfD homophob sei (queer.de berichtete). Im Abgeordnetenhaus nutzte Hansel ausgerechnet eine Debatte zur Rehabilitierung von Opfern des Paragrafen 175, um sich gegen LGBTI-Rechte auszusprechen (queer.de berichtete).

Die AfD ist in den letzten Wochen immer wieder mit homophoben Ausbrüchen aufgefallen. So stellte die Bundespartei die Ehe für alle in einer Facebook-Grafik mit nicht-mongamen Beziehungen gleich und schrieb dazu: "Wir meinen: Die Keimzelle des Staates besteht aus Vater, Mutter und Kind(ern)" (queer.de berichtete). Die AfD Paderborn behauptete sogar, dass Befürworter der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht "Deutschland zu einem sodomitischen Freudenhaus machen" wollten (queer.de berichtete). (dk)



#1 Tommy0607Profil
  • 18.07.2017, 17:57hEtzbach
  • In rechtspopulistische Vereine gibt es immer Homosexuelle; das war früher und jetzt so . Und DIE ist nicht besser als es Partei im 3. Reich des 20. JH. war . Solche Vereine können nur Menschen diskrimininieren .
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#2 WeltenfreundAnonym
#3 DrakeAnonym
  • 18.07.2017, 20:38h
  • Ich kann kaum glauben, dass LGBTI-Leute dieses Partei wählen und dass LGBTI-Politiker AfD unterstützen. Es ist komplett absurd! Die wählen und unterstützen das Partei, dass sie und alle LGBTI-Leute hassen.
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#4 ollinaieProfil
  • 18.07.2017, 21:36hSeligenstadt
  • Antwort auf #2 von Weltenfreund
  • "NSDAP Vergleiche sind unzulässig und "

    Du meinst wohl, man darf die nicht gleichsetzen. VERgleichen darf mensch sehr wohl!

    Ich möchte dazu nur sagen: Wehret den Anfängen.

    Richtig ist, das mit auffällig oder gar straffällig gewordenen Ausländern auch meiner Meinung nach nicht konsequent genug umgegangen wird.

    Alle über einen Kamm zu scheren und Mauern hochzuziehen ist aber keine Lösung!

    Solange Deutschland Waffen außerhalb der EU exportiert und sich auch nicht konsequent generell gegen internationalen Waffenhandel ausspricht brauchen wir uns auch nicht über hier anlandende (Bürger-)Kriegsflüchtlinge aufzuregen.

    Gleiches gilt für die Unterstützung totalitärer Systheme, auch wenn die Öl haben!
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#5 TheDadProfil
#6 Dieter SchneiderAnonym
#7 Max KastnerAnonym
#8 Linksjugend AalenAnonym
  • 18.07.2017, 22:26h
  • Antwort auf #6 von Dieter Schneider
  • Aus dem Artikel:
    ------------------------

    »Am Dienstagvormittag hängt die Parteijugend von SPD, LINKE, CDU, Grüne und FDP eines der Plakate gemeinsam an eine Laterne vor dem Potsdamer Landtag.«

    Ich wußte garnicht, daß DIE LINKE da gemeinsame Sache mit der CDU macht.

    Das sollte man mal im Auge behalten.
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#9 Homonklin44Profil
  • 19.07.2017, 01:25hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von Drake
  • Geht mir auch so, ich verstehe es nicht wirklich. Aber es gibt wohl eine stark unterschiedliche Deutung von Freiheit und Lebensrealität, und jede Menge auch vernagelte Schwule.

    Etwas relativiert sicjh der Schock darüber, wenn man sieht, dass andere Schwule auch immer noch der Kirche hinterher rennen, oder Konversionstherapien mit sich machen lassen.

    Man muss anhand dieser Vorkommen wohl oder übel damit leben, dass es solche Leute gibt. Man kann nicht jeden über die Schwelle von gestern zu heute retten...
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#10 stromboliProfil
  • 19.07.2017, 08:44hberlin
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • da ist der name schon program...
    kicher
    darf man das programm/chen jetzt auch einen sodomisten nennen.. schließlich propagiert und nennt doch seine partei so anzüglich den pösen-kinderverderbenden homo...

    Vieleicht fragt ja dieser Nafd hansel mal bei seinen mitkameradInnen nach, was die mit dem hansel anfangen, wenn sie erst mal an der macht..
    Der kann sich ja schon mal in die biographie der herren röhm und ernst u.a. einlesen.
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