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Missbrauchsskandal bei Regensburger Domspatzen

Bericht: Homophober Kardinal verschleppte Aufklärung von Kindesmissbrauch

Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der Homosexualität gerne als "nicht akzeptabel" bezeichnet, behinderte offenbar die Aufklärung des massenhaften Missbrauch von Chorknaben.


Gerhard Ludwig Kardinal Müller trägt laut dem Bericht "eine klare Verantwortung" (Bild: wikipedia)

In einem der größten Missbrauchsskandale der katholischen Kirche in Deutschland werden in einem am Dienstag veröffentlichten Sonderbericht auch Würdenträger aus der katholischen Kirche belastet. Unter ihnen befindet sich Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der zwischen 2002 und 2012 Erzbischof von Regensburg war. Laut dem von Rechtsanwalt Ulrich Weber vorgestellten Bericht seien in den letzten Jahrzehnten mindestens 547 Chorknaben Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt gewesen.

Müller habe "eine klare Verantwortung" für die "strategischen, organisatorischen und kommunikativen Schwächen" des von ihm 2010 initiierten Aufarbeitungsprozesses, heißt es in dem Bericht. Dem heute 69-Jährigen war bereits zuvor wiederholt vorgeworfen worden, die Aufklärung des Skandals behindert zu haben.

Medienschelte statt Aufklärung

Müller hatte in der Vergangenheit auch immer wieder durch Attacken auf die Presse versucht, den Missbrauch herunterzuspielen: Im Jahr 2010 sagte Müller nach "Spiegel"-Angaben, Journalisten würden "kriminelle Energie" bei ihren Berichten über den Missbrauchsskandal bei den Domspatzen aufbringen. Er soll sogar bei einer Predigt erklärt haben, die Medien betrieben eine "Kampagne gegen die Kirche" wie in Zeiten des Nationalsozialmus.

Nach seiner Zeit als Erzbischof von Regensburg war Müller von 2012 bis vor wenigen Wochen Chef der mächtigen Glaubenskongregation im Vatikan. Er wurde erst Ende Juni von Papst Franziskus gefeuert – da es keine Begründung für die Entlassung gab, wird spekuliert, ob der Abgang mit dem Bericht zusammenhängt. Allerdings erklärte Autor Ulrich Weber, er habe den Vatikan nicht vorab über seinen Bericht informiert.

"Sündige Verhältnisse" bei Lesben und Schwulen

Müller attackierte in den letzten Jahren wiederholt Schwule und Lesben: So bezeichnete er 2014 ausgelebte Homosexualität als "nicht akzeptabel" (queer.de berichtete). In einem Buch bezeichnete er die "sündigen Verhältnisse" von Lesben und Schwulen als "pervers" (queer.de berichtete). Die Ehe für alle ist für ihn zudem eine "Diskriminierung des Ehebundes von Mann und Frau" (queer.de berichtete).

In dem Bericht wurde auch der ehemalige Chorleiter Georg Ratzinger, der Bruder des Ex-Papstes, belastet. Dieser habe zwar "kein Wissen über sexuelle Gewalt" gehabt, aber bei den Fällen körperlicher Gewalt weggeschaut. (dk)



#1 Claudius 90Anonym
  • 18.07.2017, 17:12h
  • Die größten Hetzer wollen nur von ihren eigenen Verbrechen ablenken.

    Ich verstehe nicht, wie überhaupt noch jemand Mitglied bei dieser Kinderschänder-Sekte sein kann. Dieser unmenschliche, unchristliche Hass-Verein ist an Verdorbenheit und Perversität nicht mehr zu überbieten.
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#2 Ralph
  • 18.07.2017, 17:23h
  • Das sind die Leute, die uns über Moral belehren wollen. Gewalttäter und Kinderschänder. Dass die Hasspredigten und Hetztiraden dieser Typen gegen Schwule und Lesben, ihr Gegeifer gegen Menschenwürde und Grundrechte, ihre Verunglimpfung rechtlicher Gleichstellung und gesellschaftlicher Akzeptanz nach wie vor in der Presse veröffentlicht werden, dass ihnen Raum in Radio und Fernsehen zur Verbreitung ihrer dreckigen Gesinnung eingeräumt wird, ohne dass ihnen Journalisten unausgesetzt die mafiösen Strukturen und kriminellen Taten ihrer Organisation sowie die menschenverachtenden Verbrechen ihrer "Würden"träger um die Ohren hauen, ist ein Skandal. Die Kirche ist nicht moralische Instanz, die zu allen gesellschaftlichen Fragen als Sachverständiger zu hören ist, sondern sie hat als kriminelles Syndikat Gegenstand journalistischer Recherche, strafrechtlicher Ermittlung und vor allem allgemeiner gesellschaftlicher Ächtung zu sein. Wann endlich wird das in diesem Lande begriffen? Der Finanzchef des Vatikans im Mittelpunkt von Untersuchungen der australischen Polizei und Staatsanwaltschaft wegen sexueller Übergriffe auf Schutzbefohlene; der bisherige Boss der Glaubenskongregation als Beschützer von Kindesmisshandlern und Päderasten entlarvt - die oberste Spitze der Kirche! Der Bruder des vorigen Papstes Mitwisser zumindest von nicht sexuellen Misshandlungen! Müssen wir wirklich darauf warten, bis auch dem jetzigen Papst selbst die Biedermannsmaske vom Gesicht gerissen wird? Bildet sich jemand etwa ein, der habe nie gewusst, was in seiner Kirche vorgeht?
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#3 ursus
  • 18.07.2017, 17:40h
  • ein kardinal hetzt gegen menschen. stört das eigentlich noch irgendwen außer uns?

    es gibt massenhaft sexuellen missbrauch in der katholischen kirche. ist noch irgendjemand davon wirklich entsetzt?

    ein kardinal vereitelt die strafverfolgung. wundert uns das eigentlich noch?

    das alles ist nicht wirklich ein großer skandal und hat keinerlei ernste folgen für irgendwen. erwartet das eigentlich noch jemand?

    was sagt das alles nicht nur über diese kirche aus, sondern über die verfassung unserer gesellschaft, unserer medien, unserer politik? und über uns selbst?

    www.kirchenaustritt.de
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#4 Tommy0607Profil
  • 18.07.2017, 18:02hEtzbach
  • Und ich dachte in dieser Kirche sind alle keusch und leben nach dem Zölibat ?! DIE wollen doch so "sittsam " sein , lach ... Na, dann muss diese Kirche mal ihren Glauben etwas neu aufarbeiten ...

    Das Christentum hat auch viele gute Seiten ; Schlechtes und Gutes hat jede Religion . Nur meine Meinung geht diese Kirche zuviel auf Apostel Paulus ein ; der sehr autoritär war . Da gibt es bedeutend andere liberale Apostel
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#5 Mal_EhrlichAnonym
  • 18.07.2017, 18:25h
  • Jetzt mal Tacheles gesprochen:
    Wer braucht denn diese «Rülpser» noch?
    Gegen uns hetzen und selbst tief in der Schuld stecken!
    Ich denke, sie haben riesengroße Angst vor der Eheöffnung und der Gleichstellung, denn das würde ja dann deutlich machen, wer am meisten shit zu verantworten hat!
    Und wir sind es nicht.
    Erstmal vor der eigenen Haustüre kehren, bevor man andere anmotzt!

    An alle Kabarettisten: könnt ihr das mal in euer Programm einbauen? Carolin Kebekus, Tahnee, Frau Boes, Hape Kerkeling - es würde sich lohnen :-)
    Wir hätten was zu lachen, und diese möchte-gern Christen bekämen mal «ihre Portion» Wahrheit.
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#6 Mal_EhrlichAnonym
  • 18.07.2017, 20:19h
  • Wie kann man Menschen sowas antun? Die Eltern haben ihre Kinder im Vertrauen Ihnen, katholische Kirche, überlassen! Sie scheinen nicht zu wissen wie man mit Schutzbefohlenen(!) umgeht.
    Heutzutage gibt es bei jeder Volkshochschule Kurse, an denen man teilnehmen kann, wenn man keine pädagogische Ausbildung besitzt. Ich schätze mal, dass Sie nicht mal an den Mindeststandard dachten.

    Da ich pädagogisch ausgebildet bin, rate ich Ihnen dringend, geschultes Fachpersonal einzusetzen, wenn es um Betreuung und Leitung eines Chores für Kinder geht! Eine Minijob-Stelle wäre da schon ausreichend, wenn Sie zu wenig Geld haben, eine solche Stelle in Teilzeit anzubieten.

    Es geht um über 500 Kinder, denen Sie Gewalt angetan haben! Ich hoffe, dass Sie länger daran zu leiden haben, als die Opfer.
    Wie heißt es da in der Bibel: «Liebe deine Nächsten wie dich selbst.» Das Kapitel sollten Sie dringend nochmal nachlesen!
    Ich weiß ja nicht in welchem Zeitalter Sie gedanklich sind, aber unsere Welt, in der wir alle leben, hat das Jahr 2017.
    Selbst die Ära Immanuel Kant ist längst vorbei und sollten sich Ihnen gewisse Erkenntnisse längst erschlossen haben! Zum Beispiel: «Tu anderen nicht an, was du nicht möchtest, dass man es dir antut.» Was soviel bedeutet wie: «Den Schaden, den du selbst nicht möchtest, solltest du bei anderen vermeiden!!»

    Dieses erbärmliche Vertuschen und Leugnen ist nicht mehr zu ertragen! Sie haben ja keine Ahnung, was Sie bei diesen vielen jungen Menschen angerichtet haben! Nochmal zur Erinnerung: es geht um über 500 Menschen. Sie haben doch die Einstellung, dass Sexualität zur Fortpflanzung- und die Ehe zwischen Mann und Frau gedacht sei.
    Sie haben eine halbe Kleinstadt auf Ihrem Gewissen! Denn jeder einzelne Junge, den Sie körperlich oder sexuell misshandelt haben, könnte als Erwachsener ein Kind haben.
    Rechnen Sie das mal hoch: wenn es jeweils nur ein Kind wäre, dann summiert es sich auf 1000 Menschen. Manche könnten sogar zwei Kinder haben, dann wären es vielleicht 1500 Menschen. Und irgendwann kämen Enkelkinder: dann wären es schon 2000 bis 2500!

    Geht Ihnen ein Licht auf? Sie hatten eine große Verantwortung, eine Verantwortung über eine halbe Kleinstadt. So viele Menschen in den im Abschlussbericht genannten Jahrzehnten, dass sich aus diesen Menschen eine neue Stadt bilden kann.

    Fazit: Sie sind den Geboten Ihrer heiligen Bibel nicht nachgekommen und haben alle Grenzen überschritten, die man überschreiten kann! Sie haben sich nicht nur bei den Opfern schuldig gemacht, sondern auch bei Gott!

    Wir, die LSBTTIQ, die wir bald heiraten und adoptieren können, werden ne Menge Arbeit haben, diese seelisch verletzten Menschen zu trösten und wieder aufzubauen, die Sie misshandelt haben.

    Ich hoffe, Sie werden wenigstens viele schlaflose Nächte aus schlechtem Gewissen haben!
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#8 HinnerkAnonym
  • 18.07.2017, 23:22h
  • Der feine Herr Kardinal:
    selbst Kinderschänder decken und massenhaften Kindesmissbrauch vertuschen, aber sich dann anmaßen, moralische Urteile über andere fällen zu können.

    Was bildet der scheinheilige Hassprediger sich ein?

    Die Katholiban wird sich niemals ändern...
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#9 EnricoAnonym
  • 18.07.2017, 23:27h
  • Das viele Obere der katholischen Kirche das niederträchtigste Pack bzw. rechtsradikale Menschenrechtsverbrecher sind ist allgemeines Wissen. Zwar nicht juristisch nachvollziehbar, da die Organisation außerhalb der staatlichen Gerichtsbarkeit steht.
    Soweit muss man also nicht verwundert sein.
    Viel gravierender ist allerdings die Tatsache, dass die katholischen Speichellecker Parteien CDU/CSU jedwedes Verbrechen dieser Organisation fördern, gutheißen und decken.
    Da der größte Teil der Nazis nach 1945 in der CDU/CSU eine glückliche Heimat fand und in Folge führende Politiker der CDU/CSU noch heute mit einem ausgeprägten Nazi-Mem belasset sind, muss auch das nicht verwundern.
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#10 KonsequenzenAnonym
  • 19.07.2017, 09:00h
  • Und was macht der Papst? Sieht freundlich lächelnd zu und freut sich, dass andere faschistoide Mitglieder für ihn die Drecksarbeit erledigen, dass er weiterhin als ach so fortschrittlich gelten kann...
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