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Pride-Saison eingeläutet

Antidiskriminierungsstelle umgeht Verbot der Regenbogenfahne

Das Innenministerium von Thomas de Maizière untersagt der Antidiskriminierungsstelle, zum CSD die Regenbogenflagge zu hissen. Also wurde der Banner einfach ans Fenster des Büros der ADS-Chefin gehängt.


ADS-Chefin Christine Lüders und Familienstaatssekretär Ralf Kleindiek präsentieren die Regenbogenfahne, die danach am Fenster von Lüders' Büro angebracht wurde (Bild: Antidiskriminierungsstelle des Bundes)

Erneut wird die Pride-Flagge zum Politikum: Der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) wurde angewiesen, das vom Bundesinnenministerium verhängte Regenbogenflaggenverbot an Dienstgebäuden des Bundes einzuhalten. Dennoch ließ es sich Behördenchefin Christine Lüders am Dienstagvormittag nicht nehmen, anlässlich des Berliner CSD Flagge zu zeigen; statt am Fahnenmast hängt die Regenbogenfahne nun am Fenster ihres Büros.

Die Antidiskriminierungsstelle veröffentlichte auf Facebook Bilder der feierlichen Anbringung der Regenbogenfahne. Neben Lüders und ihren Büromitarbeitern nahm auch Familienstaatssekretär Ralf Kleindiek (SPD) an der Aktion teil. Die Flagge werde nun "aus Christine Lüders' Büro über die Spree in Richtung Kanzleramt leuchten", heißt es auf Facebook.

Die Antidiskriminierungsstelle zeigt zur Pride-Saison Flagge – wenn auch nicht vom Fahnenmast. Diesmal wurde es uns von…

Posted by Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) on Dienstag, 18. Juli 2017
Facebook

Ursprünglich sollte die Regenbogenfahne am Dienstagmorgen um 9 Uhr feierlich vor dem ADS-Gebäude gehisst werden – das Bundesfamilienministerium von Katarina Barley (SPD), das dort einen zweiten Amtssitz hat, hatte die Presse dazu eingeladen, bevor das Innenministerium intervenierte.

Streit um Pride-Fahne wird zur unendlichen Geschichte

Die Regenbogenfahne sorgte in dieser Legislaturperiode immer wieder für Streit innerhalb der Bundesregierung. Das Bundesinnenministerium des CDU-Politikers Thomas de Maizière besteht unter Verweis auf den Flaggenerlass von 2005 auf einem Regenbogenfahnen-Verbot in Bundesgebäuden (queer.de berichtete). Allerdings haben SPD-Ministerien die Anweisung immer wieder ignoriert, so auch in diesem Jahr (queer.de berichtete).

Twitter / BMJV_Bund | Auch das Bundesjustizministerium von Heiko Maas (SPD) hisst die Regenbogenfahne

Im vergangenen Jahr hisste auch Lüders' Behörde eine Regenbogenfahne. Nach Druck aus der Union wurde die Antidiskriminierungsstelle aber gezwungen, die Fahne ein paar Stunden später einzuziehen. Daraufhin brachte Lüders auch damals die Flagge am Fenster ihres Büros an (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Brauchen wir Regenbogenfahnen an öffentlichen Gebäuden?
    Ergebnis der Umfrage vom 17.07.2017 bis 24.07.2017


#1 Svetlana LAnonym
  • 18.07.2017, 16:34h
  • Not (und Engstirnigkeit) macht bekanntlich erfinderisch ;-)

    Bei uns in Tempelhof-Schöneberg hängt eine Regenbogenflagge jetzt übrigens ganzjährig.
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#2 Claudius 90Anonym
  • 18.07.2017, 17:14h
  • Richtig so!

    Das beweist nur die Idiotie der Entscheidungen des erz-homophoben Innenministers.
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#3 BobAachenProfil
#4 DankeAnonym
  • 18.07.2017, 18:33h
  • Sehr gut, dem verstaubten de Maizière kann man gerne mal die rote Karte zeigen.
    Manchmal hallen seine «Anweisungen» einfach in den leeren Raum und driften ins Nirgendwo.
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#5 HinnerkAnonym
#6 Uwe_Anonym
#7 Crikkie
  • 20.07.2017, 10:28h
  • Antwort auf #3 von BobAachen
  • "Minister" leitet sich vom lateinischen "ministrare", "dienen" ab. Ein Minister ist somit der Diener des Volkes... Auch, wenn das desöfteren schonmal vergessen wird. Insbesondere von ministerieller Seite...
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