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Vor CSD-Samstag

Homophobe Schmierereien in Berlin-Charlottenburg

Fassade, Glasfront und Bürgersteig eines Restaurants wurden ebenso besprüht wie der Wagen des Besitzers und der Bürgersteig vor einem Kino.


In der Nacht zum Mittwoch ist es in Berlin-Charlottenburg zu einem offenbar homofeindlich motivierten Vandalismus gekommen. Mitten in der Berliner CSD-Woche beschmierten Unbekannte vor allem ein italienisches Restaurant in der Schlüterstraße.

Auf die Fassade des "Mondo Pazzo" wurden in schwarzer Farbe die Sprüche "Gay Only" und "Nur für heimliche Homos" angebracht. Auf den Bürgersteig wurde zudem mit einem Pfeil Richtung Eingang des Restaurants der Spruch "Nur für heimliche Homos + Kokser" geschrieben, auf eine Fensterscheibe wurde in Grau "Nur für Gays" gesprüht. Der Wagen des Besitzers wurde zudem auf einer Seite mit "Homo", auf der anderen Seite mit "Tunte" besprüht.

Ebenfalls in weißer Schrift und in ähnlicher Schreibweise der Buchstaben hatten Unbekannte in der benachbarten Bleibtreustraße vor dem Kino "Filmkunst 66" den Spruch "Warum sind alle Filmkritiker Gay?" auf den Bürgersteig geschrieben.

Politik entsetzt

"Mit Abscheu und Empörung habe ich von diesem unsäglichen Angriff auf das 'Mondo Pazzo' und damit auf dessen Team sowie dessen Gäste erfahren", schrieb Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann am Mittwoch in einer Pressemitteilung. "Charlottenburg-Wilmersdorf ist stolz auf seine Vielfalt der hier lebenden und arbeitenden Menschen", so der SPD-Politiker. "Ausdruck dessen ist mit Blick auf die gegenwärtig stattfindenden Pride Weeks und die jetzt am Samstag bei uns in der City West startende Christopher-Street-Day-Parade die vor dem Rathaus Charlottenburg und vor dem Dienstgebäude Hohenzollerndamm gehisste Regenbogenfahne."

Naumann, der das Restaurant am Nachmittag besuchte, rief zur Solidarität mit dem "Mondo Pazzo" und zur "Ächtung dieses homophoben Angriffs" auf. "Ich hoffe, dass Polizei und Staatsanwaltschaft schnell die Täterschaft ermitteln."

Die FDP-Bundestagskandidatin Darija Bräuniger stellte am Morgen Fotos des Restaurants bei Facebook online und schrieb dazu: "Da läuft man gut gelaunt die Straße lang und wird dann unvermittelt daran erinnert, wie Scheiße die Welt sein kann." Sie rief Menschen dazu auf, in dem Restaurant zu essen – "um zu zeigen, dass sich eine offene Gesellschaft nicht einschüchtern lässt, und um einen kleinen Beitrag zu den Reinigungskosten zu leisten". (cw)



#1 HinnerkAnonym
  • 20.07.2017, 10:22h
  • Sollten die Täter gefasst werden, müssten sie nicht nur die vollständige Beseitigung der Schäden zahlen müssen, sondern zusätzlich auch eine saftige Geldbuße, die LGBTI-Projekten zugute kommt.
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#2 ThorinAnonym
#3 RobinHoodAnonym
#4 graffitikritikAnonym
#5 jochenmindenAnonym
  • 20.07.2017, 19:39h
  • Echt grusig. Aber auch witzig...: Warum sind alle Filmkritiker Gay?
    Ich denke, ich hätte darunter gesprayt: WEIL SIE DIE BESSEREN SIND ! Okay, ist auch polemisch- macht aber Spaß
  • Antworten » | Direktlink »
#6 phenolum-liquefactumAnonym