Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29320

Pro & Kontra Homeoffice

Der Arbeitsplatz zu Hause als neuer Trend

Das gilt es zu beachten, wenn man seinen Job aus der eigenen Wohnung erledigen will.


Bereits jeder fünfte Angestellte arbeitet regelmäßig von zu Hause aus (Bild: Kelly Sue DeConnick / flickr)

  • 21. Juli 2017, 16:46h, noch kein Kommentar

Das Arbeiten im Homeoffice wird in Deutschland immer beliebter. Jeder fünfte Mitarbeiter arbeitet regelmäßig von zu Hause aus, jeder Vierte hat die Möglichkeit dazu und nutzt diese gelegentlich.

Ein großer Vorteil des Homeoffices ist die Kostenersparnis. Gerade für Firmengründer, die sich erst auf dem Markt etablieren müssen, ist der Arbeitsplatz zu Hause kostengünstig, denn es fallen keine Mietkosten für Büroräume an. Auch die Kosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz hin und zurück werden eingespart.

Neben der wirtschaftlichen Ersparnis ist natürlich auch die Zeitersparnis zu nennen. Kein langes Warten auf Bus und Bahn, keine Staus oder zeitintensive Parkplatzsuche, zu Hause fährt man den PC hoch und kann sofort loslegen. Ein weiterer großer Vorteil ist die flexible Zeiteinteilung. Der Mitarbeiter entscheidet selbst, wann er welche Aufgaben angeht und hat somit die Möglichkeit, Job und Familie gut miteinander zu vereinbaren.

Gerade für Eltern ist dies eine interessante Möglichkeit, die oft dazu führt, dass der Wiedereinstieg nach der Babypause früher erfolgt als bei einem Arbeitsplatz, der keine Möglichkeit bietet, von zu Hause zu arbeiten. Darüber hinaus hat man zu Hause die nötige Ruhe, um konzentriert an einem Projekt zu arbeiten, weil man nicht der Ablenkung durch Gespräche oder Telefonate von Kollegen unterliegt.

Die Nachteile von Homeoffice

Ein entscheidender Nachteil des Arbeitens von zu Hause aus ist, dass es keine klare Grenze mehr zwischen Berufs- und Privatleben gibt. Der Mitarbeiter ist theoretisch rund um die Uhr verfügbar und muss selbst dafür sorgen, eine Grenze zu ziehen, um nicht vom Arbeitgeber "ausgebeutet" zu werden.

Auch ist nicht jeder Typ Mensch für die Arbeit im Homeoffice geschaffen. Man sollte über ein großes Maß an Selbstdisziplin verfügen um nicht den vielen Ablenkungen durch das private Umfeld zu erliegen. Die Hausarbeit muss dann eben liegen bleiben, wenn man mit der Arbeit am PC begonnen hat. Sie läuft ja nicht weg und kann immer noch nach Feierabend erledigt werden. Und auch die Kinder sollten anderweitig untergebracht sein, damit das Elternteil effizient und konzentriert arbeiten kann.

Weiterhin ist es auch nicht jedermanns Sache als Einzelkämpfer da zu stehen. Sicherlich ist der Austausch mit den Kollegen auch durch Emails, Telefonate oder Telefonkonferenzen möglich. Auf die direkte Zusammenarbeit mit den Kollegen im Büro, wo man auch mal Dinge im Vier-Augen-Gespräch auf dem Flur klären kann, muss man im Homeoffice natürlich verzichten.

Auch was Stress betrifft kann das Homeoffice von Nachteil sein. Arbeitet man im Büro kann man den Stress auch im Büro lassen, befindet sich der Arbeitsplatz jedoch zu Hause, hat man den Stress dann auch automatisch im privaten Umfeld. Dem Mitarbeiter fällt es somit schwerer abzuschalten und den Stress hinter sich zu lassen.

Das ist beim Einrichten des Homeoffice zu beachten

Nicht jedes zu Hause ist für das Arbeiten im Homeoffice geeignet. Hat man beispielsweise einen Job mit Kunden-Verkehr, ist dies natürlich sehr schwierig in den privaten Wohnräumen umzusetzen. Für viele Tätigkeiten genügt hingegen ein Schreibtisch und ein PC. Die Motivation und Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters wird gefördert, wenn er sich in seinem Arbeitszimmer wohl fühlt und der Arbeitsplatz wichtigen ergonomischen Kriterien entspricht.

Hierbei sind die wichtigsten Möbelstücke der Schreibtisch und der Schreibtischstuhl. Der Schreibtisch sollte höhenverstellbar sein, um an die persönliche Körpergröße angepasst zu werden. Damit Unterlagen und Schreibtischlampe neben dem PC noch Platz finden sollte die Arbeitsfläche eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern und eine Breite von mindestens 60 Zentimetern haben. Auch der Schreibtischstuhl sollte auf die Körpermaße des Mitarbeiters einstellbar sein und ein dynamisches Sitzen ermöglichen. Dies ist gerade beim längeren Arbeiten am Schreibtisch extrem wichtig.

Der Bildschirm ist korrekt positioniert, wenn der Mitarbeiter aufrecht sitzend noch über den Bildschirm schauen kann. Blickt man während der Arbeit leicht nach unten, schont dies Nacken und Schultern, was wiederum Verspannungen vorbeugt. Auch auf genügend Helligkeit sollte man achten, um die Augen zu schonen. Der Monitor sollte so platziert werden, dass keine Reflexionen vom Fenster entstehen können. Außerdem sollte der Abstand zwischen Person und Monitor zwischen 50 und 70 Zentimeter betragen.

Damit sich im Laufe der Zeit auf der Arbeitsfläche keine Papierstapel bilden, sollte man in Schreibtischnähe ein offenes Regal aufstellen. Hier besteht die Möglichkeit Unterlagen geordnet aufzubewahren und dennoch in greifbarer Nähe zu haben. Falls der Arbeitsbereich in einen anderen Raum integriert werden muss eignet sich ein Sideboard zur Abtrennung. Mit ein paar Accessoires nimmt man dem Arbeitsbereich die Sterilität und schafft eine wohnliche Atmosphäre. (kd)