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US-Nationalspielerin

Basketball-Star Sue Bird: "I'm gay"

Die vierfache Olympiasiegerin spricht erstmals öffentlich über ihre Homosexualität – und erzählt, dass sie mit der zweifachen Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe liiert ist.


Sue Bird spielt bereits seit 2002 in der nordamerikanischen Profiliga WNBA

Die amerikanische Basketball-Ikone Sue Bird hat sich gegenüber dem US-Sportsender ESPN als lesbisch geoutet. Die 36-Jährige erklärte in dem am Donnerstag veröffentlichten Artikel auch, dass die Profifußballerin und US-Nationalspielerin Megan Rapinoe seit Kurzem ihre Freundin ist.

"Ich bin gay. Megan ist meine Freundin", sagte Bird. "Für Leute, die mich kennen, ist das kein Geheimnis." Weiter behauptete die Basketballerin, sie habe ihre sexuelle Orientierung in der Vergangenheit nicht aktiv versteckt. "Ich denke, viele Leute nehmen an, dass man sich versteckt, wenn man nicht darüber redet. Das war bei mir aber nie der Fall."

Zwar akzeptiere sie, dass manche erwarten würden, dass ein derartiges Coming-out früher in der Karriere komme, "aber es war einfach nicht die rechte Zeit für mich". Die Spielerin, die seit 15 Jahren für das Team Seattle Storm um Titel kämpft, lobte auch die homofreundliche Atmosphäre in der Frauenliga WNBA, die Coming-outs erst ermögliche.

Instagram / sbird10 | Sue Bird wurde in diesem Jahr ins All-Star-Team der WNBA aufgenommen, gehört also zu den besten Spielerinnen der Liga

Zwei Fast-Coming-outs im Jahr 2016

Bereits zwei Mal habe sie sich im vergangenen Jahr beinahe geoutet, so Bird weiter – vor und während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, bei denen sie mit dem amerikanischen Team zum vierten Mal in Folge eine Goldmedaille gewinnen konnte. So habe sie bei einem Fragebogen einer Zeitschrift mit dem Titel "25 Dinge, die sie nicht über Olympioniken wissen" als Punkt 25 geschrieben: "I'm gay". "Am Ende habe ich aber doch gekniffen", so Bird. Im US-Olympiateam waren mit Seimore Augustus, Elena Delle Donne, Brittney Griner und Angel McCoughtry bereits vier offen lesbische Spielerinnen vertreten.

Birds Freundin Megan Rapinoe hatte sich bereits vor fünf Jahren geoutet. Auch die Fußballerin gehört zu den Topspielerinnen in ihrem Sport: 2012 holten die US-Girls um Rapinoe bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille, 2015 gewannen sie die Fußball-Weltmeisterschaft, nachdem sie im Halbfinale Deutschland ausgeschaltet hatten. Rapinoe setzte sich in den letzten Jahren auch für LGBTI-Rechte ein. Bei den Olympischen Spielen in Rio übte sie scharfe Kritik an homophoben Fangesängen (queer.de berichtete).


Megan Rapinoe gewann wie auch ihre Freundin eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro

In dem Interview betonte Bird, dass ihre Beziehung zu Rapinoe nichts mit ihrem Coming-out zu tun habe. "Das war einfach etwas, was ich schon längere Zeit machen wollte", so Bird. (dk)



#1 herzlichglückwunschAnonym
#2 Patroklos
  • 21.07.2017, 21:39h
  • Herzlichen Glückwunsch zum Coming-Out und ich bin mir sicher, es werden in diesem Jahr noch das eine und andere kommen.
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