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Wahlkampfauftakt

"Mr. Leather" will Gouverneur von Texas werden

Jeffrey Payne, Besitzer der Gay-Fetischbar "The Eagle" in Dallas und "International Mr. Leather" 2009, will für die Demokraten gegen den homophoben Amtsinhaber der Republikaner antreten.


Jeffrey Payne bei der Siegerehrung zum "International Mr. Leather" im Jahr 2009 (Bild: IML)

Im Jahr 2009 wurde Jeffrey Payne zum "International Mr. Leather" gewählt. Nun strebt der Besitzer der Gay-Fetischbar "The Eagle" in Dallas einen neuen Titel an: Am vergangenen Freitag kündigte der Geschäftsmann mit Parteibuch der Demokraten seine Kandidatur als Gouverneur von Texas an.

Gewählt wird in dem konservativen US-Bundesstaat im kommenden Jahr. Payne will den Republikaner Greg Abbott herausfordern, der 2014 mit 59 Prozent der Stimmen gewählt wurde und eine weitere Amtszeit anstrebt. Der schwule Quereinsteiger ist der erste, der sich bei den Demokraten in Stellung bringt.

Payne will "triviale Gesetzgebung" beenden

"Texas braucht einen Gouverneur, der noch an echte texanische Werte wie Integrität, Ehrlichkeit, Freiheit und Unabhängigkeit glaubt", erklärte der Ledermann bei der Verkündung seiner Kandidatur – im Anzug. Abbott sei für Texas eine Katastrophe und habe keine neuen Ideen. "Wir müssen aufhören, unsere Zeit und Geld mit trivialer Gesetzgebung zu verschwenden und stattdessen neue Wege finden, um den Texanern, ihren Familien und ihren Geschäften zu helfen."

Direktlink | Jeffrey Payne im seinem ersten Interview mit CBS

Jeffrey Payne spielte damit auch auf mehrere homo- und transfeindliche Gesetze an, mit denen Texas in den letzten Monaten international für Negativschlagzeilen sorgte. So unterzeichnete Gouverneur Abbott erst im Juni das Gesetz HB 3859, das staatlich geförderten Adoptionsagenturen erlaubt, mögliche Adoptionseltern aus religiösen Gründen abzuweisen (queer.de berichtete). Außerdem enthält es eine Passage, wonach öffentlich geförderte religiöse Jugendeinrichtungen an jungen Schwulen und Lesben sogenannte "Konversionstherapien" durchführen dürfen. Nur wenige Wochen zuvor wurde in Texas ein Klogesetz ähnlich wie in North Carolina eingeführt. An öffentlichen Schulen dürfen Transsexuelle nicht mehr die Toiletten benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen (queer.de berichtete).

Es sei an der Zeit, den Republikanern Widerstand entgegenzusetzen, erklärte der ehemalige International Mr. Leather. "Wir brauchen einen Gouverneur, der kein karrieristischer Bürokrat ist. Sondern jemanden mit echter Weltkenntnis, der Texas zu einem besseren, sichereren und gesünderen Ort für alle Texaner machen will."

2,5 Millionen US-Dollar für den Wahlkampf

Seinen Wahlkampf will Payne, der mit seinem langjährigen Partner verheiratet ist, mit 2,5 Millionen Dollar aus dem eigenen Vermögen finanzieren. Ab Oktober plant er eine Bustour durch alle Städte des US-Bundesstaats, um sich bei den Wählern bekannt zu machen.

Bevor er seinen Amtseid als Gouverneur schwören kann, muss er jedoch zahlreiche Hürden überwunden. Zunächst müssten ihn die Demokraten erst einmal nominieren – in einem Statement der Partei hieß es lediglich, man führe Gespräche mit mehreren großen Politikern. Und selbst wenn Paynes Name auf den Stimmzetteln steht, dürfte es nicht leicht werden. Zum letzten Mal hatte Texas vor 26 Jahren einen Gouverneur der Demokraten – und einen offen schwulen noch nie. (cw)

Direktlink | Jeffrey Payne 2009 als neuer "International Mr. Leather"



#1 RespektAnonym
#2 Patroklos
#3 schwuler NichtdtschrAnonym
  • 23.07.2017, 11:56h
  • Make Jeffrey Payne a celebrity! :-)
    Mensch, sieht dieser Abbott nicht wie ein Zwillingsbruder von G.W. Bush aus?
    Gruss
  • Antworten » | Direktlink »
#4 RespektAnonym
#5 schwuler NichtdtschrAnonym
#6 TheDadProfil