Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29326

Transition

So entsteht aus Penis und Hodensack eine Vagina

Die Europäische Gesellschaft für Urologie erklärt in einem Zeichentrickvideo, wie eine geschlechtsangleichende Operation abläuft.


Screenshot aus dem Video

Dieser Text erschien zuerst auf
REFINERY29
Über geschlechtsangleichende Operationen – über die Transition eines trans Menschen also, sollte diese gewünscht sein – wissen nicht nur cis-Menschen wenig Bescheid. Was passiert dabei genau? Wenn du nicht zufällig eine besonders bewanderte Chirurgin bist oder Teil eines Ärzteteams, das geschlechtsangleichende Operationen vornimmt, wirst du vermutlich nie die Gelegenheit bekommen, das zu sehen. Bis jetzt.

Die Europäische Gesellschaft für Urologie hat ein detailliertes – und faszinierendes – Video hochgeladen, in dem der komplizierte Eingriff erklärt wird. Die Animation, bei der den Empfindlicheren unter uns vielleicht ein bisschen unwohl wird, zeigt wie die Hand eines Chirurgen/einer Chirurgin das Skrotum aufschneidet und die Hoden entfernt. Dann wird die Spitze des Penis' entfernt. Aus ihr wird später die Klitoris entstehen, während Schaft und Skrotum zu Labia und Vaginalkanal werden. Es ist ein beeindruckendes Unterfangen—und sollte der Frau später ein gesundes Sexualleben ermöglichen.

Sieh dir das Video an, wenn du mal wieder daran erinnert werden willst, dass Wissenschaft etwas ziemlich Tolles ist. Experten nehmen zum Beispiel an, dass sie in wenigen Jahren in der Lage sein sollten, Transfrauen eine Schwangerschaft zu ermöglichen.



#1 TraumzerstörerAnonym
  • 23.07.2017, 10:08h
  • Schwangerschaft? Wie soll das bitte gehen? Durch diese OP werden alle Geschlechtszellen entfernt und vernichtet, die Fortpflanzungsfähigkeit ist dann gleich Null.

    Eierstöcke und Uterus könnten also nur von einer anderen Frau kommen, also als Spende, was wohl nur in sehr seltenen Fällen passieren wird, zudem würden sich dadurch die üblichen Komplikationen wie bei allen anderen implantierten Organen ergeben, die Schwangerschaft wäre sicherlich mit einem enormen Risiko verbunden. Des weiteren bringt die Transfrau dann nur den Nachwuchs der Spenderin zur Welt, nicht ihre genetischen Kinder.
    Organe kann man bis heute nicht nachzüchten, denn in einer Petrischale kann kein ganzer Organismus inklusive Blutkreislauf, Hormonen und anderen Lebenswichtigen Funktionen wie Entgiftung durch die Leber oder Nieren simuliert werden.

    Ich glaube diese Hoffnung ist vergebens, und führt nur zu falschen Entscheidungen. Besonders für junge Transfrauen kann das sehr bitter werden, wenn sie eines Tages dann doch Kinder wollen oder ihr Partner/ihre Partnerin, dann kann das ganze Leben zusammenbrechen, weil sie sich von der Community oder Gutachtern zur GA-OP drängen lassen haben.

    Warum man eine Neovagina braucht ist mir bis heute nicht ersichtlich, wenn es wegen Männern ist um sich zu tarnen, dann würde ich davor warnen, denn wenn der Typ es herausbekommt, könnte er aus Wut töten.
    Lesben werden wohl ähnlich erbost reagieren.

    Mit einem Penis kann man genau so mit einem Mann oder einer Frau oder was auch immer Sex haben, außerdem ohne fürchten zu müssen, dass man am Ende erwürgt und massakriert in irgendeiner Badewanne oder Gebüsch gefunden wird.
    Man kriegt dann auch Leute, die wirklich was mit einem zu tun haben wollen, auch sexuell. Viele haben ja Angst, dass sie an einen perverser Shemale-Fetischisten geraten, dabei ist genau so einer, wohl der beste Partner für eine Hetero-Transfrau.

    Wer Kinder will, sollte unbedingt seine Genitalien behalten und schützen. Wenn man zum Röntgen muss, unbedingt sagen, was man hat, denn sonst bekommt ihr die falsche Schutzweste und eure Fortpflanzungsfähigkeit kann geschädigt werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Nicht_AlleAnonym
  • 23.07.2017, 11:11h
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörer
  • Ich bin lesbisch und lernte mal eine Transfrau kennen, die eine solche GA-OP hinter sich hatte und vollkommen zur Frau entwickelt war. Und es war für mich ganz normal. Sie war von Beginn an ehrlich und ich hatte damit kein Problem.
    Du solltest nicht alle in einen Topf werfen.
    Manche möchten ihr ursprüngliches Geschlechtsorgan behalten und manche nicht.

    Die Akzeptanz lässt allerdings zu wünschen übrig - das ist ein Problem.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TraumzerstörerAnonym
  • 23.07.2017, 11:30h
  • Antwort auf #2 von Nicht_Alle
  • Hallo,

    na klar, nicht alle Menschen reagieren darauf so, aber die Gefahr getötet, oder einfach nur psychisch schwer verletzt zu werden, ist nun mal sehr groß, wenn man wie ich sagte, zur Tarnung diese OP macht und es verschweigt.

    Vollkommen zur Frau kann diese Person wohl nicht entwickelt gewesen sein, weil ihr wie gesagt, die Keimdrüsen und ein Uterus fehlen.
    Wenn ich meine Hand verlieren würde, würde ich mich auch nicht mehr komplett fühlen, es wäre eine Einschränkung. Mit einer Amputierten Brust könnte ich auch leben, trotzdem würde ich dann ganz bewusst, ein Stück meine Weiblichkeit verloren haben, das könnte ich niemals leugnen.

    Für mich gehören meine Sexualorgane zu mir, etwas von ihnen zu entfernen, würde mich schädigen in meinem ganze sexuellen Erleben. Keine Sexualität mehr haben zu können, oder nur eingeschränkt, ist für mich nicht weiblich, es ist einfach nur scheisse und für Niemanden wünschenswert.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Patroklos
  • 23.07.2017, 11:39h
  • Das Video ist sehr gut und anschaulich gemacht. Es wäre schön, wenn es ein solches mit dem Titel "So wird aus einer Vagina ein Penis" geben würde.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 andreAnonym
#6 Nicht_AlleAnonym
  • 23.07.2017, 11:57h
  • Antwort auf #3 von Traumzerstörer
  • Ich bin da nicht so kleinlich. Nach ihrer Uterus hab ich nicht gefragt und auch nicht, ob sie fortpflanzungsfähig sei :-)
    Sie wurde umoperiert und war für mich einfach eine Frau - mit zwei Brüsten, mit Vagina, mit einer weiblichen Ausstrahlung und mit Persönlichkeit.
    Sie fühlte sich damit pudelwohl und das merkte ich ihr auch an. Sie litt unter ihrem männlichen Körper.

    Die Akzeptanz ist definitiv ein Problem, ja. Es muss unbedingt erweiterte Gesetze zum Schutz vor Diskriminierung geben. Und viel Aufklärungsarbeit.
    Es kann nicht sein, dass jemand um sein Leben fürchten muss, nur weil er/sie trannsexuell, oder genderfrei, oder inter, oder queer, etc. ist.
    Das ist furchtbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 EbenAnonym
  • 23.07.2017, 12:59h
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörer
  • "Warum man eine Neovagina braucht ist mir bis heute nicht ersichtlich, wenn es wegen Männern ist um sich zu tarnen, dann würde ich davor warnen, denn wenn der Typ es herausbekommt, könnte er aus Wut töten.
    Lesben werden wohl ähnlich erbost reagieren."

    Und weil es eben TransIDENTITÄT heißt und nicht TransSEXUALITÄT, da es eben genau nicht ums ficken geht, sondern um die EIGENE Identität, werden geschlechtsANGLEICHENDE OPs eben auch nicht wegen Kerlen gemacht. Ich glaube, du verwechselst transidente Menschen mit den Shemales aus den "tranny-Pornos". Die brauchen ihren Penis selbstverständlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FriendlyNeighborAceAnonym
  • 23.07.2017, 13:36h
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörer
  • Ich beziehe mich hiermit nicht auf das mit der Operation, als cis habe ich zu wenig Ahnung davon.
    Als an Biologie Interessierte kann ich aber etwas auf das mit dem Kinderkriegen eingehen.
    Ich las vor einer ganzen Weile einen Bericht in dem es um induziert pluripotente Stammzellen ging, im Prinzip wurde eine ausdifferenzierte Zelle genommen und dazu gebracht, wieder unausgereift zu werden, also das Potential zu haben, sich in jede Art von Zelle zu verwandeln (was gegen eine ganze Reihe von Krankheiten eingesetzt werden könnte). Theoretisch ist es mit dieser Methode nicht unmöglich auch Keimzellen aus diesen Zellen zu machen (wenn man die entsprechenden Reize findet, die die Zellen dazu bringen, sich entsprechend zu entwickeln) und diese dann zur Befruchtung zusammen zu führen (Was auch genetisch gemeinsame Kinder bei gleichgeschlechtlichen Paaren ermöglichen würde). Auch wenn man noch keine Hoden/Eierstöcke nachwachsen lassen kann könnte man mit dieser Methode Keimzellen gewinnen, die eigentliche Austragung wäre allerdings noch immer ein Problem, das aber mit Leihmüttern gelöst werden kann.

    Noch ist das natürlich Zukunftsmusik und es wird auch noch eine ethische Debatte geben müssen, aber es ist nicht so unmöglich wie es ihnen erscheint.

    (Ich hoffe Links funktionieren hier)

    www.nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2012/pres
    s.html


    www.organische-chemie.ch/chemie/2009jul/stammzellen.shtm

    de.wikipedia.org/wiki/Induzierte_pluripotente_Stammzelle

    Da der Forschungsschwerpunkt derzeit auf der Heilung von Krankheiten und der Verbesserung des Prozesses liegt, habe ich leider keinen Artikel über die fortpflanzungsmedizinische Nutzung der iPS gefunden aber ich denke wenn dieses Verfahren alltäglicher wird ist auch das nicht mehr so weit hin.

    Schönen Tag noch :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDadProfil
  • 23.07.2017, 13:39hHannover
  • Antwort auf #1 von Traumzerstörer
  • ""Schwangerschaft? Wie soll das bitte gehen? Durch diese OP werden alle Geschlechtszellen entfernt und vernichtet, die Fortpflanzungsfähigkeit ist dann gleich Null.""..

    Die Verfügbarkeit von Hoden und Samen ist für eine Frau nicht notwendig um schwanger zu werden..

    ""Eierstöcke und Uterus könnten also nur von einer anderen Frau kommen, also als Spende, was wohl nur in sehr seltenen Fällen passieren wird,""..

    Die Entwicklungen in der Organ-Transplantation ist enorm fortgeschritten, und die Rück-Transplantation von Eierstock-Gewebe als Erfahrung aus der Krebs-Behandlung von Frauen längst vorhanden..

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es möglich wird..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TheDadProfil
  • 23.07.2017, 13:50hHannover
  • Antwort auf #3 von Traumzerstörer
  • ""na klar, nicht alle Menschen reagieren darauf so, aber die Gefahr getötet, oder einfach nur psychisch schwer verletzt zu werden, ist nun mal sehr groß, wenn man wie ich sagte, zur Tarnung diese OP macht und es verschweigt.""..

    Anstatt "Träume zu zerstören" mußt Du dich ganz dringend damit beschäftigen, das Transsexuelle/Transgender/Transidente Menschen sich NICHT einer Ga-OP unterwerfen um "sich zu tarnen", quasi als Ausdruck man würde dann nicht mehr als Transsexueller/Transgender/Transidenter Mensch "auffallen" !

    Du missverstehst hier vorsätzlich die Gründe die diese Menschen haben eine solche Op anzugehen !

    Und um es einmal ganz profan auf andere OP's herunterzubrechen :

    Wer sich die Nase korrigieren oder die abstehenden Ohren anlegen läßt, "tarnt" sich auch nicht, um von anderen Menschen nicht mehr beleidigen oder als "gar keine richtige Frau" oder "gar kein richtiger Mann" ansehen und ansprechen zu lassen !

    ""Vollkommen zur Frau kann diese Person wohl nicht entwickelt gewesen sein, weil ihr wie gesagt, die Keimdrüsen und ein Uterus fehlen.""..

    Kuck an..
    Dann sind also Männer denen nach einer Krebs-Behandlung die Hoden entfernt wurden (siehe Lance Armstrong) auch keine "richtigen Männer" ?

    Frauen denen infolge von Erkrankungen ihre "Keimdrüsen" entfernt wurden
    "keine richtigen Frauen" ?

    Dein Bild bedarf einer dringenden Korrektur !
  • Antworten » | Direktlink »