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Goldmedaille in Budapest

Tom Daley ist WM-Sieger

Zum ersten Mal seit seinem Coming-out hat sich das britische Ausnahmetalent eine Einzel-Goldmedaille bei der WM gesichert.


Der "Goldjunge" freut sich nach seinem Sieg (Bild: Instagram / tomdaley1994)

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest hat sich der 23-jährige Engländer Tom Daley am Samstag die Goldmedaille im Zehn-Meter-Turmspringen gesichert. Der offen schwule Sportler gewann mit 591 Punkten knapp vor Olympiasieger Chen Aisen aus China, der 585 Punkte erreichte. Bei den Olympischen Spielen im letzten Jahr hatte es Daley in dieser Disziplin nur ins Halbfinale geschafft.

"Es war ein hartes Jahr und ich musste den Wettkampf in Rio verdauen", sagte Daley laut BBC nach seinem Sieg. "Ich bin mit dem Ergebnis überglücklich. Ich habe sogar eine persönliche Bestleistung erreicht, die mir im letzten Jahr bei der Olympiade Gold eingebracht hätte."

Zweiter Sieg nach 2009

Daley hat bereits einmal in dieser Disziplin einen WM-Titel gewonnen: Im Jahr 2009 überraschte er als 15-Jähriger die Konkurrenz und ging als bislang jüngster WM-Sieger im Turmspringen in die Geschichtsbücher ein. 2012 kam eine olympische Bronzemedaille dazu. Gemeinsam mit Teamkollegen eroberte er weitere Titel: 2015 konnte er mit der britischen Mannschaft die Goldmedaille im Team-Springen gewinnen, 2016 wurde er bei der Olympiade mit seinem Partner Daniel Goodfellow für die Leistung im Synchronspringen mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.

Das Ausnahmetalent Tom Daley stand seit seiner Kindheit in der Öffentlichkeit. Schon früh gab es Spekulationen über seine sexuelle Orientierung. Nachdem er diese noch im September 2013 zurückgewiesen hatte ("Ich denke, es ist lustig, wenn Leute denken, ich sei schwul"), outete er sich zwei Monate später als bisexuell. Ein halbes Jahr später outete er sich erneut – dieses Mal als schwul (queer.de berichtete). Schließlich gab er bekannt, dass er mit dem rund 20 Jahre älteren amerikanischen Drehbuchautoren Dustin Lance Black liiert ist. Im Mai heiratete der "Goldjunge" den Oscarpreisträger schließlich im englischen Devon (queer.de berichtete). (dk)



#1 Jesper De La RondeAnonym
#2 Ilberic HaywardAnonym
#3 Zander BruijnAnonym
#4 GerberEAnonym
#5 Hashim Shamim MaloufAnonym
  • 24.07.2017, 18:18h
  • Antwort auf #4 von GerberE
  • Ja, klar.

    Und das galt für nahezu jeden jungen Mann in Griechenland.

    Das Wort Gymnasium (Gym) kommt von gymnos, nackt. Nur Wagenlenker trugen in Griechenland einen Lendenschurz.

    In Rom gab es Athletik und Wettkämpfe dann nicht mehr als Volkssport, da nahmen Gladiatorenkämpfe den Platz der Athleten ein. Statt selber Sport zu treiben gingen diese Leute ins Theater um anderen zuzusehen. Die Gladiatoren waren meist nackt, so wie früher die Athleten. Die Gladiatoren konnten sich dann nackt gegenseitig abschlachten oder wurden den Löwen zum Fraß vorgeworfen.
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#6 seb1983
#7 EisenhowerProfil
  • 24.07.2017, 19:08hMarseille
  • Antwort auf #6 von seb1983
  • In Sparta galt das auch für Frauen. Spartanische Frauen waren deshalb in ganz Griechenland begehrt und gefürchtet.

    Falls man aber - weshalb auch immer - nichts mit Frauen zu tun haben wollte, konnte man zum Militär gehen. Das tun auch heute noch viele Athleten.

    In Theben gab es die gefürchtete Eliteeinheit »Heilige Schaar«, die nur aus gleichgeschlechtlichen Liebespaaren bestand.

    de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Schar_(Theben)

    Plutarch schreibt in seiner biographischen Skizze zu Pelopidas, dem Anführer der Heiligen Schaar, die Liebenden der Heiligen Schaar hätten sich im Tempel des Iolaus gegenseitig Heilige Eide geschworen.

    Neben Pelopidas war auch Epaminondas ein Anführer der Heiligen Schaar. Cicero nannte ihn »den ersten Mann Griechenlands«.

    Aber Griechenland ist gross, was in der einen Polis galt, galt noch lange nicht in einer anderen.

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch an Tom Daley zum Weltmeistertitel!
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#8 Patroklos
#9 GerberEAnonym
#10 giliatt 2Anonym
  • 25.07.2017, 01:30h
  • Ich habe schon immer große Hochachtung vor Tom Daley. Seit Kinderzeiten lebte er nur für seinen Sport. Trainiert wurde er von seinem Vater. Trotz der Krebserkrankung begleitete sein Vater Tom im Rollstuhl bis zuletzt zu allen Wettkämpfen, solange es sein Gesundheitszustand zuließ. Der Tod des geliebten Vaters hat Tom in ein tiefes Loch fallen lassen. Dennoch outete sich Tom hernach als schwul, was überaus mutig war für einen Spitzensportler.
    Nun ist er WM-Sieger. In Gedanken umarme ich ihn. Ein toller Junge.
    Ein toller Mann.
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