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Eingetragene Lebenspartnerschaft

Immer mehr Lesben und Schwule beziehen Witwen- oder Witwerrenten

Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Bezieher einer Rente nach dem Tod des eingetragenen Lebenspartners um mehr als ein Fünftel erhöht.


Der Lebenspartner eines Verstorbenen erhält aus Rentenversicherungsbeiträgen eine Witwen- oder Witwerrente (Bild: Nahid V / flickr)

Immer mehr Schwule und Lesben beziehen nach dem Tod ihres eingetragenen Lebenspartners oder ihrer eingetragenen Lebenspartnerin eine Rente. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Rentenversicherung meldet, erhielten im vergangenen Jahr 2068 Witwen oder Witwer gesetzliche Renten nach einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Die Zahlen zeigen eine steile Tendenz nach oben: Binnen eines Jahres hat sich die Zahl der Empfänger um 378 Fälle bzw. 22 Prozent erhöht. Männer bekamen im Schnitt ein wenig mehr (516 Euro) als Frauen (455 Euro). Insgesamt beliefen sich die Ausgaben im vergangenen Jahr auf 13 Millionen Euro.

Rentenversicherung rechnet mit weiterem Anstieg

Mit die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben werde sich die Zahl der Empfänger voraussichtlich weiter erhöhen, erklärte ein Sprecher der Rentenversicherung gegenüber "Bild". Allerdings spart der Staat auch Geld ein, wenn mehr gleichgeschlechtliche Paare einander heiraten, da sie im Krisenfall – etwa bei Hartz IV oder im Krankheitsfall – füreinander einstehen müssen.

Im rot-grünen Lebenspartnerschaftsgesetz aus dem Jahr 2001 war die Gleichbehandlung von verpartnerten Paaren mit verheirateten Heterosexuellen im Rentenrecht noch nicht vollzogen worden. Erst das im Januar 2005 in Kraft getretene Überarbeitungsgesetz stellte eingetragene Lebenspartner in diesem Bereich gleich.

Voraussetzung für eine Witwer- oder Witwenrente ist, dass der verstorbene Partner mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Außerdem gilt als Regel, dass eine Lebenspartnerschaft oder Ehe mindestens ein Jahr lang bestanden haben muss. Einzig bei einem Unfalltod kann eine Ausnahme gemacht werden. (cw)



#1 LedErich
  • 25.07.2017, 16:50h
  • Es sind halt auch überdurchschnittlich viele ältere Paare, die nun heiraten, nachdem ihnen fast ihr ganzes Leben dieses Recht verwehrt wurde.
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#2 yslmd
  • 25.07.2017, 17:16h
  • Antwort auf #1 von LedErich
  • Überdurchschnittlich viele Ältere, die jetzt heiraten, wage ich zu bezweifeln. Bisher handelt es sich ja um eingetragene Lebenspartnerschaften. So oder so, ist doch völlig egal. Wenn ich als eingetragener Lebenspartner für sämtliche Verpflichtungen meinem Partner gegenüber herangezogen werde, dann bitte auch bei allen zustehenden Rechten, analog den Hetero-Paaren, wie auch im Beitrag erwähnt.
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#3 orchidellaProfil
  • 25.07.2017, 21:38hPaderborn
  • Bei insgesamt 5,1 Mio. Empfänger*innen von Hinterbliebenrenten in Deutschland frage ich mich allerdings, was diese Meldung soll. Die Gesamtausgaben der Deutschen Rentenversicherung belaufen sich auf 19,1 Mrd. , gemmeessen daran beträgt der Anteil der Hinterbliebenenrente für eingetragene Lebenspartner gerade mal 0,06%. Isoliert betrachtet, könnte man den Eindruck gewinnen, als hätte die ELP eine Kostenlawine ausgelöst, in Wirklichkeit handelt es sich um eine Quantité négligeable, daran wird auch die Eheöffnung nichts ändern.
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