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Diskriminierung

Ferienhaus in Italien: "Keine Homos, keine Tiere"

Ein schwules Paar, das über Booking.com einen Urlaub im "Casa Vacanze Ciufo" in Kalabrien buchte, wurde vom katholischen Besitzer nicht akzeptiert.


In diesen Pool dürfen nur Heteros: Ferienhaus "Casa Vacanze Ciufo" im italienischen Ricadi

Auf der Reisewebsite Booking.com machte das "Casa Vacanze Ciufo" in Ricadi in der süditalienischen Region Kalabrien einen guten Eindruck. Gennarro Casalino und sein langjähriger Partner buchten das neue Ferienhaus mit Pool für den gemeinsamen Urlaub im August. Doch als sich der Besitzer über WhatsApp meldete, um weitere Informationen zu erfragen, gab es eine böse Überraschung.

Filippo Mondella bedankte sich zunächst für die Buchung, schrieb aber dann: "Wir akzeptieren keine Homosexuellen und keine Tiere."


Screenshot der WhatsApp-Nachricht des Besitzers

Die geschockten Urlauber fühlten sich an dem Juden-Boykott der Nationalsozialisten erinnert und entschlossen sich, den Vorfall öffentlich zu machen. Sie fertigten Screenshots der WhatsApp-Nachrichten an und wandten sich an den italienischen LGBTI-Verband Arcigay. Dieser sprach in Medien von einem "schweren Fall von Diskriminierung und Homophobie".

"Wir sind Katholiken, überzeugte Christen"

Später meldete sich auch der Besitzer des Ferienhauses zu Wort. Er habe niemanden verletzen wollen, erklärte Filippo Mondella gegenüber Radio Capital. Er habe die Nachricht beim Autofahren getippt und einen Fehler bei der Interpunktion gemacht. Homosexuelle und Tiere habe er nicht miteinander vergleichen wollen.

Gleichzeitig bekräftigte der Vermieter jedoch seine Ablehnung schwuler und lesbischer Gäste und begründete dies mit seinem Glauben. "Wir sind Katholiken, überzeugte Christen." Der Ausschluss Homosexueller sei sein gutes Recht, denn bei dem Ferienhaus handele es sich um sein privates Grundstück.

Arcigay prüft nun eine Klage nach dem italienischen Antidiskriminierungsgesetz. Als Reaktion auf den Vorfall hat Booking.com das "Casa Vacanze Ciufo" aus seinem Angebot gelöscht. (cw)



#1 KotzAnonym
#2 schwarzerkater
  • 26.07.2017, 09:16h
  • wenn ich einen urlaub buche, dann schaue ich genau darauf, dass nirgendwo buche mit prolligen säufern. ¿ist das auch schon diskriminierung?
    und ich gehe auch gern dorthin, wo die anderen urlauber keine haustiere mitbringen dürfen. ¿ist das die nächste diskriminierung?
    wenn ich einen urlaub in ein gay resort buche, dann gehe ich davon aus, dass ich in dem gay resort nicht auf hetero-familien mit kindern treffe oder auf eine hetero-jungesellinnen-truppe aus castrop-rauxel.
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#3 KarnockelfockerAnonym
  • 26.07.2017, 09:21h
  • Man könnte jetzt denken: Das ist okay, ich vermiete nicht an Christen oder andere Religioten.
    Aber wohin kommen wir, wenn so was um sich greift?
    Ich möchte nicht in einer dermaßen zergliederten und sich voneinander isolierenden Gesellschaft leben.
    Ich will aber auch nicht degradiert werden von den Katholiban.
    Daher zumindest mein Lysistrata-Gedanke: Ich habe keinen Sex mit Katholiken!
    Die verdienen es nicht, Spaß mit mir zu haben.
    Ich grenze diese Kirchgänger aus, zwinge sie in die Keuschheit, die sie anderen verordnen wollen, und mache mich lustig über ihre Religionspsychose, weil sie es m. E. verdient haben.
    Gleiches gilt für mein Verhältnis zu anderen Religionsgestörten.
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#4 Sven100Anonym
  • 26.07.2017, 09:25h
  • Dieses homophobe Hotel ist in Italien eine Ausnahme. Fast alle anderen Hotels sind "gay-friendly":

    "Zieht man den Radius ein wenig größer und vergleicht die Zahl toleranter Hotels auf Europa-Ebene, ist es abermals der katholisch geprägte Süden, der sich den Titel gay-friendly anheften kann, da nicht nur Rom, sondern ganz Italien in der Erhebung von HolidayCheck hervorragend abschneidet. So finden sich in dem Land 5317 Gay Friendly Hotels."

    www.welt.de/reise/article117827093/Das-sind-die-schwulenfreu
    ndlichsten-Staedte-Europas.html
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#5 Patroklos
  • 26.07.2017, 09:29h
  • Als Reaktion auf den Vorfall hat Booking.com das "Casa Vacanze Ciufo" aus seinem Angebot gelöscht.

    Sehr gut und ich hoffe, daß das schwule Paar eine bessere und angemessenere Ferienbleibe findet.
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#6 ReisetunteAnonym
#7 absolutamenteAnonym
  • 26.07.2017, 09:50h
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • Und wenn da gar nichts steht, wie in diesem Fall und du das buchst und dann kommt eine SMS mit "keine dunkelhaarigen Spanier, sorry!" oder "keine Südländer" - ist das schon Diskrminierung? Und "keine Schwarzen", "keine Moslems", "keine Juden" usw.? Ist das die nächste Diskriminierung? Ganz klar: Ja! Vielleicht erkennst du ja den Unterschied zu "keine Haustiere" noch...
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#8 SebiAnonym
  • 26.07.2017, 10:12h
  • Das zeigt wieder mal zweierlei:

    1. Religion ist menschenverachtend und voller Hass.

    2. Es geht nicht ohne Diskriminierungsschutz-Gesetze; am besten auch auf europäischer Ebene.
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#9 sofnatjölAnonym
  • 26.07.2017, 10:15h
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • raucher schädigen meine gesundheit, auf tiere reagiere ich allergisch. diese gruppen nicht um mich haben zu wollen, ist keine diskriminierung, sondern aus gesundheitlichen gründen notwendig.

    ein dümmlicher schwarzer kater fällt natürlich auch in die gruppe dessen, was einfach draußen und stumm bleiben sollte.
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#10 TheDadProfil
  • 26.07.2017, 11:05hHannover
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • Du verwechselst hier Deine persönlichen Bedürfnisse mit der Tätigkeit des Vermieters..
    Das ist etwas völlig anderes..

    Der Vermieter, der sich hier durch ein Vermittlungsportal an einem "Massengeschäft" beteiligt, wird damit die "Idee", es sei sein "Recht" sein "privates Grundstück" nach Gusto bestimmten Menschen vorzuenthalten, bloß weil er "Katholik" sei, nicht durchsetzen können..
    Denn das widerspricht EU-Richtlinien..

    Es ist dem Vermieter durchaus freigestellt sich dann auf internen Vermittlungs-Börsen, vielleicht über "katholische Zeitungen" seine Gäste zu suchen..

    An Internet-Portalen an denen sich jeder beteiligen kann, darf er dann nicht teilnehmen..
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