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Hochzeit in den Hollywood Hills

Roland Emmerich ist unter der Haube

Der schwäbische Hollywood-Regisseur hat seinem über 30 Jahre jüngeren Freund das Ja-Wort gegeben.


Roland Emmerich hatte seinen Freund 2009 in Los Angeles kennen und lieben gelernt. Heutzutage reist das Paar um die Welt (Bild: Instagram / rolandemmerich)

Roland Emmerich hat am Samstagabend auf seinem knapp zwei Hektar großen Anwesen in den Hollywood Hills seinen Partner Omar DeSoto geheiratet. Der 61-jährige "Independence Day"-Regisseur ist bereits seit acht Jahren mit dem 28-Jährigen liiert.

Nach Angaben der Boulvardzeitung B.Z. waren insgesamt 120 Gäste zur exklusiven Hochzeitsfeier eingeladen, darunter die Moderatorin Désirée Nosbusch, Tom Kaulitz von "Tokio Hotel", Schauspieler Ralf Moeller sowie die Regisseure Wolfgang Petersen ("Das Boot") und Marco Kreuzpaintner ("Sommersturm").

"Es war ein Abend ganz ohne Chichi, es war ein echtes Fest für die Liebe", erklärte einer der Gäste. Eine Zwanzigerjahre-Band habe auf der Party gespielt, während die Gäste unter anderem Pulled Beef, Fisch und Pasta in Trüffelbutter naschten.

Instagram / genestdesign | Die Schmckdesignerin Genevieve Genest postete dieses Bild von der Hochzeitsfeier

Ursprünglich war Emmerich kein großer Fan des Heiratens. So sagte er erst im März, als er die Verlobung mit seinem Freund bekannt gab, über das Konzept der Ehe: "Das war für mich immer zu konform mit der Gesellschaft. Das hat sich ein bisschen spießig angefühlt" (queer.de berichtete).

Der aus Sindelfingen bei Stuttgart stammende Roland Emmerich gehört zu den erfolgreichsten Hollywood-Regisseuren der letzten Jahrzehnte. Mit Katastrophenfilmen wie "Independence Day", "Godzilla", "The Day After Tomorrow", "2012" oder Produktionen wie "Stargate" und "Der Patriot" hat er weltweit dreieinhalb Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt.

Nicht so erfolgreich war sein Ausflug in den schwulen Film: 2015 floppte sein Herzensprojekt "Stonewall", das von den Ausschreitungen in der Christopher Street im New York des Jahres 1969 handelt, sowohl bei Kritikern als auch an der Kinokasse (queer.de berichtete). In den USA spielte der Film mit Jeremy Irvine, Jonathan Rhys Meyers und Ron Perlman weniger als 200.000 Dollar ein. (dk)



#1 SanottheProfil
  • 26.07.2017, 14:13hRhüffel-Ostend
  • Ich frage mich, weshalb es in solchen Fällen immer noch angebracht scheint, den großen Altersunterschied zu erwähnen. Wäre es nicht an der Zeit, auch diese Form von Beziehungen einfach mal so hinzunehmen, als was sie sind? Nämlich eine Ausprägung von vielen in einer Variationsbreite von Normalitäten.

    Ich denke mal, die alte heteronormative Denke liegt dem unbewusst zu Grunde:
    Heiratet ein Mann eine wesentlich jüngere Frau, ist das z.B. von großem Vorteil, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihm Kinder gebären kann, ziemlich sicher relativ hoch ist. Diesen Vorteil muss man natürlich lobpreisen.

    Ich denke auch, dass genau das umgekehrt der Grund dafür ist, warum es so unpopulär und damit ebenfalls erwähnenswert ist, wenn Frauen wesentlich jüngere Männer ehelichen. In der Regel sind diese Frauen dann ja nicht mehr im gebärfähigen Alter - sodass kein "Nutzen" mehr daraus entstehen kann. Somit bringt das ja nichts.

    Im ersten Fall also der gealterte Hengst, der es nochmal geschafft hat, ein weiteres gebärfreudiges Hausmütterchen an sich zu binden. Hurra.
    Im letzteren Fall die gealterte Schlampe, die nichts Besseres zu tun hat, als sich mit einem jungen Kerl zu verlustieren. Pfui.

    Sollten wir diese heteronormativen Kategorien nicht langsam hinter uns lassen?
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#2 Paulus46Anonym
#3 userer
  • 26.07.2017, 20:13h
  • Antwort auf #1 von Sanotthe
  • DANKE!

    Genau dies sind auch immer meine Gedanken, wenn ich den Altersunterschied von Paaren mitgeliefert bekomme. Ich frage mich, ob dahinter das Weltbild steckt, dass eine Frau unselbstständig zu sein hat und durch den Mann abgesichert werden muss, um als "echte Frau" zu gelten. Denn nur dann bleibt ein Altersunterschied ganz überwiegend ungenannt. Alle anderen Kostellationen werden als sozial auffällig dargestellt bzw. werden niedere Absichten unterstellt.

    Diese im tiefsten Grund Frauen und andere Menschen verachtenden Weltbilder sollte ein queeeres Medium wirklich nicht mehr unreflektiert wiederholen. Oder übersehe ich irgendeinen triftigen Grund, warum im Artikel hier wie bereits im März-Artikel auf den Altersunterschied referiert wird?

    Obwohl: Wenn ich mir die Kommentare zum ersten Bericht vom März über die beiden ansehe, könnte man fast meinen, queer.de bediene vorsätzlich den neidischen Pöbel und sein enges Weltbild, weil es Klicks generiert:
    www.queer.de/detail.php?article_id=28455&antwort_zeigen=
    ja&chronologisch=nein
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#4 Patroklos
#5 Der gute MichelAnonym
  • 26.07.2017, 22:16h
  • Antwort auf #3 von userer
  • Glückwunsch!

    Es ist vielleicht albern, aber ich bin immer wieder froh, wenn sich einer meiner Helden als homosexuell herausstellt. Bei Roland Emmerich, dessen Filme ich meistens sehr mag, wusste ich das vor kurzem noch nicht. Man braucht eben Helden...

    Was den Altersunterschied angeht: Die explizite Nennung des Alters kann auch dazu führen, dass solche Unterschiede zunehmend als alltäglich empfunden werden, weil man es so oft liest. Unkonventionelle Dinge werden konventionell, wenn sie uns oft begegnen.

    Für mich persönlich erweitert das meine Freiheiten. Quasi nach dem Motto: "Wenn *der* das darf, dann darf ich das auch".
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#6 Homonklin44Profil
  • 27.07.2017, 03:43hTauroa Point
  • Meinen herzlichen Glückwunsch den beiden Frischvermählten!

    Ich hoffe, es wird noch viele coole Fiilme geben, gerne auch anspruchsvolle Projekte, weil Roland Emmerich die Themen gut umsetzt. Egal, was mancher Neider und einige griesgrämige Kritiker so alles raushauen mögen.

    Würde "Bermuda" mal bekannt, sollte er's verfilmen. Bin aber gespannt auf seine weitere Filmografie in jedem Fall.

    Und wenn die Feier üppig war? So what, er hat's sich verdient und erarbeitet!
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#7 puschelchenProfil
  • 27.07.2017, 13:06hirgendwo in nrw
  • Freut mich für die beiden. :-)

    p.s. Ich wünschte mir, dass er mal wieder einen Abstecher ins Horror-Genre machte. Die Tage lief "Joey", und diese dämliche Bauchrednerpuppe hat mir - wie mit etwa zehn Jahren eine shice Angst eingejagt...
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#8 Ferdinand de SAnonym
  • 27.07.2017, 13:55h
  • Antwort auf #5 von Der gute Michel
  • Sehe ich anders.
    Eine explizite Nennung erfolgt grundsätzlich nur bei Dingen, die als "nicht selbstverständlich" kategorisiert werden. Stell dir mal folgende Aussagen vor (wahllos irgendwelche Leute ohne Hintergedanken):

    "Die Frau Helene Fischer ..."

    "Der Mann Frank-Walter Steinmeier ..."

    "Prince William hat die 5 Monate jüngere Kate Middleton geheiratet."

    "Der heterosexuelle Georg G."

    Das funktioniert sprachlich nicht, weil die explizite Nennung Irregularität impliziert.
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#9 BlasimusProfil