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LGBTI-Aktivisten fordern getrennte Unterkunft

München: Schwuler Flüchtling verprügelt

Am Montag wurde ein schwuler Geflüchteter in der bayerischen Landeshauptstadt verprügelt. Die Täter kommen wohl aus der Gemeinschaftsunterkunft.


LGBTI-Aktivisten rufen die Behörden auf, sich besser um wegen ihrer Homo- oder Transsexualität geflüchtete Menschen zu kümmern (Bild: flickr / Johnathan Nightingale / by 2.0)

Am Montag ist nach Angaben des schwulen Zentrums Sub aus München ein homosexueller Geflüchteter in der Nähe seiner Gemeinschaftsunterkunft wegen seiner sexuellen Orientierung von drei Männern auf Arabisch beschimpft und anschließend verprügelt worden. "Verbale und anonyme Angriffe ihm gegenüber gab es in der Gemeinschaftsunterkunft schon vorher, so dass sowohl die betreuenden Ayslsozialarbeiter wie auch der Überfallene davon ausgehen, dass die Angreifer aus eben dieser stammen", erklärte das Zentrum am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Der betroffene Mann habe sich bereits im letzten November hilfesuchend an das Sub gewandt. Er habe große Angst gehabt, in seiner Unterkunft als schwuler Mann entdeckt zu werden." Bedrohungen und Übergriffe gehörten für LGBTI-Geflüchtete zum Alltag, wenn sie in ihren Gemeinschaftsunterkünften geoutet werden, so das Sub weiter. In der Regel lebten diese Menschen, die eigentlich ihr Heimatland wegen derartiger homophober Übergriffe verlassen hatten, in großer Angst.

Münchner Übergriff ist kein Einzelfall

Bereits seit Jahren fordern LGBTI-Aktivisten in ganz Deutschland, dass viele schwule, lesbische oder transsexuelle Flüchtlinge besser geschützt werden müssten. Erst vor zwei Wochen berichtete die Gruppe "Queer Refugees for Pride", dass ein schwules Paar aus Serbien in einer Flüchtlingsunterkunft brutal attackiert worden war, und veröffentlichte dazu das Bild eines der verletzten Männer (queer.de berichtete).

Die Münchener Gruppe "Rainbow Refugees" fordert seit Herbst 2016 eine getrennte Unterkunft für LGBTI-Geflüchtete, wie es sie in Bayern bereits in Nürnberg gibt (queer.de berichtete). Zwar hatte der Münchner Stadtrat bereits im Januar die Einrichtung von Schutzräumen beschlossen (queer.de berichtete). Allerdings habe sich seit dieser Entscheidung vor sieben Monaten nichts getan und die Rainbow Refugees würden "immer nur vertröstet", beschwerte sich die Gruppe.

Die Aktivisten fordern daher von der Stadt, kurzfristig eine "geschützte Unterkunft nur für nachweislich psychisch belastete LSBTI-Geflüchtete" zur Verfügung zu stellen und mittelfristig eine "separate Erstaufnahmeeinrichtung" für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten einzurichten. (cw)



#1 TimonAnonym
  • 27.07.2017, 14:34h
  • Die Lösung kann und darf nicht sein, jedesmal die Opfer in ein Homo-Ghetto zu entfernen, während die Täter jedesmal ungeschoren davonkommen.

    So signalisiert man den Opfern, dass sie sich auch hier weiterhin verstecken müssen. Und den Tätern signalisiert man, dass sie im Recht sind und dass LGBT entfernt werden müssen.

    Wer wirklich vor Hunger oder Gewalt flieht, prügelt hier nicht gleich wieder los. Solchen Menschen helfen wir gerne. Wer aber unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht akzeptieren kann und selbst vor Gewalt nicht zurückschreckt, beweist damit, dass er hierzulande nicht leben kann.

    Solche Leute sollten konsequent ausgewiesen werden. Zum Schutz aller Bürger, aber gerade auch zum Schutz der friedlichen, integrationswilligen Migranten.
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#2 saubearProfil
  • 27.07.2017, 15:03hNiederbayern
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Der Ansatz, die Opfer zu entfernen ist grundfalsch!
    Die Täter müssen ermittelt werden und bis zur Abschiebung in Sicherugsverwahrung genommen werden.
    Wer Schutz vor Gewalt bei und sucht und selbst Gerwalt gegen ander ausübt, hat bei uns nichts zu suchen.
    Dies gilt allgemein für alle Motivationen:
    Sexuelle Orientierung,
    Religiöses Bekenntnis
    Geschlecht
    Politische Überzeugung
    Behinderung
    um nur einige zu nennen.
    Nur so bleibt der rechtsfrieden in unserem Land bewahrt!
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#3 Ingo LAnonym
  • 27.07.2017, 15:25h
  • Es gibt neben integrationsbereiten Migranten leider auch fanatisierte Migranten, für die Homo- und Transsexuelle, aber z.B. auch Juden und irgendwann alle "Ungläubigen" (also Nicht-Moslems) den Tod verdient haben. Die meinen, hier notfalls mit Gewalt "Allahs Wille" umsetzen zu müssen.

    Die lehnen Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit und Grundrechte ab und wollen einen Gottesstaat errichten, wo nur die Scharia gilt.

    Es ist weder rechts, noch rassistisch, noch unsolidarisch oder sonst irgendwas, wenn man solche Subjekte schnellstmöglich abschiebt und ihnen die Wieder-Einreise nach Europa verbietet. Sondern es ist die Pflicht jedes Demokraten und jedes Staates, der seine Bürger vor solchen Gefahren schützen muss.

    Natürlich gibt es auch Inländer, die genauso drauf sind und die man leider nicht abschieben kann, aber das heißt ja nicht, dass man das Problem noch größer machen sollte.
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#4 PinoAnonym
  • 27.07.2017, 15:55h
  • Antwort auf #3 von Ingo L
  • Ja, mir fällt da z.B. (schon lange vor den aktuellen Flüchtlingswellen) der islamistische Hassprediger türkischer Herkunft Metin Kaplan ein, der in den 1990ern und noch bis zu seiner Abschiebung 2004 in Köln lebte und sich selbst als "Kalif von Köln" titulierte.

    Dieser scheinheilige Hetzer hat zwar alle Annehmlichkeiten in Anspruch genommen: Sozialhilfe, Wohngeld, Kindergeld, etc. Aber ansonsten hat der Demokratie, Deutschland und alle Deutschen abgelehnt und gehasst. Er hat öffentlich zur Zerstörung Deutschlands und des gesamten Westens aufgerufen, wollte alle Ungläubigen vernichten und hat selbst vor öffentlichen Mordaufrufen nicht zurückgeschreckt.

    Es hat Jahre gedauert, bis der Staat endlich aktiv wurde und dann nochmal Jahre, ehe er endlich abgeschoben wurde.

    Wieso geschieht das nicht mit allen Migranten, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zerstören wollen, und die hier schwerste Gewalt verüben und Angst und Schrecken verbreiten?

    Die braucht keiner und die will auch keiner!! Und sie schaden der MEHRHEIT der Migranten, die nicht so sind.
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#5 daVinci6667
  • 27.07.2017, 16:12h
  • LGBTI-Flüchtlinge sollten VON ANFANG AN in einer gesicherten und geschützten Unterkunft untereinander zusammen untergebracht werden. Sie sind oft traumatisiert und besonders schutzbedürftig. Hier sollte man wirklich grosszügig mit Asyl sein. Ein Leben für unsereiner als offen lebender Schwuler ist in praktisch allen muslimischen Ländern schlichtweg UNMÖGLICH.

    Wenn hingegen LGBTI bereits in gewöhnlichen Flüchtlingsunterkünften untergebracht wurden und diese anschliessend gemobbt, tyrannisiert und geschlagen werden, gehören die Täter rigoros bestraft und aus diesen Unterkünften entfernt. Die Opfer sollen bleiben dürfen. (wenn sie dies wollen)

    So wie das jetzt läuft, ist das Signal fatal! (Kommt schlagen wir ein paar Schwule dann sind wir die los!)

    Wer aus Homophobie als Flüchtling solche Hassverbrechen begeht, muss konsequent ausgeschafft werden. Da kenne ich kein Pardon. Echte Flüchtlinge kommen nicht hierher um Schwule zu klatschen. Dieses konsequente Handeln würde sich schnell rumsprechen und solchen Gewalttaten gegen uns am Allerbesten vorbeugen.
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#6 NaweilAnonym
  • 27.07.2017, 16:22h
  • Antwort auf #4 von Pino
  • "Wieso geschieht das nicht mit allen Migranten, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zerstören wollen, und die hier schwerste Gewalt verüben und Angst und Schrecken verbreiten?"

    Weil die deutsche Industrie diese als potentielle Niedriglöhner ebenso braucht wie als Ablenkung davon, dass ein großer Teil der Kinder in diesem Land inzwischen in Armut aufwächst. Wer vor nem Asylbewerberheim demonstriert, demonstriert nicht vor Banken.
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#7 SebiAnonym
  • 27.07.2017, 17:43h
  • --------------------
    Münchner Übergriff ist kein Einzelfall

    Bereits seit Jahren [...]
    ---------------------

    Was muss denn noch alles passieren, ehe die Verantwortlichen mal was unternehmen?

    Die Opfer fliehen vor homo- und transphober Verfolgung und Gewalt in der Hoffnung, hier ein freies, sicheres, angstfreies Leben führen zu können und dann geht es hier genauso weiter...

    Wer meint, seinen eigenen Fanatismus mit Gewalt durchzusetzen und Menschen angreift, die ihm nicht passen, hat damit eindeutig bewiesen, dass er hier nicht leben kann. Punkt.

    Und das sollte dann auch Konsequenzen haben (Ausweisung), wenn man den sozialen Frieden, die Demokratie und die Aufnahme weiterer Flüchtlinge nicht gefährden will.

    Wenn man den Tätern nur sagt, das sollen sie nicht tun, ihnen aber gleichzeitig signalisiert, dass ihre Gewalt für sie keinerlei Konsequenzen hat und sie im Gegenteil sogar noch ihren Willen kriegen, indem die GLBTI entfernt werden, dann werden die sich niemals ändern, sondern sogar noch radikaler werden. Wenn man aber ein paar mal bei solchen Fällen hart durchgreift, spricht sich das schnell rum und dann wird auch die homo- und transphobe Gewalt schnell aufhören.
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#8 swimniAnonym
  • 27.07.2017, 18:05h
  • hier wird deutlich: man muss die täter bestrafen. aber sie werden geschont. warum weil es man verständnis für ihre kultur haben muss?
    welches sind die gründe?
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#9 SebiAnonym
  • 27.07.2017, 20:10h
  • Antwort auf #8 von swimni
  • Ja, das ist ein völlig falsches Verständnis von "Multikulti".

    Eigentlich geht es darum, andere Kulturen, Sprachen, Speisen, etc. als Bereicherung anzusehen, aber nicht darum, sich von Extremisten auf der Nase rumtanzen zu lassen.

    Die lachen sich doch kaputt über die "Strafen"...

    Das ist völlig falsche Toleranz von Sozialromantikern, die meinen, dass für Migranten Sonderregeln gelten und dass selbst berechtigte Kritik sofort rechts sei...
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#10 kulturellAnonym
  • 27.07.2017, 21:43h
  • Antwort auf #9 von Sebi
  • die soziale, regionale usw. herkunft von tätern wird in deutschland generell bei der strafverfolgung berücksichtigt und das finde ich auch richtig.

    bei der ersten wiederholungstat muss jedoch schluss sein, insbesondere, wenn ein täter aufgrund seiner herkunft ein verbot nur versteht und akzeptiert, wenn es mit (drastischen) strafen bewehrt ist.

    also: beim ersten schwulenklatschen gibt's eine strafe, beim zweiten schwulenklatschen geht's zurück nach hause in den krieg. wenn der täter dann dort umkommt: seine entscheidung, er wusste, was auf dem spiel stand, schließlich hat er in deutschland auch leben zerstört oder zerstören wollen.

    ich denke, dass sich so ein vorgehen auch in den betreffenden kreisen schnell rumspricht und für den respekt sorgt, den unsere gesetze verdienen und den wir als schwule verdienen.

    wenn wir unsere vorstellungen von gesellschaft nicht durchsetzen, werden wir von den tätern für schwach gehalten. auch so rum geht kulturelles verständnis: wer eine drakonische strafandrohung braucht, soll sie von uns bekommen.
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