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Liberale Muslime

Berlin: Schwuler Imam lädt zum Freitagsgebet

In der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee wird der Franzose Ludovic-Mohamed Zahed heute über Homosexualität und Islam predigen.


Der schwule Imam Ludovic-Mohamed Zahed gründete 2012 eine liberale Moschee in Paris (Bild: Sveriges Radio)

Der französische schwule Imam Ludovic-Mohamed Zahed wird heute das Freitagsgebet der Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee leiten. Dies kündigte das Anti-Gewalt-Projekt Maneo am Donnerstag an. In seiner Predigt um 13 Uhr werde es um das Thema Homosexualität und Islam gehen.

Der islamische Theologe bezeichnet sich selbst als "französischer Muslim, der schwul und feministisch ist". Er wolle nicht mehr, "dass die Leute in meinem Land denken, dass dies eine unmögliche Kombination ist und dass diese verschiedenen Aspekte meiner Identität unvereinbar sind".

Internationaler Einsatz für einen liberalen Islam

Vor fünf Jahren eröffnete Zahed in Paris die weltweit erste Moschee, in der Lesben und Schwule – wie in der Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee – ausdrücklich willkommen sind. Der 39-jährige Franzose mit algerischen Wurzeln, der mit einem Mann verheiratet ist, hält weltweit Vorträge über seine liberale Auslegung des Islam und sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Im Jahr 2014 traute er etwa beim Stockholm Pride mehrere homosexuelle Paare (queer.de berichtete).

Die Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee war Mitte Juni in den Räumen der evangelischen St. Johanniskirche (Alt-Moabit 24) im Stadtteil Tiergarten eröffnet worden (queer.de berichtete). Die Initiative war von der prominenten Berliner Rechtsanwätin Seyran Ateş ausgegangen. Sie hatte betont, dass es in Berlin endlich ein Gotteshaus für "moderne, liberale Muslime" geben müsste, in der Männer und Frauen anders als in traditionellen Moscheen gemeinsam beten und auch sexuelle und geschlechtliche Minderheiten willkommen seien.

Während der LSVD-Landesverband gemeinsame Veranstaltungen mit der Moschee ankündigte, erhielt Seyran Ateş von fundamentalistischen Muslimen zahlreiche Morddrohungen. Sie steht seitdem unter Personenschutz. (cw)



#1 schwarzerkater
  • 28.07.2017, 07:57h
  • "... erhielt Seyran Ates von fundamentalistischen Muslimen zahlreiche Morddrohungen. Sie steht seitdem unter Personenschutz."
    verabscheuungswürdig diese hirnverbrannten fundamentalisten
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#2 OrthogonalfrontAnonym
  • 28.07.2017, 09:40h
  • Ganz ehrlich, mir tun diese Leute leid. Sie wollen so sehr unbedingt Teil von etwas sein, dass sie hasst. Ich denke ja, dass es immer noch der beste Weg ist, Hass-Religionen komplett den Rücken zu kehren. Religionen leben nur durch Menschen die sie leben. Stell dir vor es ist Gebet und keiner geht hin.
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#3 wiking77
  • 28.07.2017, 11:13h
  • Antwort auf #1 von schwarzerkater
  • ja, fundamentalistisch, aber Mainstream(!) also die überwiegende Mehrheit, die heutzutage absolut meinungsführend sind.

    Dieser sog. liberale Islam oder Euro-Islam, ist ein ausgesprochen seltenes Orchideengewächs.
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#4 SanottheProfil
  • 28.07.2017, 14:10hRhüffel-Ostend
  • Sehr lesenswerter Artikel:

    "Why Germany's New Muslims Go to Mosque Less

    Far from trying to Islamicize the country, some Syrian refugees find its version of Islam too conservative for their taste."

    theatln.tc/2h8gKab
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#5 seb1983
  • 28.07.2017, 15:28h
  • Antwort auf #4 von Sanotthe
  • Das ist doch nun nichts neues. Es gab schon mehrere Berichte dass sich Flüchtlinge gewundert haben wie konservativ und hasserfüllt es in deutschen Moscheen zugeht.

    Bezeichnend dass der Versuch einer liberaleren Moschee unter dem Schutz von Polizei und evangelischer Kirche stattfinden muss.
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#6 SanottheProfil
  • 28.07.2017, 16:33hRhüffel-Ostend
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Verzeih, dass ich Dein Bedürfnis nach ausschließlich Nigelnagelneuem in diesem Fall nicht befriedigt habe.

    Ich werde mich bemühen, künftig nur noch Dinge zu posten, von denen bisher noch niemand etwas wusste.
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#7 AlexAnonym
  • 28.07.2017, 18:03h
  • Es braucht solche Leute, die eine Alternative zum Mittelalter anbieten. Man muss die Leute eben da abholen, wo sie sind.
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#8 Homonklin44Profil
  • 29.07.2017, 05:37hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von Orthogonalfront
  • Sehe ich ebenso. Ist dasselbe wie beim Christentum, und trotzdem rennen beiden Religionen auch noch zig Lesben und Schwule hinterher. Es ist die Sehnsucht nach Anerkennung von einer Seite, von der man beständig geächtet und gegeißelt wird. Bestimmte Charaktere scheinen so etwas zu brauchen, gardarin aufzugehen. Religion ist die "Sucht" und Kirche, Moschee, Gebet und Glaubensgemeinde der Stoff.

    Daher, wer meint es unbedingt zu brauchen, soll's doch machen. Wie Rauchen und Saufen auch. Solange das Missionieren unterbleibt.
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#9 wiking77
  • 29.07.2017, 11:47h
  • Antwort auf #8 von Homonklin44
  • ja aber hier geht es nicht um das Christentum, das im im Mainstream eh liberal ist; sondern um den Islam und sein schwuler Imam, der eine absolte Orchidee in seinem Fach ist. Mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen.
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#10 OrthogonalfrontAnonym
  • 30.07.2017, 12:37h
  • Antwort auf #9 von wiking77
  • Da hast du recht. Es ist Unsinn immer das weitgehend liberale Christentum mit zu nennen aus Angst man könnte sonst als "Islamophob" rüberkommen. Probleme müssen direkt benannt werden und Relativierungsversuche trage NICHTS zur Problemlösung bei. Ganz im Gegenteil!
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