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Ratgeber Finanzierung

Das neue Auto finanzieren – aber wie?

Die Finanzierungsform – ob Kredit oder Leasing, ob über die Bank oder den Händler – sollte auf die jeweilige finanzielle und berufliche Situation des Käufers abgestimmt sein.


Nicht jeder hat unbedingt gleich das nötige Kleingeld in der Tasche, wenn es zum Autohändler des Vertrauens geht und der Traumwagen lockt (Bild: pixabay / andreas160578 / CC0 1.0)
  • 29. Juli 2017, 17:05h, noch kein Kommentar

So vielfältig wie sich Wünsche und Träume sowie finanzielle Gegebenheiten innerhalb einer Käuferschicht darstellen, so verschiedenartig können gerade in heutiger Zeit auch die Wege sein, sein Wunschauto zu finanzieren.

Vor dem Hintergrund ist nur dann eine Finanzierungsform die "beste", wenn sie auf die jeweilige finanzielle und berufliche Situation des Käufers abgestimmt ist. Absolut gesehen gibt es eben auch nicht den besten Autokredit, sondern nur die am ehesten geeignete Finanzierungslösung, die den Vorstellungen und Gegebenheiten des Kreditnehmers nahekommt und auf seine Bedürfnisse hin maßgeschneidert ist.

So ist die Frage, ob ein Käufer nach einer Finanzierung das Objekt der Begierde sein Eigen nennen möchte oder nicht, von zentraler Bedeutung – etwa wenn es zur Abwägung zwischen einer Kreditform und einer Leasing-Finanzierung geht.

Die heutige Kreditwirtschaft trägt den verschiedensten Konsumentenwünschen neben dem klassischen Ratenkredit mit einer Vielzahl an Kredit-Optionen in hohem Maße Rechnung, ob Eilkredit, Kredit ohne Schufa, Kredit für Selbstständige und noch einige mehr.

Dabei hat sich gerade auf dem Autosektor mit eigens gezimmerten Auto-Krediten viel getan, die sich mittlerweile als Alternative zu Händlerfinanzierung am Markt durchgesetzt haben. Nicht zuletzt, weil sich dann als Barzahler Preisnachlässe von teilweise bis zu 20 Prozent aushandeln lassen, wie zum Beispiel auf blitz-kredite.com nachzulesen ist. Doch welche Optionen bietet der Finanzmarkt noch?

Glaubensfrage Kredit oder Leasing?

Auf die Frage, welches Kaufkriterium potentiellen Autokäufern als besonders wichtig erscheint, führen statistisch gesehen zwei von drei Interessenten Art und Umfang des jeweiligen Finanzierungsangebots des Autohändlers oder Autobauers ins Feld. Denn nur 36 Prozent aller Neuwagen- und Gebrauchtwagen-Käufer konnten den passenden Betrag im letzten Jahr bar auf den Tisch legen, 42 Prozent aller Käufer eines neuen Fahrzeugs entschieden sich für einen Kredit. Und bei Gebrauchtwagen war es rund jeder Dritte.

Die Statistik zeigt auch, dass dabei jeder zehnte Neuwagenkäufer 2015 ein Leasing-Angebot seines Händlers oder seiner Hausbank in Anspruch nahm, durchschnittlich jede vierte Finanzierung läuft demnach über Leasing.

Wer nicht unbedingt Wert darauf legt, das Fahrzeug nach einer Finanzierungsspanne weiter fahren zu wollen und im Besitz zu halten, kann sich für Leasing entscheiden. Somit sind die monatlichen Finanzierungsraten bei Leasing-Modellen eher als Miet-Beträge anzusehen, die ausschließlich zur Nutzung berechtigen. Nur mit dem Unterschied, dass beim Leasing die Pflichten, die sonst der Vermieter hat, an den Leasingnehmer übertragen werden. Somit obliegen Aufgaben wie die Wartung und Pflege sowie Ausgaben für Versicherungen dem Kunden und nicht dem Leasinggeber.

Dagegen stehen bei den verschiedenen Autokredit-Modellen stets der Erwerb des Objekts im Mittelpunkt, das nach der letzten Kreditrate automatisch in den Besitz des Kreditnehmers übergeht. Leasing-Finanzierung wird vielfach auch als ein Hybrid von Kredit und klassischer Miete betrachtet, kann doch nach Ablauf der bei Vertragsunterzeichnung vereinbarten Laufzeit, optional auch der noch ausstehende Restwert beglichen werden, um das Fahrzeug zu erwerben.

Bei der Kaufoption gilt es jedoch sich penibel an die Vorgaben des Leasinggebers hinsichtlich der Nutzung zu halten, um nicht im Nachhinein bei Ablauf eine böse Überraschung zu erleben. Besonders bei Überschreitung der vereinbarten Kilometerleistung und abweichenden Stellmöglichkeiten und -plätze für das Fahrzeug entgegen ursprünglicher Vereinbarung kennen Leasinghäuser keinen Spaß und lassen sich Überschreitungen und Abweichungen mit Preisaufschlägen mitunter teuer bezahlen.

Nur wenn die Vorgaben in der Nutzungsphase strikt eingehalten werden, können Leasing-Finanzierungsformen im Verhältnis zu Krediten attraktiv sein, wenn der Betreffende bereit ist, auch die Kosten für Versicherung, Wartung und Reparaturen selbst zu tragen.

Wer bietet bessere Konditionen: Die Bank oder der Händler?

Ist dagegen ein Kauf oder Erwerb erwünscht, und stehen keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Barzahlung bereit, bleiben Kredite als letzte Option. Sie machen es Käufern prinzipiell durch regemäßige monatliche Finanzierungsraten leicht, das Fahrzeug schrittweise und gleichmäßig auf eine bestimmte Zeitspanne verteilt käuflich zu erwerben.

Dabei lockendie Hausbanken der Hersteller oftmals mit besonders attraktiven Zinsen, die gegenüber einem Vermittler oder einem neutralen Kreditinstitut meist günstiger ausfallen.

Zudem bietet eine Händlerfinanzierung den unschätzbaren Vorteil, angefangen von Beratung über Angebotserstellung bis hin zu Vertragsabschluss quasi alles aus einer Hand zu erhalten und sich auf einen Ansprechpartner konzentrieren zu können.

Für eine Drittbank-Finanzierung spricht eine generell bessere Verhandlungsposition, die dem Auftritt als Barzahlermit dem geliehenen Geld beim Händler geschuldet ist. Den Gesamtbetrag in einer Einmalsumme direkt cash auf den Tisch zu legen belohnen nicht wenige Autohäuser mit Extra-Rabatten und Sonder-Preisnachlässen – und das besonders bei Fahrzeugen in höheren Preisklassen.

Alternativ steigen auch die Preisverhandlungs-Spielräume, wenn sich Händler trotzdem erst einmal zugeknöpft verhalten sollten. So lässt sich unter Umständen mit etwas Verhandlungsgeschick das eine oder andere Extra oder Sonderzubehör gratis mitaushandeln.

Insbesondere auch dann, wenn gleich mit mehreren Autohäusern und Drittanbietern verhandelt wird und die Konditionen – in der Regel vor allem der effektive Zinssatz – nicht nur vergleichen, sondern auch gegeneinander ausgespielt werden. Sie ist die einzig objektive Vergleichsgröße unter den diversen Angeboten, zumal die tatsächlichen Gesamtkosten von vielen Händlern durch vermeintlich günstige Nominalzinssätze verschleiert werden. In ihnen sind jedoch nicht alle Kreditgebühren, Verwaltungskosten etc. abgebildet.

Zusammenfassend muss sorgsam im Hinblick auf die eigenen, individuellen Präferenzen zwischen den jeweiligen Vor- und Nachteilen der beiden Alternativen abgewogen werden. Für einen Autokredit per Drittbank spricht eine freie, zweckungebundene Verfügbarkeit der freiwerdenden Mittel, für die Autobank in der Regel günstigere Zinsen und Kredit-Abwicklung aus einer Hand.

Welche Finanzierungsart ist die richtige?

Ist die Wahl hinsichtlich der Frage ob Kredit oder Leasing, Autohaus- oder Drittbankfinanzierung, getroffen, stehen grundsätzlich neben der klassischen Ratenfinanzierung beim Autokredit noch zwei Optionen, der Ballon- und Drei-Wege-Kredit zur Disposition.

Für die klassische Lösung spricht eine stets gleichbleibende, monatliche Belastung ohne Einmal-Abschlusszahlung, die Kontinuität und Planungssicherheit verspricht. Dagegen wird beim sogenannten Ballonkredit nach einer Reihe verhältnismäßig niedriger Ratenzahlungen eine größere Abschlusssumme ("Ballon") am Ende der Laufzeit fällig.

Diese Form des Schlussratenkredits wird besonders häufig von Autohäusern angeboten, setzt aber das Vorhandensein einer höheren direkt zu begleichenden Abschlusssumme am Ende der Laufzeit voraus. Fehlt diese, muss erneut mit einem weiteren Bankkredit finanziert werden, was die Anschlussfinanzierung richtig teuer und die Ballon-Option insgesamt unattraktiv macht.

Zudem müssen von Anfang an Zinsen auf die die hohe Abschlussrate gezahlt werden, was meist teurer wird, als den Kredit von vornherein mit höheren Summen zu tilgen.

Beim sogenannten Drei-Wege-Kredit entfällt eine Anzahlung, die Ballon-Abschlussrate muss hier über den Kredit vorfinanziert werden. Nach Vertragsende kann das Fahrzeug mit Zahlung der fest vereinbarten Schlussrate ganz in den eigenen Besitz übergehen oder an den Händler zurückgegeben werden. Optional kann die Abschlusssumme aber auch mit einem weiteren Ratenkredit finanziert und die Gesamtsumme in Teilraten monatlich abgezahlt werden. (rk)