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Vorbildlicher Sonderservice

Standesamt Hannover traut bereits am 1. Oktober zwei homosexuelle Paare

Mit den beiden Eheschließungen am Sonntag soll die "Bedeutung der neuen gesetzlichen Regelung hervorgehoben werden" – am Montag gibt es 28 Extra-Termine nur für Lesben und Schwule.


Trauzimmer im Alten Rathaus von Hannover (Bild: Landeshauptstadt Hannover)

In Hannover werden bereits am Tag des Inkrafttretens des "Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts" zwei homosexuelle Paare getraut – obwohl es sich beim 1. Oktober um einen Sonntag handelt. Dies teilte die Stadtverwaltung am Freitag, dem Tag der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt, mit.

Hintergrund des Sonderservices: Am 1. August 2001 wurden in Hannover die bundesweit ersten eingetragenen Lebenspartnerschaften begründet, und zwar sowohl von einem schwulen als auch von einem lesbischen Paar. Beide Paare werden nun am 1. Oktober um 15 Uhr im Standesamt Hannover getraut. Dabei handelt es sich um eine gesonderte Absprache zwischen den betreffenden Paaren und dem Standesamt.

"Viele gleichgeschlechtliche Paare haben lange darauf warten müssen"

"Mit diesen beiden Trauungen am Sonntag und somit dem ersten möglichen Tag soll die Besonderheit und die Bedeutung der neuen gesetzlichen Regelung hervorgehoben werden", heißt es dazu in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung. "Viele gleichgeschlechtliche Paare haben lange darauf warten müssen, in Deutschland die Ehe schließen zu können", erklärte Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (SPD). "Heute freuen wir uns mit diesen Paaren und bringen diese Freude auch dadurch zum Ausdruck, dass wir die ersten beiden Trauungen direkt am Tag des Inkrafttretens des neuen Gesetzes ermöglichen."


Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (Bild: Stadt Hannover / twitter)

Am 2. Oktober bietet das Standesamt Hannover darüber hinaus insgesamt 28 außerplanmäßige Termine für die Umwandlung von Lebenspartnerschaften beziehungsweise für die erstmalige Begründung von gleichgeschlechtlichen Ehen an – obwohl montags normalerweise keine Trauungen stattfinden. Hierfür stehen die Trauzimmer im Alten Rathaus bereit. Interessierte Paare können sich ab sofort an das Standesamt wenden (Tel. 0511/168-43126, Email: ehe.standesamt@hannover-stadt.de), wo sie die notwendigen Informationen erhalten können.

In Hannover waren am 31. Dezember 2016 insgesamt 1.671 Menschen gemeldet, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 29.07.2017, 12:37h
  • Toll, wie vorbildlich Hannover vorgeht und sogar den ersten Sonntag anbietet.

    Und dann auch noch die vollkommen richtige Begründung, dass Schwule und Lesben lange genug warten mussten...
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#2 Keine ProblemeAnonym
  • 29.07.2017, 12:56h
  • Daran sieht man auch, dass der Bundesinnenminister Thomas de Maiziere wieder mal gelogen hat:
    es gibt überhaupt keine Probleme bei der Umsetzung.

    Wieso auch: dieselbe Ehe, die eh schon Heteros schließen wird jetzt eben auch für gleichgeschlechtliche Paare möglich sein.

    Jeder, der von angeblichen Problemen fabuliert, will die nur herbeireden, weil er gegen die Eheöffnung ist, aber dafür gibt es keine faktischen Gründe.
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#3 GeorgFalkenhagenProfil
  • 29.07.2017, 13:44hBremen
  • Als Urbremer nehmen wir das natürlich zum Anlass, auch in Bremen (Unterweser) schon am Sonntag heiraten zu können zu fordern.

    Und zwar gebührenfrei, weil es ist ja nur eine "Umwandlung" als Schreibtischlösung für unsere bei der "Aktion Standesamt" am 19.8.1992 im Rathaus Schöneberg zu Berlin erhobene Forderung, den Menschen heiraten zu können, den man/frau liebt (Menschenrecht!), darstellt.

    25 Jahre Verspätung! Deutschland besser Dich und zwar ziemlich zügig ...
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#4 Der gute MichelAnonym
  • 29.07.2017, 15:03h
  • Komisch, obwohl mich die Ehe nicht persönlich betrifft, kann ich nicht genug darüber lesen. Wunderbar, wie sich das alles gestaltet.
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#5 VattenfallAnonym
  • 29.07.2017, 17:08h
  • Wirklich nettes Trauzimmer.

    Meine Hochzeit liegt schon ein paar Jährchen zurück. Ich weiß nicht, wie ich das alles geschafft hätte - Ausbildung, Studium, beruflicher Aufstieg - wenn mir meine Frau nicht im Hintergrund hilfreich zur Seite gestanden hätte.

    Früh heiraten lohnt sich, meine Herren! Immer schön was zu Essen, wenn man vom Job nach Hause kommt, aufgeräumte Wohnung, Wäsche ist gemacht.

    Da hat man viel Zeit für anderes und kann sich sinnvolleren Dingen zuwenden.

    Mein Glückwunsch nochmal, daß Homos jetzt auch in den Hafen der Ehe einlaufen dürfen. Es wurde ja auch langsam Zeit!
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#6 OutAndProud
  • 29.07.2017, 17:54h
  • Antwort auf #5 von Vattenfall
  • ""Früh heiraten lohnt sich, meine Herren! Immer schön was zu Essen, wenn man vom Job nach Hause kommt, aufgeräumte Wohnung, Wäsche ist gemacht. ""

    Es wird wirklich Zeit das wir heiraten dürfen. Da kommt mal frischer Wind in den konservativen hetero Ehe Mief.

    Darf deine Frau neben kochen und putzen ins Internet oder muss sie dich erst um Erlaubnis fragen?

    Liest die dann auch deine Kommentare und wenn ja ist die auch so begeistert das du ihre Hausarbeit als eine nicht sinnvolle Arbeit ansiehst, damit du dich ""sinnvolleren Dingen zuwenden. "" kannst?

    Und noch was: "Homos" dürfen wenn überhaupt nur wir uns untereinander "schimpfen".
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#7 GeorgFalkenhagenProfil
  • 29.07.2017, 19:32hBremen
  • Ich bin meine eigene Frau, sagte schon sehr treffend Charlotte von Mahlsdorf zu sowat.

    Nee, nee, nee. Wir sind schon wat Besonderet. Zwei Personenstände auf einen Streich, dit können die "Normalen" ebent nich.

    Neidisch werden die (und auch manche "Schwester"), wenn man erzählt, dass unsere Liebe schon über 25 Jahre hält. Echt.

    Wir freuen jedenfalls schon mal auf den Oktober. Ob es der erste oder der zweite wird, ist hingegen nicht belanglos ...

    Lasst uns die Bundesländer bei der Inkraftsetzung dieses unseres Menschenrechts auf Ehe testen!

    Weil, vorher ist ja noch Bundestagswahl (24.9.) und - oh Wunder - CSD in Bremen (26.8.).

    Ob man hier schon vielleicht am Sonntag. 1.10.2017, kann, versuchen wir gerade mit dem Magistrat zu klären.

    Unter besonderer Beröcksichtigung der sozialen Frage, ob jetzt etwa bereits registrierte Paare wie wir nochmal zur Kasse gebeten werden bei der Durchführung des Eigentlichen!

    Zeigt mal Profil, Kandidaten! Ihr wollt doch unsere Kreuzchen auf dem Stimmzettel schon am 24. September, Gaynossen!

    Wenn Sie das nicht schaffen, Herr Schulz und Ihre Leute, tun Sie uns leid. Denn dann werden noch mehr nach LINKS abbiegen. Und das wär dann auch gut so.

    Und zur sozialen Gerechtigkeit gehört zwingend die Erhöhung des so genannten Grundsicherungssatzes (Hartz IV) auf das Niveau der Pfändungsfreigrenze gemäß ZPO. Wir kriegen zusammen nur 1.311,00 + Miethilfe vom Jobcenter. Bis zur Pfändungsfreigrenze in Höhe von 1.570 für zwei erwachsene Schwule, die echt heiraten wollen, wäre da wohl noch ein bisschen Luft, finden Sie nicht, Frau Nahles?

    Ich rate der SPD dringendst, an der sozialen Schraube zu drehen. Schon aus Profilgründen. Vermögenssteuer mögen die Genossen nicht? Komisch, früher waren die anders.

    Nun denn, Schatz, die Chance wurde aufgezeigt. Wenn die nicht tun, was wir für richtig halten, kommse nich aus ihrem Umfragetief.

    Pech. Für die. Für uns: LINKS abbiegen. Und Blinken nicht vergessen!
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#8 HannoveranerAnonym
  • 29.07.2017, 20:18h
  • Unglaublich
    Das hätte ich von "meinem" sonst so verschnarchten Hannover erwartet.

    Ich hoffe, das war jetzt nur der Anfang und es kommt der große Durchbruch auch auf anderen Gebieten.

    Die Stadt könnte überhaupt DRINGEND etwas mehr gayszene gebrauchen, denn
    Von einer Szene kann man ja schon lange nicht mehr reden.

    Wer bisher konnte, ist abgehauen - nach Hamburg oder Berlin sind es keine 2 Stunden.
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#9 GeorgFalkenhagenProfil
  • 29.07.2017, 20:37hBremen
  • Antwort auf #8 von Hannoveraner
  • "Unglaublich
    Das hätte ich von "meinem" sonst so verschnarchten Hannover erwartet. "

    Na, da fehlt dann wohl ein NICHT, Wicht.

    Komm doch am 26. August (Sonnabend!) nach Bremen an der Unterweser zum CSD! Da können wir dann über Alles reden.

    Hochdeutsch!
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#10 SebiAnonym
  • 29.07.2017, 21:09h
  • Antwort auf #7 von GeorgFalkenhagen
  • Da der 1.10. ein Sonntag ist, kann ich schon verstehen, wenn nicht alle Standesämter so engagiert sind wie das in Hannover und bereits am Sonntag öffnen.

    Wenn es dann in den meisten Kommunen erst ab dem 2.10. möglich ist, finde ich das in Ordnung.

    Nur:
    wenn Standesämter versuchen, noch weiter zu verzögern, dann ist das natürlich nicht mehr in Ordnung. Das ist dann diskriminierend.
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