Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29376

Interview mit der "Rheinischen Post"

Ehe für alle: Kramp-Karrenbauer kartet nach

Die saarländische Ministerpräsidentin warnt davor, dass das "Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts" durch die Gleichstellung von Lesben und Schwulen "schleichend erodiert".


Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) macht im Saarland eine durchaus LGBTI-freundliche Politik – nur bei der Ehe für alle vergreift sie sich immer wieder im Ton (Bild: Photo Claude TRUONG-NGOC / wikipedia)

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sorgt sich nach der Entscheidung für die Ehe für alle um gesellschaftliche Auswirkungen. Die Welt werde "sicherlich nicht zusammenstürzen", sagte die CDU-Politikerin der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe). "Man muss aber im Blick behalten, dass das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts dadurch nicht schleichend erodiert", so Kramp-Karrenbauer.

Sie halte an ihrer ablehnenden Haltung zur rechtlichen Gleichstellung lesbischer und schwuler Paare fest, auch wenn sie verstehen könne, dass die Entscheidung im Bundestag frei gegeben worden war. "Ich sehe in meiner Partei, dass dazu jeder seine persönliche Meining hat, das respektiere ich."

Warnung vor Polygamie und Inzest

Kramp-Karrenbauer hatte bereits im Juli 2015 in einem Interview erklärt, dass sie die Ehe-Öffnung ablehne und dies u.a. damit begründet, dass ein solcher Schritt auch zur Anerkennung von Viel- oder Verwandten-Ehen führen könne (queer.de berichtete).

Trotz heftiger Kritik auch aus der eigenen Partei und Rücktrittsforderungen aus den Reihen des sozialdemokratischen Koalitionspartners hat sich die CDU-Politikerin bis heute nicht für diesen unsachlichen Vergleich entschuldigt. Stattdessen warf sie der LGBTI-Community eine schlechte Diskussionskultur vor. Von queer.de bekam die Ministerpräsidentin deshalb die "Homo-Gurke" verliehen (queer.de berichtete).

Im September 2015 stellte sich Kramp-Karrenbauer einer öffentlichen Diskussion mit dem LSVD, die jedoch keine Annäherung brachte (queer.de berichtete). (cw/ots)



#1 FundamentAnonym
  • 31.07.2017, 07:50h
  • Wenn Diskriminierung das Fundament der Gesellschaft sein soll, dann kann ich auf diese Gesellschaft gern verzichten. Gut, dass eine richtig breite Mehrheit das anders sehen.

    Wer ist jetzt eigentlich die "schrille Minderheit"?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MarcAnonym
  • 31.07.2017, 07:58h
  • Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Für Merkels saarländisches Sprachrohr bilden also Diskriminierung und Apartheid "das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts", das nun durch Abschaffung der Diskriminierung "erodiert".
    Das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts sind die im Grundgesetz verankerten Grundrechte, nicht die Benachteiligung aufgrund sexueller Identität, Frau Ministerpräsidentin!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MatsAnonym
  • 31.07.2017, 08:26h
  • Diese homophobe Madame kann einfach nicht ertragen, dass LGBTI nicht diskriminiert werden. Solche Menschen fühlen sich nur gut, wenn sie andere diskriminieren können.

    Aber was will man schon von jemandem erwarten, der Homosexualität und die Gleichstellung homosexueller Paare in die Nähe von Inzest stellt und sich bis heute weigert, sich dafür zu entschuldigen... Sie ist und bleibt halt eine überzeugte Homohasserin.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SebiAnonym
  • 31.07.2017, 08:27h
  • Sogar nach der Eheöffnung kann Frau Kramp-Karrenbauer das Hetzen nicht lassen und muss weiterhin zwanghaft Hass gegen GLBT schüren.

    Was für eine armselige Person... Wie sehr muss die wohl vom Hass zerfressen sein...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 RobinAnonym
  • 31.07.2017, 08:33h
  • Wer einen Teil der Bürger diskriminieren will und deren Gleichstellung ablehnt, gehört nicht in politische Verantwortung. Punkt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Markusbln11Anonym
  • 31.07.2017, 08:38h
  • Was ist eigentlich der gesellschaftliche Hintergrund von Kramp?

    Opus Dei, rechts-aussen Medien der katholischen Kirche? Was kann es sonst noch sein, was bei ihr zu dieser Verbitterung führt.

    Sie sollte sich mal intensiver mit den moralisch unhaltbaren Zuständen in Ihrer Kirche, der katholischen selbstverständlich, auseinandersetzen. Die katholische Kirche und ihre Sprachrohre erodieren die Gesellschaft moralisch.

    Die LGBT*-Community steht für Werte, die katholische Amtskirche eben nicht. Sie säht Hass unter den Menschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 MariposaAnonym
  • 31.07.2017, 08:46h
  • Antwort auf #5 von Robin
  • Die Rhetorik dieser Dame ist nicht mehr weit von den Scharfmachern a la Kelle und Co. entfernt...... Leider war im Saarland leider rot-rot unpopulär und sie bleibt an der Macht. Gruselig !!!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 stephan
  • 31.07.2017, 08:54h
  • Ich hatte ja schon nach den Einlassungen von 2015 arge Bedenken, was die intellektuellen Fähigkeiten dieser Frau angeht. Wenn sie nun der Welt noch einmal zeigen möchte, dass sie nicht 2 und 2 zusammenziehen kann, so sollten wir sie pausenlos zitieren, um die Menschen über diese 'Dame' zu 'enttäuschen':

    "Man muss aber im Blick behalten, dass das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts dadurch nicht schleichend erodiert"

    Ob sie wohl für diesen Schwachsinn eine 'Begründung' hat, der wenigsten ihr logisch erscheint?

    Worin soll denn das Erodieren des gesellschaftlichen Zusammenhalts bestehen?

    Es kann ja wohl nur Nazi-Denke sein, die z.B. eine Abwertung der Ehe darin erkennt, wenn andere Liebende ebenfalls heiraten können! ...

    Das Verbot von Ehen, zwischen Juden und 'Deutschen oder Personen artverwandten Blutes' hatten wir schon in Deutschlands Geschichte. Und derjenige, der das u.a. formuliert und kommentiert hat, war später engster Berater von Adenauer: Globke. Der Ungeist dieser Denke dümpelt in der Union wohl noch immer herum!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 GerritAnonym
  • 31.07.2017, 08:55h
  • Deutschland ist bei weitem nicht das erste Land, das die Ehe öffnet. Das haben schon über 20 Staaten vorher getan, die schon seit Jahren (bis zu 16 Jahren) die Ehe geöffnet haben und gleichgeschlechtlichen Paaren die Volladoption ermöglichen.

    Und all diese Horror-Szenarien, die Annegret Kramp-Karrenbauer heraufbeschwören will (von Inzest bis zu Zerfall der Gesellschaft), sind dort alle nicht eingetreten.

    Entweder ist Annegret Kramp-Karrenbauer zu dumm, sich mal zu informieren, bevor sie irgendwas äußert oder sie weiß das ganz genau, belügt die Menschen aber vorsätzlich.

    So oder so ist so jemand niicht für politische Ämter geeignet...

    Übrigens:
    wenn irgendwas das "Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts" "schleichend erodieren" lässt, dann ist es eher der Hass, den die CDU'/CSU verbreitet und die soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die deren Politik verursacht.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Pierre 90Anonym
  • 31.07.2017, 09:02h
  • Sollte sich Frau Kramp-Karrenbauer nicht besser über den hunderttausendfachen Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche aufregen und darüber, dass die bis heute zu immer nur so viel zugeben, wie sich nicht mehr verheimlichen lässt, aber ansonsten weiter vertuschen?!

    Stattdessen regt sich Frau Kramp-Karrenbauer über einvernehmliche Liebe zwischen Erwachsenen auf.

    Mit Moral, Anstand oder Vernunft hat das nicht viel zu tun.

    Übrigens: was könnte konservativer sein, als wenn zwei Menschen sich binden wollen und Verantwortung füreinander übernehmen wollen? Aber die Union verwechselt ja regelmäßig Konservatismus mit Rechtspopulismus und Frau Kramp-Karrenbauer ist immer wieder ein Beispiel dafür.
  • Antworten » | Direktlink »