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Phoenix/USA

Feuer in LGBTI-Jugendzentrum: Mutmaßlicher Brandstifter gefasst

Ein 26-jähriger Mann, der vor knapp drei Wochen offenbar ein LGBTI-Jugendzentrum im amerikanischen Phoenix angesteckt hatte, ist in Gewahrsam.


Das Feuer am 12. Mai richtete erheblichen Sachschaden an

Der mutmaßliche Täter beim Brandanschlag auf ein LGBTI-Jugendzentrum in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona) ist am Freitag nach Angaben der Behörden ohne Zwischenfall in seiner Wohnung festgenommen worden. Der 26-jährige Darren William B., der von den Behörden zuvor als psychisch labil beschrieben worden war, wartet nun in einem Bezirksgefängnis auf seine Anklage.

Der Feuer war bereits am 12. Juli in dem "one·n·ten Youth Center" ausgebrochen, das sich insbesondere um junge Obdachlose kümmert, die wegen ihrer Homo- oder Transsexualität von ihren Familien verstoßen wurden. Der Brand verursachte erhebliche Sachschäden, obwohl er von der Feuerwehr schnell gelöscht werden konnte.

Am Mittwoch vergangener Woche veröffentlichten die Behörden Videoaufnahmen von Überwachungskameras, auf denen zu sehen war, wie der Täter zunächst eine brennbare Flüssigkeit im Zentrum verteilt und sich das Feuer anschließend rasend schnell ausbreitet (queer.de berichtete).

Der verhaftete 26-Jährige hatte selbst mehrere Jahre die Dienste des Zentrums in Anspruch genommen, wurde dann aber zu alt, weil sich das Zentrum nur um 14- bis 24-Jährige kümmert. Es ist bislang noch völlig unklar, warum er den Brand gelegt hatte. Linda Elliot, die Chefin des Zentrums, erklärte gegenüber der Lokalpresse, dass viele der Hilfsbedürftigen verzweifelt seien und auch Missbrauchserfahrungen hätten. Gegenüber dem Sender KPHO sagte ein Bekannter des Mannes, dass dieser ein "gutes Herz" habe, aber an Wahnvorstellungen litt.

Auf ihrer Facebook-Seite zeigten sich die Verantwortlichen des "one·n·ten Youth Center" erleichtert, dass der Verdächtige ohne Zwischenfälle festgenommen werden konnte. "Wir hoffen, dass er jetzt in der Lage sein wird, die Hilfe zu erhalten, die er braucht", heißt es weiter. Außerdem bedankten sich die Aktivisten für die Arbeit der Feuerwehr und Polizei. (dk)