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35-Jähriger legt Geständnis ab

LGBTI-Aktivist in Italien ermordet

Ein seit drei Wochen vermisster LGBTI-Aktivist ist tot. Der 25-Jährige wurde offenbar Opfer eines Eifersuchtsdramas.


Drei Wochen nach seinem Verschwinden herrscht traurige Gewissheit: Vincenzo Ruggiero ist tot

Ein 35-jähriger früherer Soldat hat am Samstag den Mord an dem 25-jährigen LGBTI-Aktivisten Vincenzo Ruggiero gestanden. Ruggiero, der wie der Täter in Giugliano bei Neapel lebte, war am 7. Juli spurlos verschwunden.

Als Grund für die Tat gab der 35-Jährige Eifersucht an. "Ja, ich habe Vicenzo getötet, weil er mit meiner Partnerin eine Beziehung hatte", sagte er in der Vernehmung nach Angaben von "La Repubblica". Er habe den Mann in dessen eigener Wohnung umgebracht. Bei der Partnerin handelte sich um die 26-jährige Heven Grimaldi, die transsexuelle Mitbewohnerin von Ruggiero.

Der 35-Jährige gestand die Tat erst, nachdem die Polizei Videomaterial sichergestellt hatte, die ihn am Tag des Verschwindens von Ruggiero mit seinem Auto vor dessen Haus zeigt. Eine Überwachungskamera hatte aufgenommen, wie der Beschuldigte in die Wohnung ging. Einige Stunden später kam der mutmaßliche Täter mit mehreren Koffern und einem großen Wäschesack, in dem er offenbar die Leiche des 25-Jährigen versteckte, aus dem Haus, und verstaute alles im Kofferraum seines Wagens.

Dem Geständnis zufolge habe der Täter daraufhin die Leiche ins Meer geworfen. Er habe auch mehrere Gegenstände aus dem Haus mitgenommen, damit es den Anschein hat, dass Ruggiero das Weite gesucht habe. Die Beamten wollen nun die Küste nach der Leiche des Mannes absuchen.

Familie und Freunde suchten verzweifelt nach 25-Jährigen

Die Familie und Freunde des Vermissten hatten nach dem Verschwinden verzweifelt über soziale Netzwerke und in den Medien nach dem 25-Jährigen gesucht. So wurde der Fall auch in der RAI-Sendung "Chi l'ha visto?" gezeigt, die vermisste Menschen vorstellt, um Hinweise von Zuschauern zu erlangen. In einem Video war auch ein Interview mit Heven Grimaldi zu sehen, die nach ihrem Mitbewohner suchte.

Grimaldi zeigte sich auf Facebook nach der Festnahme des mutmaßlichen Täters geschockt über die Umstände der Tat. Sie wolle sich auch gegen "gemeine und unfaire Beschuldigungen" wehren, die sie für die Tat verantwortlich machten. Sie habe sich nie vorstellen können, dass ihr Partner Ruggiero umgebracht haben könnte. (cw)