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"Moses jenseits des Regenbogens"

Doku zeigt Schicksal eines schwulen Flüchtlings in München

Wer knapp 24 Minuten Zeit hat, kann auf Youtube vom Leben des schwulen Flüchtlings Moses aus Uganda erfahren, der in seinem Heimatland wegen seiner Homosexualität als Verbrecher gilt – und dem trotzdem die Abschiebung aus Deutschland droht.


Moses Makumbi droht die Abschiebung aus Deutschland (Bild: queerelations 2017 / Sabine Jakobs)

"Wenn du schwul bist, wirst du in Uganda bestraft und eingesperrt", erzählt Moses Makumbi in einer neuen Dokumentation, die jetzt auf Youtube veröffentlicht wurde. Der junge Mann konnte erfolgreich vor der Verfolgung in seinem Heimatland nach Deutschland fliehen.

Sicher ist er aber auch hierzulande nicht: In der Dokumentation kommt sein psychologischer Berater Christopher Knoll zu Wort, der weiß, dass Moses noch immer in Lebensgefahr ist, weil sich deutsche Beamte oft nicht um die prekäre Lage dieser Flüchtlinge scheren: "Wir erleben dauernd Entscheidungen, wo sie die Leute doch dahin zurückschicken wollen, wo Gefahr für Leib und Leben ist."

Moses ist kein Einzelfall

Die 24-minütige Dokumentation wurde vom Mediennetzwerk queerelations unter dem Titel "Moses jenseits des Regenbogens" veröffentlicht; Moses stehe dabei nicht nur als Einzelschicksal da, sondern exemplarisch für den Kampf von vielen LGBTI-Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen. In dem Film wird die unmenschliche Situation für LGBT in Uganda ebenso thematisiert wie die Hilfsangebote für Geflüchtete in München als auch die unmenschliche Situation in ländlichen Asylbewerberunterkünften und in der Behandlung durch die Behörden.

Direktlink | Für Eilige: Der zweiminütige Trailer

Direktlink | Der gesamte Film auf Youtube

Bereits im Juni berichtete Mentor Stephan Pflaum, der Moses begleitete, auf queer.de vom Schicksal seines Schützlings. (cw)



#1 PierreAnonym
  • 01.08.2017, 13:43h
  • Ich kann nicht verstehen, dass nach wie vor Menschen, denen in ihrer Heimat Verfolgung droht, abgeschoben werden.

    Nur weil für andere ein Land ein "sicheres Herkunftsland" ist, ist es das noch lange nicht für Homo-, Bi- und Transsexuelle.
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#2 SebiAnonym
  • 01.08.2017, 13:45h
  • Ein sehr wichtiger Film!!

    Bitte teilt ihn per Mail mit Euren Freunden und verbreitet ihn auch über soziale Netzwerke.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MerkwürdigAnonym
  • 01.08.2017, 13:48h
  • Antwort auf #1 von Pierre
  • "Aber mir Demokraten fetze ich mich schon gerne."

    Wenn du mal vom Mord absiehst: wo unterscheidet sich die Einstellung von radikalen Muslimen zu Homo- und Transsexualität von der der evangelikalen Freikirchen von Herrn Kauder?
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#4 SebiAnonym
#5 PierreAnonym
#6 OrthogonalfrontAnonym
#7 ClaasAnonym
  • 01.08.2017, 14:20h
  • So jemand, der wirklich vor Verfolgung flieht, der sich integrieren möchte und der unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht nur akzeptiert, sondern sogar schätzt, soll abgeschoben werden.

    Und Leute, die jegliche Integration verweigern, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen, die einen "Gottesstaat" errichten wollen, die nach Lust und Laune prügeln, vergewaltigen oder gar morden, dürfen hier bleiben und werden sogar noch kräftig finanziell unterstützt.

    Mit ist JEDER willkommen, der hier leben möchte. Aber man muss nicht alles tolerieren und dann sollte man auch ein Mindestmaß an Gegenleistung erwarten können. Und die volle Akzeptanz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist ja wohl nicht zu viel verlangt, sondern absolutes Minimum, wenn man hier leben will.

    Hoffentlich können ALLE verfolgten LGBTI hier bleiben und hier ein Leben in Freiheit und Sicherheit führen.
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#8 SanottheEhemaliges Profil
  • 01.08.2017, 14:26h
  • Ich kann es nicht verstehen.
    Ich will es nicht akzeptieren.

    Dass in deutschen Behörden Menschen sitzen,
    die derart offensichtlich vom Tod bedrohte Menschen wieder in ihr "Heimat"land zurückschicken wollen. Und das auch tun.

    Wie zynisch und kaltherzig muss man denn bitte sein, um sich solchermaßen als Herr_in über Leben und Tod anderer Menschen aufzuschwingen?

    Das ist altdeutsches Herrenmenschentum, das brutaler und unzivilisierter kaum sein könnte.

    Ich schäme mich wieder mal unendlich für "unser" Land.
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#9 JustusAnonym
  • 01.08.2017, 14:31h
  • Antwort auf #3 von Merkwürdig
  • """"""""""""
    Wenn du mal vom Mord absiehst: wo unterscheidet sich die Einstellung von radikalen Muslimen zu Homo- und Transsexualität von der der evangelikalen Freikirchen von Herrn Kauder?
    """""""""""

    Wenn jemand Homosexualität verachtet, ist das nie akzeptabel - egal aus welchen Gründen oder welche Religion dahintersteckt.

    Aber, ob diejenigen dann auch Schwule und Lesben umbringen oder nicht, ist doch wohl ein gewaltiger Unterschied und nicht nur ein "mal abgesehen davon".

    Für die Opfer ist es essentiell, ob sie leben oder tot sind.
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#10 MerkwürdigAnonym
  • 01.08.2017, 14:51h
  • Antwort auf #9 von Justus
  • "Für die Opfer ist es essentiell, ob sie leben oder tot sind."

    Dass es Unterschiede in den Methoden gibt, ist mir bekannt. Vielleicht beantwortest du die Frage, wo die inhaltlichen Unterschiede in der Bewertung von Homo- oder Transsexualität liegen. Hier schlimme Sünde, dort "naja, nur 90% optimal"?
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