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Schweden

30-Jähriger stirbt bei Penisvergrößerung

In Stockholm ist ein gesunder Mann an den Folgen einer Penisvergrößerung gestorben. Der 30-Jährige erlitt während der Operation einen Herzinfarkt.


Eine operative Penisvergrößerung ist nicht ohne Risiko (Bild: virtusincertus / flickr)

Der Wunsch nach einem Hammergemächt kann tödlich sein: Eine kürzlich veröffentlichte Fallstudie im Fachmagazin "Journal of Forensic Sciences" untersuchte den Fall eines 30-jährigen gesunden Mannes, der an den Folgen einer Penisvergrößerungs-OP gestorben ist.

"Dies ist der erste beschrieben Fall, in dem eine scheinbar einfache und sichere Prozedur zur Vergrößerung des Penis durch Eigenfetttransfer den plötzlichen Tod eines gesunden jungen Mannes verursacht hat", so das Fazit der Autorinnen Brita Zilg und Petra Råsten-Almqvist vom schwedischen Amt für Rechtsmedizin.

Der 30-Jährige hatte den Umfang und die Länge seines Gliedes verlängern wollen – eine Standardoperation, die jährlich 8.400 Männern weltweit durchführen lassen. Am Ende der OP kam es in diesem Fall aber zu Komplikationen: Während 60 Milliliter Fettzellen in den Penis eingespritzt wurden, begann das Herz des Patienten zu rasen, der Sauerstoffgehalt im Blut fiel und der Blutdruck sank rapide ab. Schließlich erlitt der Patient, der vorher nie Herzprobleme hatte, einen Herzinfarkt. Alle Versuche, den Patienten zu reanimieren, scheiterten. Zwei Stunden später konnten die Ärzte nur noch den Tod des 30-Jährigen feststellen.

Fettembolie verursachte Herzstillstand

Als Grund für den Tod nannten die Forscher, dass das eingespritzte Fett in die Venen durchgesickert sei und so in die Lunge des Patienten gelangte. Das führte zu einer Fettembolie, also der Verstopfung von Gefäßen in der Lunge durch Fettzellen, was wiederum den Herzinfarkt verursachte.

Als Risikofaktoren für eine derartige Embolie gelten vor allem Knochenbrüche und operative Eingriffe. Das Risiko des Patienten ist nach Ansicht der Forscherinnen erhöht gewesen, weil gleichzeitig zwei Verfahren durchgeführt wurden – die optische Verlängerung des Penisses durch die Durchtrennung von Bändern sowie die Einspritzung von Fettzellen, die eine Verdickung erreichen soll.

Viele Forscher warnen ohnehin davor, dass Penisvergrößerungen in den meisten Fällen nicht notwendig seien. So heißt es in einer im Fachmagazin "Translational Andrology and Urology" veröffentlichten Studie vom Februar 2017, dass "die Mehrheit der Männer, die eine Penisverlängerung wollten, eine normale Penisgröße haben, die funktionell adäquat ist." Die Studie geht davon aus, dass die meisten Patienten, die für eine Schwanz-Verlängerung unters Messer gehen, an Dysmorphophobie, also einer Störung der Wahrnehmung des eigenen Leibes, leiden.

In Deutschland kostet eine Penisvergrößerung in der Regel rund 10.000 Euro. Die Krankenkassen zahlen für diese Prozedur nur, wenn ein Patient einen sogenannten Mikropenis hat, der im erigierten Zustand kürzer als sieben Zentimeter ist. (cw)



#1 MikropenisAnonym
  • 01.08.2017, 15:24h
  • Bei mir würde das die Krankenkasse zahlen. Aber das Risiko ist mir zu groß.

    Dann lebe ich lieber weiterhin mit meinem kleinen Schniedel und hoffe darauf, doch noch irgendwann einen Partner zu finden, dem das egal ist und mit dem ich glücklich werde...
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#2 JustusAnonym
  • 01.08.2017, 15:29h
  • Antwort auf #1 von Mikropenis
  • Finde ich gut, dass Du keine Risiken eingehst und Dich nicht verändern lässt, nur um anderen zu gefallen.

    Ich drücke Dir von ganzem Herzen die Daumen, dass Du bald den Mann fürs Leben findest, der nicht nur nach der Schwanzgröße geht, sondern der Dich so liebt, wie Du bist...
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#3 SebiAnonym
  • 01.08.2017, 18:22h
  • Wenn jemand wirklich einen Mikropenis hat, kann ich den Wunsch nach einer Penisvergrößerung durchaus verstehen. (Wobei man auch dann die Risiken einer OP gut abwägen sollte, denn ich könnte mir denken, dass es außer dem Tod auch noch andere mögliche Komplikationen wie Impotenz o.ä. gibt.)

    Aber wie schon im Artikel steht, haben die meisten Männer, die ihren Penis für zu klein halten, einen völlig normalen Penis, der noch im Rahmen der statistischen Varianz liegt. Es gibt nun mal kleine Penisse und große Penisse - genauso wie es kleine und große Füße, Hände, Ohren, Nasen, etc. gibt.

    Und solange das noch im normalen Rahmen liegt, sollte man aufgrund der mit jeder OP verbundenen Risiken von einer OP absehen und einfach das akzeptieren, was die Natur einem mitgegeben hat. Das ist nun mal Teil des eigenen Körpers, genau wie ein Muttermal o.ä.

    Und ein erfülltes Sexleben ist mit kleinem Penis genauso gut möglich. Und das kann sogar Vorteile haben (z.B. beim Analverkehr mit ungeübten Partnern).
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#4 MatsAnonym
  • 01.08.2017, 19:19h
  • Antwort auf #3 von Sebi
  • "Es gibt nun mal kleine Penisse und große Penisse"

    Und diese Vielfalt ist auch toll.

    Wenn jeder Penis gleich aussehen würde und gleich groß wäre, wäre das ja völlig langweilig - genauso wie es auch langweilig wäre, wenn wir alle dasselbe Gesicht hätten.

    Aber glücklicherweise sind Penisse genauso vielfältig, individuell und einzigartig wie das Gesicht oder ein Fingerabdruck. Es gibt keine zwei, die exakt gleich sind. So ist für jeden Geschmack etwas dabei.

    Und ehrlich gesagt:
    ich hatte schon Sex mit Männern mit sehr kleinem Penis, mit Männern mit sehr großem Penis und alles mögliche dazwischen. Und das war alles immer toll. Denn es kommt weniger auf die Penisgröße an, sondern auf den Mensch, wo er dazugehört.

    Und diese Vielfalt an Größen, Farben, Formen, Oberflächenstrukturen, etc. finde ich phantastisch.
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#5 daVinci6667
  • 01.08.2017, 19:52h
  • Da JEDE Ooeration Risiken birgt, gibt es einen Grundsatz der bei allen Operationen gilt:

    So viele wie medizinisch wirklich nötig, jedoch so wenig wie möglich.

    Es versteht sich von selbst dass kosmetische Operationen damit obsolet sind.

    Mir tut der Mann leid, sowas tut man in der Regel für andere, nicht für sich selbst. Deshalb, wer immer sich sowas überlegt, bitte einfach nicht, das Risiko ist das nicht wert.
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#6 JogoleinProfil
  • 02.08.2017, 06:31hAalen
  • Antwort auf #5 von daVinci6667
  • Auch kosmetische Operationen können medizinisch indiziert sein: Zur "kosmetischen Abteilung" gehören ja z. B. auch plastische Eingriffe, prominentes Beispiel dürfte z. B. die Geschlechtsangleichung bei Transgender-Menschen sein, aber auch z. B. "Wiederherstellung" einer Brust nach Mastektomie aufgrund von Brustkrebs, Wiederherstellung von Körperteilen nach Verletzungen, Verbrennungen. Oder auch das Entfernen von überschüssiger Haut nach starker Gewichtsreduktion gehört in den kosmetischen Bereich.

    Daher würde ich sagen: Jede Operation die medizinisch indiziert ist gehört auf ihre Risiken hin überprüft bevor sie durch geführt wird, jede medizinisch nicht indizierte OP steht jedenfalls für mich außer Diskussion.
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#7 LickeDespeAnonym
#8 MatsAnonym
  • 02.08.2017, 08:29h
  • Antwort auf #7 von LickeDespe
  • Schön für Dich. Aber das ist nun mal meine Meinung und die lasse ich mir von Dir nicht nehmen.

    Und jemand der mich nicht kennt, kann auch nicht beurteilen, ob ich nicht wirklich jeden Penis unabhängig von der Größe, schön finde.
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#9 stromboliProfil
  • 02.08.2017, 08:32hberlin
  • Antwort auf #3 von Sebi
  • ich will jetzt nicht über längen reden oder bewerten..aber deine these hat einen haken
    "Und ein erfülltes Sexleben ist mit kleinem Penis genauso gut möglich. Und das kann sogar Vorteile haben (z.B. beim Analverkehr mit ungeübten Partnern)."

    Die länge spielt insofern eine rolle, als da beim eindringen mit der länge auch eine führungssicherhgeit einhergeht.
    Zu kurze penise "stochern oft am eingang an den wänden oder vorräumen von vagina&anus...
    Meist schmerzhaft für den penetrierten.
    Schmerzhaft aber auch für den penis !
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#10 SebiAnonym
  • 02.08.2017, 09:07h
  • Antwort auf #9 von stromboli
  • Ja, natürlich kann ein sehr kleiner Penis genauso Nachteile haben wie ein sehr großer Penis.

    Ein Mikropenis kann ja auch (abhängig davon, wie viel er bei der Erektion noch wächst) einfach zu klein sein, um überhaupt in den Anus eindringen zu können. Denn da liegen ja auch noch die Arschbacken vor.

    Aber man hat ja Alternativen. Man kann z.B. einen Dildo verwenden. Und es gibt ja auch noch andere Sexualpraktiken.

    Ein (Hetero-)Kumpel von mir hat z.B. einen sehr großen Penis und der hat mir erzählt, dass viele Frauen Angst vor Sex haben, weil sie Angst vor Schmerzen haben und dann kommen die, weil sie verkrampfen. Und er hat mir erzählt, dass einmal, als eine Frau ihn geblasen hat, sie sich auf seinem Schwanz übergeben hat.

    Und da ich selbst auch schon sehr große Schwänze im Mund hatte, weiß ich, dass die durchaus auch den Würgereflex auslösen können, wobei ich das ganz gut unter Kontrolle habe, was aber halt nicht jeder hat. Und wenn sich jemand beim Sex übergibt, ist das halt auch nicht so prickelnd.

    Natürlich ist sowohl ein extrem überdimensionierter Penis wie auch ein Mikropenis nicht das Optimum. Und am besten sind Penisse innerhalb eines normalen Rahmens (von klein innerhalb einer normalen Spannweite über mittel bis zu groß innerhalb einer normalen Spannweite).

    Aber es gibt nun mal eben auch Menschen mit einem Mikropenis unterhalb der normalen Varianz und mit einem extrem großen Penis überhalb der normalen Varianz. Und die haben auch ihre Bedürfnisse und auch denen wünsche ich glückliche Beziehungen. Und dann muss man in einer Beziehung oder auch nur bei einem Quickie, wenn man auf den anderen geil ist, eben Möglichkeiten finden, damit umzugehen. Und das ist möglich.

    Ich hatte auch mal einen Sexpartner mit einem sehr kleinen Penis. Der hätte mich nicht ficken können, weil er dafür einfach zu klein gebaut war, aber wir haben uns gegenseitig geblasen und der war unglaublich liebevoll und zärtlich. Ich habe mich selten so geborgen gefühlt und fallen lassen können wie bei ihm.
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