Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29393

Aufforderung an das BAMF

Queer Refugees starten Petition gegen Abschiebungen

Deutschland will schwule Flüchtlinge abschieben, selbst wenn sie in ihrem Heimatland wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden. LGBTI-Aktivisten kämpfen nun mit einer Petition für ein Bleiberecht.


Mehrere schwule Männer sollen in den Irak abgeschoben werden, obwohl ihnen dort der Tod droht (Bild: Queer Refugees Network Leipzig)

Das Queer Refugees Network Leipzig hat am Dienstag eine Petition gestartet, in der das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aufgefordert wird, Abschiebungen von in ihrem Heimatland verfolgten Homosexuellen zu beenden. "Vier schwule Männer aus dem Irak sind in Gefahr abgeschoben zu werden. Sie könnten in ihr Land zurückgeschickt werden, wo LGBT*-Personen ständig der Gefahr ausgesetzt sind, angegriffen, gefoltert und ermordet zu werden", heißt es in der Petition auf der Plattform All Out.

Daher wird das BAMF aufgeordert, "diesen Männern Sicherheit zu gewähren". Außerdem sollen die Beamten "die Gefahren für LGBT*-Personen aus dem Irak bei zukünftigen Entscheidungen über Asylanträge" berücksichtigen. Exemplarisch wird der Fall des schwulen Irakers Dom beschrieben, der in seiner Heimat auf der Todesliste einer Miliz stehe, aber schon in wenigen Tagen abgeschoben werden könnte.

Immer wieder gibt es Berichte über die Ablehnung von Asylbewerbern, die in ihrer Heimat wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität mit Verfolgung bis hin zu Folter und Tod rechnen müssen. Das Queer Refugee Network Leipzig hat erst im letzten Monat von Fällen berichtet, in denen schwule Iraker abgelehnt worden sind – mit teils haarsträubenden Begründungen. So hatte sich ein Asylbewerber nach Ansicht der Beamten offenbar nicht schwul genug verhalten: Sie gaben dem Iraker auf den Weg, dass ihm Homosexualität "bei einer Rückkehr aufgrund seines Verhaltens und seiner Kleidung […] nicht noch einmal unterstellt" werden würde (queer.de berichtete).

Auch in Deutschland sind Asylbewerber teilweise nicht sicher, da sie von homophoben Personen in Flüchtlingsheimen drangsaliert werden. Vergangene Woche berichtete etwa das Münchner Schwulenzentrum Sub, dass ein schwuler Geflüchteter offenbar von anderen Flüchtlingen wegen seiner Homosexualität verprügelt worden ist (queer.de berichtete). (dk)



#1 SanottheProfil
  • 02.08.2017, 16:27hRhüffel-Ostend
  • Ich habe unterzeichnet.

    Wie im Moment 1800 andere auch.

    Macht mit, Leute!
    Wir sollten jede kleine Möglichkeit nutzen,
    für mehr Menschlichkeit einzutreten!

    Klappe halten und zuschauen war gestern.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 TimonAnonym
  • 02.08.2017, 17:01h
  • Hatte unsere schwarz-rote Bundesregierung nicht noch vor wenigen Wochen behauptet, dass kein Schwuler, keine Lesbe, kein Bi- oder Transsexueller abgeschoben würde, wenn in der Heimat Verfolgung droht?!

    War wohl wieder mal nur Polit-Blabla, das ganz schnell vergessen ist, wenn es darum geht, die Bilanz zu schönen...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 KnuffelAnonym
#4 MerkwürdigAnonym
  • 02.08.2017, 17:06h
  • Antwort auf #2 von Timon
  • "Hatte unsere schwarz-rote Bundesregierung nicht noch vor wenigen Wochen behauptet, dass kein Schwuler, keine Lesbe, kein Bi- oder Transsexueller abgeschoben würde, wenn in der Heimat Verfolgung droht?!"

    Nein, sie hatte diesen Menschen empfohlen, in der Heimat so zu tun, als wären sie hetero, dann wäre ja alles prima.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SanottheProfil
  • 02.08.2017, 17:45hRhüffel-Ostend
  • Antwort auf #3 von Knuffel
  • All Out ist eine reine LGBT-Organisation.
    Also wird es vielleicht nicht SO schlimm sein, auch in weiteren Fällen helfen zu können?

    Und wenn's Dir nicht passt, kannst Du die E-Mails immer noch löschen.

    Für mich war das jedenfalls kein Hindernis.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Dave KAnonym
  • 02.08.2017, 18:34h
  • Antwort auf #5 von Sanotthe
  • Ja, man kann auch Mails löschen. Aber wieso muss man überhaupt Mails empfangen, die man nicht haben will?

    Vermutlich ist das nach deutschem Recht ohne Opt-Out sogar illegal.

    So berechtigt die Petition auch ist, aber es sollte auch die Möglichkeit zum Opt-Out geben.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SebiAnonym
  • 02.08.2017, 19:43h
  • Traurig genug, dass man in Deutschland überhaupt Petitionen starten muss, damit Menschen nicht in Länder ausgewiesen werden, wo ihnen Verfolgung, Inhaftierung oder sogar Gewalt bis hin zum Tod droht...

    Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und nichts, worum man betteln muss.

    Und andere, die hier prügeln und niemals eine freiheitliche Gesellschaft oder Demokratie akzeptieren werden, werden gehätschelt...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TheDadProfil
  • 02.08.2017, 21:34hHannover
  • Antwort auf #6 von Dave K
  • ""Vermutlich ist das nach deutschem Recht ohne Opt-Out sogar illegal.""..

    In jeder Newsletter die man erhält befindet sich eine Opt-Out-Funktion..
    Man kann also schon mit der ersten erhaltenen Mail zukünftige Mails ablehnen..
  • Antworten » | Direktlink »
#9 ursus
  • 02.08.2017, 21:54h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • trotzdem sollte man sich vor dem absenden die datenschutzrichtlinien durchlesen. dass persönliche daten an dritte weitergegeben werden können (auch nach abmeldung von den email-newslettern), sollte man sich klarmachen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 OrthogonalfrontAnonym
  • 02.08.2017, 23:03h
  • Habe unterzeichnet und es gibt keine Ausrede, dies nicht zu tun! Die Welt ist in weiten Teilen gegen uns LGBTTIQ. Wir müssen global zusammenhalten!
  • Antworten » | Direktlink »