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Akzeptanz wird größer

US-Umfrage: Muslime weniger homophob als weiße Evangelikale

Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Akzeptanz von Homosexualität in den USA rasant angestiegen. Besonders religiöse Muslime haben weniger Probleme mit Schwulen und Lesben.


Die Akzeptanz von Homosexualität liegt in den USA unter Muslimen genauso hoch wie unter Protestanten (Bild: Quinn Dombrowski / flickr)

Die amerikanische Bevölkerung hat in den letzten zehn Jahren ihre Abneigung gegen Schwule und Lesben rasant abgebaut. Besonders unter Muslimen ist diese Entwicklung laut einer neuen Umfrage des "Pew Research Center" zu beobachten. Insgesamt erklärten in der vergangene Woche veröffentlichten Befragung 52 Prozent der Muslime, dass Homosexualität von der Gesellschaft akzeptiert werden müsse. 2007 waren es nur 27 Prozent – die Zahl hat sich damit binnen eines Jahrzehnts so gut wie verdoppelt.

Zwar ist die Akzeptanz noch immer niedriger als in der Gesamtbevölkerung. Hier sprechen sich laut einer Umfrage aus dem letzten Jahr 63 Prozent der Befragten dafür aus, Homosexualität zu akzeptieren. Der Anstieg innerhalb von zehn Jahren lag unter allen Amerikanern aber nur bei zwölf Prozent.

Unter Muslimen ist die Akzeptanz besonders bei Frauen, Jüngeren und Gebildeten hoch: So sprachen sich 63 Prozent der Frauen für Akzeptanz aus (plus 31 Prozent gegenüber 2007), aber nur 42 Prozent der Männer (plus 20 Prozent). Unter sogenannten Millennials, also den in den Achtizger- und Neunzigerjahren geborenen Personen, stieg die Akzeptanz auf 60 Prozent (plus 27 Prozent), unter muslimischen Personen mit einem Uni-Abschluss sogar auf 63 Prozent (plus 32 Prozent).

Die Studie zeigt auch, dass weniger religiöse Muslime noch immer homofreundlicher sind als engagierte Moscheegänger, der Abstand zwischen den beiden Gruppen hat sich allerdings verringert. 47 Prozent der Muslime, für die Religion sehr wichtig ist, sind demnach für Homo-Akzeptanz (plus 28 Prozent). Bei denjenigen, bei denen Religion eine weniger große Rolle spielt, sind es 62 Prozent (plus 15 Prozent).

Weiße Evangelikale haben größte Probleme mit Schwulen und Lesben

Muslime nähern sich damit den Werten der Mehrheitskonfessionen an. Unter den christlichen Konfessionen sind immer noch Katholiken homofreundlicher als Protestanten (62 Prozent gegenüber 52 Prozent). Bei den protestantischen Kirchen gibt es aber große Unterschiede: Bei weißen Mitgliedern von gemäßigten evangelischen Kirchen sprechen sich mehr als zwei Drittel für die Akzeptanz von Homosexualität aus. Bei den weißen Evangelikalen sind es aber nur 34 Prozent, was einem vergleichsweise moderaten Anstieg von elf Prozent binnen zehn Jahren gleichkommt. Am homofreundlichsten sind die Konfessionslosen, von denen vier Fünftel die Akzeptanz von Homosexualität befürworten.

Bei der Muslim-Umfrage gaben mehr als 1.000 Personen zwischen Januar und Mai per Festnetztelefon oder Handy ihre Meinung ab. Hier zeigte sich auch eine Mehrheit optimistisch, dass sie trotz des feindlich gesinnten US-Präsidenten in der Gesellschaft akzeptiert werden. Donald-Trump-Fans gibt es unter Muslimen nur wenige: Acht Prozent gaben an, im letzten November für den Geschäftsmann gestimmt zu haben, 78 Prozent entschieden sich für Hillary Clinton. Die Hälfte der Befragten erklärte, schon einmal wegen ihrer Religion diskriminiert worden zu sein.

Insgesamt leben 3,35 Millionen Muslime in Amerika. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von einem Prozent. (dk)



#1 MariposaAnonym
#2 stromboliProfil
  • 03.08.2017, 10:58hberlin
  • eu weh...
    Da wirds unseren muslimwahnern aber schwergemacht...

    Was mich erstaunte: rkk'ler sollen weniger intolerant sein als protestanten..; tinnitus- apostel paulus, ick hör dir rauschen.

    Bleiben die verfickten evangelikalen, die ihre aufgestaute notgeilheit in genüsslichem ausmalen von sodom&gomorrah züchtigen&geiseln
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 03.08.2017, 11:04h
  • Antwort auf #1 von Mariposa
  • Na ja,

    dabei gibt es verschiedenes zu beachten:

    Pew ist ein ziemlich unabhängiges Institut.

    Trotzdem geben viele Befragte die Meinung an, die für 'politisch korrekt' gehalten wird.

    In den weiten USA sind orientalische Communities mit primitivem Mittelalterspektakel weniger gut konzentrierbar wie in einigen Bezirken Londons oder in Neukölln.

    Deswegen holen sich viele religiöse Muslime ihre Wertvorstellungen nicht aus irgendwelchen patriarchalen und frauenfeindlichen arabischen Traditionen, sondern aus der Mehrheitsgesellschaft und aus dem Koran selbst.

    Da gibt es im Gegensatz zum AT keinen direkten Mordaufruf gegen unsereinen (und auch Tolerenzgebote gegenüber Christen und Juden). Im Gegensatz zu vielen Mordaufrufen gegen 'Ungläubige' (linke Atheisten aufgepasst!).
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#4 MarcAnonym
  • 03.08.2017, 11:13h
  • Grundsätzlich ja eine erfreuliche und positive Entwicklung. Schlimm nur, dass sich solche Einstellungen, wie wir wissen, auch in die andere Richtung ändern können bzw. ändern lassen durch die 'richtige' Propaganda. Deswegen beruhigt mich so eine Meldung nur bedingt...
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#5 VolkerAnonym
#6 Homonklin44Profil
  • 03.08.2017, 11:29hTauroa Point
  • Einerseits überraschend, andererseitsauch wieder nicht. denn die Glaubensverrücktheit Evangelikaler ist bei einige Themen doch um einige Takte rückwärts strebender als in Auslegungen eines mittelalterlichen Islam. Esscheint einen Wettbewerb darum zu geben, welche Konfession zukunftsführend weniger Rückständigkeit verteidigen, oder beibehalten will.
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#7 OrthogonalfrontAnonym
  • 03.08.2017, 11:47h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • "eu weh...
    Da wirds unseren muslimwahnern aber schwergemacht..."

    Bist schon hart am Feiern, was?

    Entscheidend ist was diejenigen tun, die uns ablehnen, nicht diese reinen Zahlenspielereien. Mir sind tausend Evangelikale, die uns das Wort "Ehe" nicht gönnen immer noch lieber als ein Islamist, der uns von Hochhausdächern wirft.
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#8 JustusAnonym
  • 03.08.2017, 11:52h
  • Das ist natürlich eine gute Nachricht (bzw. nicht für die weißen Evangelikalen).

    ABER:
    es kommt ja auch nicht nur darauf an, wieviele Leute homophob sind, sondern auch, wie sich diese Homophobie äußert.

    Es mag ja sein, dass der prozentuale Homophobie-Anteil unter Muslimen geringer ist als bei weißen Evangelikalen. Aber die (weniger) Muslime, die homophob sind, sind dann oft auch gewaltbereit. Wir alle kennen die Berichte von gehängten, gesteinigten, vom Dach geworfenen LGBTI in manchen Ländern und wissen auch, was in Flüchtlingsheimen abgeht.

    Bei weißen Evangelikalen mag die Homophobie prozentual weiter verbreitet sein, aber die Gewaltbereitschaft ist offenbar geringer ausgeprägt (was nicht heißen soll, dass es das da gar nicht gibt, aber halt seltener).

    Das macht es nicht besser oder schlechter und ich will das auch gar nicht vergleichen, aber wenn man solche nackten Zahlen vergleicht, muss man halt auch das bedenken und darf nicht vergessen, dass auch das für die konkreten Folgen von Belang ist.
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#9 myysteryAnonym
  • 03.08.2017, 11:59h
  • Muslime in den USA haben in der Regel ein anderes Bildungsniveau als die bei uns ... und die Amerikaner treten deutlich entschiedener für gewisse Standards ein als unsere Politiker.

    Weiße Evangelikale sind verrückt. Das weiß man.
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#10 stromboliProfil
  • 03.08.2017, 12:05hberlin
  • Antwort auf #7 von Orthogonalfront
  • nun du hast ja nicht unrecht.. man muss bewerten wer wo was tut!

    So besehen ist das herunterstützen dort gebräuchlich, wo religion sich zum staatswesen erklärt hat..
    Nur die umsetzungsmöglichkeit verführt zur tat.
    Ich würde 1000 evangelikalen und deren gottesrechtsbestrebungen ebenso zutrauen, uns von hochhäusern stürzen zu wollen.. alles nur ein frage der macht und der sich hieraus ergebenden möglichkeiten..
    Lies mal was über die KZ wächterInnen, deren motivation und erklärungsmuster für ihr tun.
    Macht entgrenzt jeden!
    Also lass dich lieber nicht mit denen ein, noch dulde sie in deinem umfeld!
    Du würdest schnell aus meinem blickfeld schwinden...
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