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Starkes Musikvideo

Popsänger Wrabel macht allen trans Jugendlichen Mut

Den neuen Song "The Village" hat der schwule Musiker als Reaktion auf die transphobe Politik von Donald Trump veröffentlicht.


Der US-Popsänger (Stephen) Wrabel, Jahrgang 1989, hatte mit 23 Jahren sein schwules Coming-out (Bild: wrabel / instagram)

Wenn man eine Stimme hat, sollte man sie einsetzen: Als Reaktion auf Donald Trumps transphobe Politik hat der US-Popsänger Wrabel den neuen Song "The Village" veröffentlicht.

Mit ergreifenden Worten und einem ausdrucksstarken Video macht der schwule Musiker trans Jugendlichen Mut. Im Mittelpunkt des Fünf-Minuten-Clips steht ein trans Junge, der sich im Badezimmer die Brüste abbindet – sehr zum Ärger des Vaters. Doch trotz der Ablehnung in der Familie schneidet er sich schließlich die Haare kurz und steht zu seiner Identität.

Gewidmet allen "bunten Vögeln"


Der Song "The Village" steht zum Download zur Verfügung

"Ich schrieb dieses Lied am 23. Februar, dem Tag, an dem Trump den Schutz für trans Studenten in öffentlichen Schulen aufhob", erklärte Wrobel auf seiner Homepage zu dem starken Song. "Heute habe ich es veröffentlicht, am Tag, an dem Trump transsexuelle Menschen aus dem Militär entlassen will."

Er habe nur ein "einfaches Lied für jeden, der sich wie ein Außenseiter fühlt", schreiben wollen, meinte der Sänger – und zog Parallelen zu seinem eigenen Coming-out. "Ich selbst habe mich erst spät im Leben als schwul geoutet. Ich bin in der Kirche aufgewachsen. Dort war es falsch, so zu sein wie ich."

Gewidmet hat Wrabel "The Village" allen "bunten Vögeln" – eine Metapher, die er auch im Video aufgreift. Es sei nicht schlimm, anders zu sein. So heißt es im Text u.a.: "There's nothing wrong with you. It's true, it's true. There's something wrong with the village. With the village."

Der Song ist zum Preis von 1,29 Euro zum Download bei amazon.de erhältlich. (cw)



#1 JustusAnonym
  • 03.08.2017, 11:59h
  • Toller Song mit tollem Video und wichtiger Botschaft.

    Immer gut, wenn sich Kreative einsetzen und eine Message haben.
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#2 SebiAnonym
  • 03.08.2017, 12:14h
  • Starker Song und sehr berührendes, emotionales Video.

    Das hat es wirklich verdient, ein großer Erfolg zu werden und vielleicht ein wenig zu einem politischen und gesellschaftlichen Wandel beizutragen.
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#3 MatsAnonym
  • 03.08.2017, 12:37h
  • Wir Schwulen, Lesben und Bisexuellen haben es oft schon schwer genug.

    Aber Transmenschen haben es noch viel schwerer.

    Deshalb ist dieser Song ein wichtiges Zeichen. Und alles, was die Sichtbarkeit von Transmenschen erhöht, ihre Situation darstellt, für Akzeptanz wirbt und das Thema alltäglicher und selbstverständlicher werden lässt, ist wichtig und sollte erfolgreich sein.
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#4 MatsAnonym
  • 03.08.2017, 12:39h
  • Übrigens:
    Wann gibt es endlich in Deutschland die längst überfällige Reform des Transsexuellen-Gesetzes?
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#5 AvispadaAnonym
  • 03.08.2017, 12:48h
  • Antwort auf #4 von Mats
  • Mir ist ein Link zugekommen, wo ein Verein (Disclaimer: mit dem ich weder etwas zu tun habe, noch deren Meinung vertrete) die Parteien angeschrieben und gefragt hat:

    www.atme-ev.de/index.php/323-der-atme-wahlcheck-zur-bundesta
    gswahl-2017


    Die Haltung der Grünen und Linken ist klar, von der SPD kommt das übliche Geschwurbel und die CDU ist mal wieder der Hammer. Die Aussagen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Kann sie gerne noch zerlegen. (mit der Argumentation wartet man noch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag)

    Die FDP (und jetzt schlachtet mich) zeugt eher von Ahnungslosigkeit.

    Im Übrigen haben die Linken recht: Weil das TSG menschenrechtlich nicht haltbar ist, muss es WEG. (und keine Überarbeitung oder "Weiterentwicklung").

    PS: Tolles Video. Sowohl inhaltlich als auch musikalisch. :)
    Aber ich sehe leider fast immer nur, dass ein Land sich medial mit dem Thema überhaupt wirklich befasst. :-/
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#6 SebiAnonym
  • 03.08.2017, 12:55h
  • Antwort auf #4 von Mats
  • Ja, ich finde z.B. auch, dass jetzt wo Eheöffnung und Volladoption vom Tisch sind, jede Partei, die unsere Stimmen bekommen will, eine Reform des Transsexuellengesetzes, eine Reform des AGG und ein Verbot von Konversions"therapien" (die schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursachen) zur Koalitionsbedingung machen sollte.

    Wer unsere Stimmen haben will, muss auch was dafür tun. Und wir haben ja auch gesehen, wie schnell sich Dinge ändern und in Bewegung kommen können (sogar schon vor Wahlen und Koalitionsverhandlungen), wenn man sie nur zur Koalitionsbedingung macht.

    Es gäbe noch viele andere wichtige Dinge, aber diese drei Dinge (AGG, Transsexuellengesetz und Verbot von Konversionstherapien) sind die wichtigsten und sollten zur Koalitionsbedingung gemacht werden, wenn man unsere Stimmen bekommen will.
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#7 FinnAnonym
  • 03.08.2017, 13:07h
  • Tolles Video, das hoffentlich allen Transmenschen Mut, Kraft und Selbstbewusstsein geben kann. Und Menschen, die nicht trans sind, vielleicht mal zum Nachdenken über dieses Thema bringen kann.

    Immer toll, wenn Künstler auch etwas mitzuteilen haben und wenn hinter Unterhaltung auch eine Haltung steht.

    Ich kannte diesen Stephen Wrabel bisher noch nicht, aber den sollte man definitiv im Auge behalten.
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#8 ArianeAnonym
#9 MerkwürdigAnonym
  • 03.08.2017, 13:32h
  • Antwort auf #4 von Mats
  • "Wann gibt es endlich in Deutschland die längst überfällige Reform des Transsexuellen-Gesetzes?"

    Sobald eine Studie erscheint, dass ein neues Transsexuellengesetz die Gewinne der deutschen Wirtschaft steigert. Ansonsten: nie.
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#10 Svetlana LAnonym
  • 03.08.2017, 14:05h
  • Tolles Lied, tolles Video mit einer sehr starken Botschaft! Bin im Moment echt ziemlich ergriffen.
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