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Jean-Monnet-Lehrstuhl

Uni Saarland: Neuer Lehrstuhl für Antidiskriminierung

Die Europäische Union stellte 50.000 Euro für Forschung gegen Diskriminierung und Vorurteile zur Verfügung.


Professor Thomas Giegerich ist Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls an der Universität des Saarlands (Bild: Andreas Engel)

Europäische Integration, Antidiskriminierung, Menschenrechte und Vielfalt: Mit diesen Themen werden sich Professor Thomas Giegerich und das Team des Jean-Monnet-Lehrstuhls künftig verstärkt befassen. Die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur der Europäischen Union hat dem Saarbrücker Europarechtler und Co-Direktor des Europa-Instituts der Saar-Universität im Rahmen des Erasmus+-Programms einen zweiten Jean-Monnet-Lehrstuhl zuerkannt.

Der Lehrstuhl ist mit 50.000 Euro für drei Jahre dotiert. Im Mittelpunkt steht der Schutz von Migranten, Flüchtlingen, religiösen Minderheiten oder von Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität diskriminiert werden.

Das Bewusstsein für Diskriminierung schärfen

"In Sachen Bewusstsein für Diskriminierung und Vorurteile liegen wir hierzulande im internationalen Vergleich zurück, wir sind auf diesem Gebiet eher Nachzügler", erklärte Professor Giegerich. "Unser Ziel am Jean-Monnet-Lehrstuhl ist es daher vor allem, das Bewusstsein zu schärfen, Vorurteile in Frage zu stellen und zu ergründen, wo und wie gegengesteuert werden kann."

Die Forschungsthemen reichen von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus über Altersdiskriminierung bis hin zu Fragen der Ehe für alle. "Wir haben ein weites Feld vor uns mit einer Vielzahl aktuell dringlicher Fragestellungen", so der Europa- und Völkerrechtsexperte. Diese Fragen will Thomas Giegerich mit Blick auf das nationale, internationale und supranationale Recht erforschen. "Wir werden ergründen, inwieweit gesetzliche Regeln ausreichen, wo gegebenenfalls nachjustiert werden kann, wo gesetzliche Lücken sind, wie wir Vollzugsdefizite lösen oder auch, welche gesetzlichen Regeln besser abgeschafft würden, da sie mehr schaden als nutzen."

Mit der neuen Ausrichtung führt Professor Giegerich seinen seit 2013 bestehenden Jean-Monnet-Lehrstuhl fort. Das Programm der EU-Kommission ist nach dem geistigen Vater der europäischen Einigung und ersten Ehrenbürger Europas benannt. Es wurde 1989 gegründet und unterstützt heute weltweit qualitativ hervorragende und innovative Hochschulprojekte, die das Wissen und das Verständnis um die Europäische Union fördern. (cw/pm)



#1 PiratCherubimAnonym
  • 03.08.2017, 16:27h
  • Ich wüsste da eine Ministerpräsidentin im Saarland, die dringend eine Schulung in Sachen Antidiskriminierung nötig hat.
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#2 FrageAnonym
  • 03.08.2017, 16:52h
  • Heisst das jetzt, für diesen Lehrstuhl gibt es 3 Jahre lang 1.388,89 Euro im Monat?

    Und wenn ja: Was kann man mit dieser Summe bewirken?
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#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 03.08.2017, 16:53hFrankfurt
  • Mit 50.000 EUR finanziert man eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle (ganztags, aber keine Professorenstelle) für gerade einmal 9 Monate. Ist das eine bundesweite Berichterstattung wert ?
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#4 TheDadProfil
  • 03.08.2017, 18:41hHannover
  • Antwort auf #3 von Dont_talk_about
  • ""Mit 50.000 EUR finanziert man eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle (ganztags, aber keine Professorenstelle) für gerade einmal 9 Monate.""..

    Stimmt..
    Forschungsmittel sind aber nicht zur Finanzierung von Personalkosten gedacht, sondern für Büromaterial, Internetanschluß und alles was damit zusammenhängt..
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#5 Dont_talk_aboutProfil
  • 03.08.2017, 23:08hFrankfurt
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • @Kollege TheDad

    Keine Personalkosten ??? Und die Forschung machen dann Roboter ???

    Beim Internet wird die Uni wohl eine Flatrate haben
    (kostet also nichts) und das Büropapier ist jetzt auch nicht die Rede wert. Zumindest rechtfertigt dies keine bundesweite Mitteilung
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
  • 04.08.2017, 00:14hHannover
  • Antwort auf #5 von Dont_talk_about
  • ""Keine Personalkosten ??? Und die Forschung machen dann Roboter ???""

    So schwer ist das nun wirklich nicht..
    Ein Blick ins Hochschulrahmengesetz erklärt dann auch wer für die Personalkosten zuständig ist, und was eigentlich solche "Forschungsmittel" sind, die zum Teil auch als so genannte "Drittmittel" beschrieben und bezeichnet werden..

    ""Beim Internet wird die Uni wohl eine Flatrate haben
    (kostet also nichts)""..

    -lol-
    Wenn sich ein Institut einer Universität in einem Campus-Gelände befindet, mag das ja so sein..
    Doch die meisten Universitäten betreiben dutzende Institute die sich über ganze Stadtteile verteilen, und teils in angemieteten Räumen befinden..
    Da gehören der Internetanschluß und der geleaste Kopierer zu den "laufenden Büro-Kosten" die über solche "Drittmittel" mitfinanziert werden müssen..

    Den Professor kann man übrigens auch anschreiben und mal selber fragen was man mit "so wenig Kohle" eigentlich genau macht..

    ""und das Büropapier ist jetzt auch nicht die Rede wert. ""..

    Du hast keinen blassen Schimmer was ein Karton Kopier-Papier mit 2.500 Blatt, was dann oft nicht mal eine Woche hält, eigentlich kostet ?
    Da kann ich nachhelfen..
    500 Blatt á 3,69 im Großhandel bei einer Abnahme von wenigstens 10.000 Blatt, also 4 Karton, macht dann : 73,80 Euro..
    Lieferkostenfrei ab einer Bestellung von 10 Kartons mit dann 25.000 Blatt per Spedition frei Haus..
    Da kommen dann pro Jahr 50 Karton zum Einsatz, macht dann bei 50 Arbeitswochen 3690,-- Euro für das Jahr..
    Nur für die Größe A4 wohlgemerkt, und nur wenn man im Großhandel entsprechende Mengen ordert..
    Dazu kommen dann noch die Größen A3 und A5, entsprechende Briefumschläge in C5, A5, C6 mit und ohne Fenster, Toner für den Drucker und den Kopierer, und die Kopierer-Leasingrate..
    Da ist man dann flugs bei 10.000,-- Euro Kosten im Jahr..
    Und dann hat man noch keinen einzigen Kugelschreiber, keinen Bleistift, und nicht einmal einen Tipp-Ex für den Flachbildschirm..
    Von den liebevoll am Rahmen platzierten Post-its gar nicht zu reden..
    Dazu Heftklammern, Büroklammern in verschiedenen Größen und Ausführungen, mehrere Locher, Hefter, Ordner, Regale, und nicht zu vergessen die Kaffeemaschine..

    ""Zumindest rechtfertigt dies keine bundesweite Mitteilung""..

    Es geht hier auch nicht wirklich um die Gelder, sondern um das Forschungs-Fach, und vor allem um den Umstand daß das Ganze im Saarland stattfindet, wo es doch nun wirklich genügend im Rahmen einer Antidiskriminierungs-Forschung zu tun gibt..
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#7 Dont_talk_aboutProfil