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Fortschritt im Südpazifik

Cookinseln legalisieren Homosexualität

Das Urlaubsparadies will das Verbot männlicher Homosexualität endlich aus seinen Gesetzbüchern streichen.


Die Cookinseln gelten vor allem als Urlaubsparadies (Bild: Robert Linsdell / flickr)

Auf den Cookinseln soll nach Angaben der Zeitung "Cook Island News" das schon seit Jahren nicht mehr angewandte Verbot männlicher Homosexualität abgeschafft werden. Nach dem Entwurf des neuen Strafgesetzbuches würden die Paragrafen 154 ("Unanständigkeit zwischen Männern") und 155 ("Unzucht") ersatzlos gestrichen werden. Die beiden Gesetze sehen langjährige Haftstrafen für männliche Homosexualität vor.

Bei den Cookinseln handelt es sich um 15 von der Außenwelt weitgehend isolierte Inseln im Südpazifik, die zwischen Neuseeland und Südamerika liegen. Gemeinsam verfügen sie über eine Fläche vergleichbar mit der Stadt Stuttgart. Derzeit leben knapp 20.000 Menschen auf der Inselgruppe, die meisten von ihnen sind Maori. Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, das Land machte sich aber in den letzten Jahrzehnten auch als Offshore-Finanzplatz einen Namen.

Die homophoben Gesetze basieren noch auf dem britischen Kolonialrecht. Die Cookinseln erlangten 1965 ihre Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Das Land ist heute "frei assoziiert" mit Neuseeland. Das bedeutet unter anderem, dass die Bewohner die neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzen und der Cookinsel-Dollar an den Neuseeland-Dollar gekoppelt ist. Die Bürger der Inselkette dürfen unabhängig von Neuseeland frei über ihre Gesetze entscheiden.

Die einzige LGBTI-Organisation des Landes, die Te Tiare Association, hat die Gesetzesänderung begrüßt. Gruppenmitglied Valentino Wichman begrüßte die Abschaffung der "drakonischen Gesetze. Zwar gebe es auf den Cookinseln keine extreme Gewalt gegen LGBTI mehr, allerdings lebten viele wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität noch immer in Angst, weil sie von ihrer Familie oder ihren Nachbarn gemieden werden würden. Er zeigte sich überzeugt, dass die Abschaffung des Homo-Verbots die Akzeptanz von LGBTI erhöhen werde. (dk)



#1 Patroklos
#2 Danny387Profil
  • 03.08.2017, 22:03hMannheim
  • Sehr gute Nachricht!! Und ganz herzliche Grüße an alle Schwulen auf den Cookinseln!
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#3 Markusbln11Anonym
  • 04.08.2017, 07:44h
  • Ein weiteres Inselparadies, das sich ansteuern lässt. Für mich gilt - kein Urlaub auf tropischen Ferieninseln mit Homo-Strafverfolgung.
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#4 SebiAnonym
#5 James_16Anonym
  • 04.08.2017, 09:31h
  • Da wollte ich schon immer mal hin! Mal sehen, ob ich das noch rechtzeitig schaffe, bevor da auch überall Plastikflaschen und tote Fische am Strand liegen.
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#6 BaldwinProfil
  • 04.08.2017, 09:36hWuppertal
  • Das ist natürlich schön und ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung.

    Das Tempo ist aber global gesehen erschreckend langsam.
    Es werden wohl noch sehr viele Generationen nötig sein, bis auch auf dem letzten Fleck Erde akzeptiert wird, dass es mehr gibt als die Heteronorm.
    Und noch mehr, bis gleiches auch gleich genannt wird und die selben Rechte und Freiheiten genießt.
    Wenn es überhaupt so kommt.
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#7 MisterNAnonym
#8 andreAnonym
#9 andreAnonym
#10 Gpeterjoachim
  • 06.08.2017, 16:50h
  • Hierzu fällt mir ein "nomen est Omen".
    Aber im Ernst - jede Lieberalisierung ist ein Fortschritt und Gewinn und man kann nur hoffen, dass immer mehr Länder ihre Beschräkungen aufheben und allen Menschen Freiheit und Raum geben damit jeder dort Urlaub machen kann wo er glaubt eine glückliche und zufriedene Zeit verbringen zu können
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