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Vor Sendestart

Neues "Will & Grace" erhält zweite Staffel

Sieben Wochen, bevor die erste Folge der Neuauflage von "Will & Grace" ausgestrahlt wird, ordert der Fernsehsender NBC bereits eine neue Staffel. Außerdem wird die erste Staffel verlängert.


Nach dem Schnaps geht's endlich in die neunte Staffel: Jack (Sean Hayes), Karen (Megan Mullally), Grace (Debra Messing) und Will (Eric McCormack) (Bild: NBC)

NBC setzt große Hoffnungen in die Neuauflage der Sitcom "Will & Grace", die einst 1998 bis 2006 in acht Staffeln ausgestrahlt wurde: Nach der neunten Staffel, die am 28. September um 21 Uhr im NBC-Abendprogramm starten soll, ist bereits eine zehnte Staffel ausgemachte Sache. Das hat NBC-Chef Bob Greenblatt am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Beverly Hills angekündigt. Alle vier Hauptdarsteller, also Eric McCormack, Debra Messing, Sean Hayes und Megan Mullally, seien dafür an Bord.

Außerdem kündigte Greenblatt an, dass die neunte Staffel auf 16 Folgen verlängert wird. Ursprünglich waren nur zehn Folgen geplant, dann verlängerte NBC die Staffel im April auf zwölf Episoden (queer.de berichtete). Die zehnte Staffel solle dann aktuellen Planungen zufolge aus 13 Episoden bestehen.

Direktlink | NBC rührt bereits kräftig die Werbetrommel vor der Premiere am 28. September

Finale aus Staffel acht wird ignoriert

Auf der Pressekonferenz wurde zudem bekannt gegeben, dass in der Neuauflage der Sitcom die letzte Folge aus Staffel acht ignoriert werden würde. Im 90-minütigen Finale verkrachen sich der schwule Will und die heterosexuelle Schwulenmutti Grace und gehen ihren eigenen Weg. Die beiden ziehen getrennt voneinander – jeweils mit Ehemann – Kinder groß, um sich dann 20 Jahre später erneut zu treffen.

"Wir werden Witze darüber in der ersten Folge haben", erklärte Greenblatt. "Es gibt eine interessante und clevere Erklärung, warum die beiden noch immer zusammenleben."

Produzent Max Mutchnick, der "Will & Grace" gemeinsam mit David Kohan erfunden hat, ergänzte: "Wenn beide Kinder haben, muss es darum gehen, dass sie Eltern sind, denn vermutlich wäre das ihre Priorität im Leben. Und wenn es keine Priorität wäre, wären sie zwar immer noch Eltern, aber dementsprechend schlechte. Wir wollten sie weder als gute noch als schlechte Eltern zeigen, sondern einfach als Will und Grace." Kohan ergänzte, dass er keine Lust habe, Will und Grace bei der Kindererziehung zuzusehen.

Die Dreharbeiten zur neuen Staffel von "Will & Grace" haben diese Woche begonnen. Auf Twitter veröffentlicht Mutchnick bereits seit Wochen Bilder vom neuen Set von "Will & Grace" sowie erste Entwürfe von Dialogen. Darin wird gezeigt, dass sich das Leben der Hauptfiguren in den letzten elf Jahren offenbar nicht sehr verändert hat – man zickt sich immer noch an und spricht hauptsächlich über Beziehungen und Dates.

Twitter

Twitter

Unterdessen zeigen die Hauptdarsteller via Twitter Bilder vom Set.

194 Folgen von "Will & Grace" wurden bis 2006 bei NBC ausgestrahlt. In Deutschland zeigten Pro Sieben und später Sat.1 die Sitcom in einer Synchronfassung. Trotz einer teils klischeehaften Zeichnung der homosexuellen Figuren galt die Serie als Wegbereiter für die Zunahme von LGBTI-Rollen im US-Fernsehen – immerhin war "Will & Grace" die erste Primetime-Serie in einem TV-Network, die homosexuelle Hauptfiguren hatte.

Die Serie hat auch zu einer verstärkten Akzeptanz von Schwulen und Lesben beigetragen, sind sich viele Fans sicher, darunter auch der frühere Vizepräsident Joe Biden. Als er sich 2012 erstmals für die Öffnung der Ehe aussprach, nannte er "Will & Grace" als Auslöser für veränderte Einstellungen gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren: "Ich denke, dass 'Will & Grace' möglicherweise mehr getan hat, um die Öffentlichkeit zu bilden, als irgend jemand sonst."

Außerdem, und das dürfte für die Neuauflage entscheidend sein, erzielte sie in dieser Zeit sehr gute Einschaltquoten, die das inzwischen schwächelnde NBC heute kaum noch erreicht, und gewann unter anderen 16 Emmys, darunter auch Auszeichnungen als beste Comedyserie sowie Schauspielpreise für alle vier Hauptdarsteller. Inzwischen liegt NBC bei den meisten TV-Awards abgeschlagen hinter Pay-Kanälen wie HBO oder Streamingdiensten wie Netflix.

Noch ist völlig unklar, ob und auf welchem Sender oder welcher Streamingplattform "Will & Grace" in Deutschland gezeigt wird. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 04.08.2017, 11:44h
  • Cool.

    Die ersten Staffeln fand ich echt super. Wenn das eher so wird wie die ersten Staffeln und nicht wie die letzten Staffeln, kann das wieder toll werden.

    Vor allem erwarte ich auch, dass es nicht mehr so bieder wird und dass sich diesmal nicht nur Heteros, sondern auch Schwule küssen dürfen.
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#2 FinnAnonym
  • 04.08.2017, 19:23h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Für mich war damals als pubertierender Schwuler Will & Grace jeden Samstag nachmittag Pflichtprogramm. (Wobei es stimmt, was Du über das Nachlassen der letzten Staffeln gesagt hast.)

    Aber neben den von Dir benannten Punkten würde ich mir nochwas wünschen:

    In den Trailern und auch in diesem "Wahlspecial" wird sehr stark auf den Running Gags von früher rumgeritten: Jacks "Just Jack" mit Händen neben dem Gesicht oder seine schrille Stimme, wenn er sich aufregt, Karens Lust, ihre Brüste an allem möglichen reiben zu wollen, etc.

    Diese Running Gags gehören natürlich dazu. Es ist gut, die in den Trailern so häufig zu zeigen, um die Erinnerung zu wecken. Und auch in den Episoden soll man das ruhig bringen, da diese Running Gags dazugehören und es jetzt ja nicht plötzlich andere Menschen sind.

    Aber während in den Trailern fast nur diese Running Gags zu sehen sind, hoffe ich, dass man sich in den Episoden nicht nur darauf verlässt und das eine Art Best-Of der alten Serie wird, sondern dass es durchaus auch neue Ideen gibt.

    Davon gehe ich zwar aus, wollte das aber nochmal erwähnen, dass es auch wichtig ist, die Balance aus den altbekannten Running Gags und Neuem zuu finden.
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#3 andreAnonym
  • 04.08.2017, 19:25h
  • Kurios. Hat mich nie interessiert die Serie. Die einzigsten US oder britischen Serien, die mir gefallen haben und wo nur ab und zu ein Schwuler einen Auftritt hatte, waren früher "Absolutely Fabulous" und jetzt "2 Broke Girls". Aber nur wegen Sophie Kachinsky. ;-).
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#4 RobinAnonym
  • 04.08.2017, 22:17h
  • Wo wir schon mal bei Wünschen sind:
    also ich fände es klasse, wenn bei den immer wiederkehrenden Nebenrollen Beverly Leslie wieder dabei wäre. Das war eine meiner Lieblingsrollen. Wie der sich immer mit Karen gekabbelt hat - herrlich...

    Fand ich viel besser als diese Haushälterin, die ja viel öfter auftrat.
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#5 LovesternProfil
  • 05.08.2017, 02:47hGreifswald
  • Cool. Ich freu mich drauf. Bis zur deutschen Fassung wird es aber sicher noch dauern. Sie waren damals zwar sehr angepaßt an das Hetero-Publikum- so gut wie keine Homo-Küsse oder Bettszenen, dafür jede Menge Titten-, aber sie waren lustig.
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#6 RobinAnonym
  • 05.08.2017, 08:52h
  • Antwort auf #5 von Lovestern
  • Ja, mit dieser Biederkeit bezüglich schwuler Intimität können sie heute nicht mehr kommen, dann wird das ein Flop. Es sind schließlich viele Jahre vergangen und es hat sich viel geändert in der Zeit.

    Was die Synchronisation betrifft, hoffe ich, dass man dieselben Synchronsprecher wie damals verpflichten kann. Ich finde es immer blöd, wenn sich in einer Serie plötzlich die Stimmen ändern.
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#7 Simon 91Anonym
  • 05.08.2017, 12:19h
  • Ich finde es gut, dass die neue Staffel auch nach der Verlängerung nur 16 Episoden haben soll.

    Früher waren das ja pro Staffel zwischen 22 und 27 (meistens 24) Episoden. Und da waren dann meisten 60-70 % der Episoden einer Staffel super und der Rest eher schwach oder teilweise sogar richtig schlecht.

    Dann lieber nur die besten Ideen verwerten und nur 16 starke Episoden pro Staffel statt noch weitere schwache Episoden, nur um möglichst viele Episoden zu bekommen.

    Klasse statt Masse!

    Ich bin richtig gespannt und hoffe, dass das toll wird.
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#8 MarcAnonym
  • 05.08.2017, 13:03h
  • Freue mich sehr drauf und hoffe, dass es nicht wieder Jahre dauert, bis die deutsche Synchronfassung fertig ist (die letzten Staffeln sind ja noch gar nicht lange auf dem Markt, dabei war die Serie schon seit Ewigkeiten abgedreht).

    In Zeiten von Donald Dump und Ehe für alle sollte ein bisschen mehr politisches Statement gewagt werden, denke ich. Wird aber eine Gratwanderung: Lustig soll's sein, politisch soll's sein, so gut wie die ersten Staffeln soll's sein, originell und irgendwie neu soll's aber auch sein... Wird die Quadratur des Kreises, die Erwartungen sind schon sehr hoch. Da kann man fast nur verlieren, fürchte ich.
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#9 Eric Straight EdgeAnonym
#10 FelixDEAnonym
  • 05.08.2017, 14:09h
  • Antwort auf #9 von Eric Straight Edge
  • Ich erlege mir in der Klausurphase immer Fernsehverbot auf. Über drei bis vier Wochen mal kein Fernseh zu schauen ist am Anfang zwar hart, aber du lernst auch ohne auszukommen. Um auf dem aktuellen Stand der Dinge zu bleiben, kauf dir eine vernünftige Zeitung. Zudem hast du viel Zeit, für anderen nützliche Dinge.

    Schau Dir diesen Artikel mal an.

    www.zeit.de/1978/22/Plaedoyer-fuer-einen-fernsehfreien-Tag

    Plädoyer für einen fernsehfreien Tag: Ein Anstoß für mehr Miteinander in unserer Gesellschaft. Von Helmut Schmidt
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