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Südafrika

Minister verprügelt Frau, die ihn schwul nannte

Südafrikas Vize-Hochschulminister Mduduzi Manana bedauert den "beschämenden Vorfall" nach einer "extremen Provokation" vor einem Nachtclub in Johannesburg.


Mduduzi Manana ist seit 2012 Vize-Hochschulminister, seit 2009 ist er Mitglied des südafrikanischen Parlaments (Bild: ANCWL)

Wegen eines Angriffs auf zwei Frauen ermittelt die südafrikanische Polizei gegen Vize-Hochschulminister Mduduzi Manana. Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagmorgen vor dem Nachtclub "Habana" in Johannesburg. Eines der Opfer soll den ANC-Politiker zuvor als schwul bezeichnet haben.

Der Vorfall war durch ein auf Twitter veöffentlichtes Video bekannt geworden. Zu sehen ist darin eine Frau, die von einer Gruppe Männer geschlagen, getreten und an den Haaren gezogen wird. Zeugenaussagen zufolge soll das zweite Opfer beim Versuch zu vermitteln ebenfalls von dem Minister geschlagen und zu Boden geworfen worden sein. Die beiden Frauen erstatteten Anzeige.

Twitter / Sinesipo | Handy-Video des Vorfalls

Entschuldigung des ANC-Politikers

In einer am Montag von der Regierung verbreiteten Stellungnahme entschuldigte sich der Vize-Minister für den Gewaltausbruch: "Trotz der extremen Provokation hätte ich Zurückhaltung zeigen sollen", erklärte Mduduzi Manana. "Dieser beschämende Vorfall hätte nicht passieren dürfen."

Die Partei des langjährigen Abgeordneten zeigte sich entsetzt über den Vorfall: "Der ANC verurteilt Gewalt gegen Frauen", heißt es in einer Erklärung. "Beschuldigte müssen mit der Härte des Gesetzes verfolgt werden." Südafrikas Polizeiminister Fikile Mbalula betonte, dass für Manana keine Sonderrechte gelten würden. Untersucht werden soll auch, warum die Türsteher des Clubs nicht dazwischengingen. (cw)

Twitter / Luwanda_Duma | Auch die Folgen des Angriffs verbreiteten sich über Twitter



#1 GeyFunAnonym
  • 08.08.2017, 21:25h
  • Die Homophonie in diesem Land scheint wirklich schlimm zu sein. Ich hoffe, die Frau wird bestraft!
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#2 DeliriumAnonym
  • 08.08.2017, 22:07h
  • Antwort auf #1 von GeyFun
  • Was hast du bitte eingenommen, dass du so derb schreibst??
    Lese nochmal nach: der Minister ist gegenüber den beiden Frauen gewalttätig geworden! Die Erklärung, dass sie ihn schwül nannten, ist keine Begründung.
    Dieser Minister sollte dringend ein Anti-Agressionstraining absolvieren.
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#3 GayFunAnonym
  • 08.08.2017, 23:00h
  • Antwort auf #2 von Delirium
  • Vielleicht liest du besser mal andere Meldungen zum Thema Homophonie:

    Wenn hierzulande jemand homophob beleidigt wird, ist eure Entrüstung groß.

    Wenn hierzulande jemand homophob beleidigt wird, empfehlt ihr: "Wir müssen uns endlich wehren"

    Und sobald "Südafrika" davor steht, soll das nicht mehr gelten?
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#4 OrthogonalfrontAnonym
  • 09.08.2017, 00:14h
  • Maximal schrankschwul der Kerl. Vor allem zu verurteilen ist eine Gesellschaft, die solche Subjekte hervorbringt.
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#5 stromboliProfil
  • 09.08.2017, 08:33hberlin
  • Antwort auf #1 von GeyFun
  • das wirft eine menge unbeantworteter fragen auf..
    ist jemanden schwul zu nennen ein strafwürdiges no go.
    Ist die reaktion des angesprochenen sich "beleidigt zu fühlen grund, tätlich gegen eine zweite-dritte person zu werden. Und reagieren wir nur, wenn mann frau schlägt wie in obigem falle...

    Warum schlägt mann frau?
    Warum nennt frau mann schwul? Warum jammern wir, weil wir schwulen uns im begriff "schwul scheints selbst angegriffen fühlen...

    Die im heterosexismus verhafteten beteiligten geben sich da beiderseitig kein jota in sachen heteronormativem denken&handeln...
    Das nicht zu erkennen ist der nächste schändliche no go!
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#6 TheDadProfil
  • 09.08.2017, 11:14hHannover
  • Antwort auf #4 von Orthogonalfront
  • ""Vor allem zu verurteilen ist eine Gesellschaft, die solche Subjekte hervorbringt.""..

    Wenn der Taschendieb "haltet den Dieb" brüllt..

    Welche Gesellschaft bringt denn ""solche Subjekte"" hervor ?

    Manana, 1984 geboren..
    Die Apartheid galt in Südafrika bis 1994..
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#7 OutAndProud
  • 09.08.2017, 11:16h
  • Antwort auf #3 von GayFun
  • ""Und sobald "Südafrika" davor steht, soll das nicht mehr gelten?""

    Doch, nur hilft es niemanden, wenn wir hier weiß und priviligiert meinen, den Südafrikanern oder Haitianern in Foren wie diesen mal eben in zwei Spalten Nachhilfe in Sachen Menschenrechte geben zu müssen oder gar zu können.

    Oder meinst du der Minuster liest deinen Kommentar ?

    Tut er nicht und wenn wäre er nur bedingt beeindruckt.

    Also dient dein Post einzig und alleine dazu die weiße Priviligierheit zu verteidigen.
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#8 DeliriumAnonym
  • 09.08.2017, 12:42h
  • Antwort auf #3 von GayFun
  • Hast du denn schon mal erlebt, dass ein deutscher Minister einen Bürger oder eine Bürgerin gewalttätig angriff, weil diese sagten, er sei schwul?
    Macron wurde als schwul betitelt, um seinen Wahlsieg zu verhindern. Hat er seine Widersacher geschlagen?

    Weil diese zwei Frauen sagten, er sei schwul, ist das noch lange kein Grund, um sie körperlich zu verletzen. Bei uns hätten diese zwei Frauen das Recht, Anzeige zu erstatten! Wenn er hetero ist und nicht aggressiv, hätte er einfach seine Familie präsentieren können - Punkt. Oder meinetwegen ein Post bei Facebook. Und das Thema ist erledigt.
    Was soll bitte der Angriff??

    Oder findest du sein Verhalten nachahmenswert?
    Es ist ja offensichtlich, dass er weitaus homophober ist als die zwei Frauen. Nebenbei scheint er ja sogar null Respekt vor Frauen zu haben!

    Und so wie du schreibst, erkenne ich auch kein Mitgefühl für die Frauen im Artikel!
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#9 DeliriumAnonym
  • 09.08.2017, 12:53h
  • Antwort auf #3 von GayFun
  • Was soll das mit Südafrika?
    Ich finde es ziemlich brutal wie sich der Minister verhalten hat. Wäre das in einem anderen Land geschehen, würde ich es genauso shit finden.
    Das ist nicht mehr demokratisch, sondern radikal. Und das darf ich scheiße finden.
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#10 seb1983