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Angriff auf "Governor's Mansion"

Wird Cynthia Nixon bald New York regieren?

Die bisexuelle "Sex and the City"-Darstellerin überlegt, in die Politik einzusteigen und Regierungschefin eines der mächtigsten US-Bundesstaaten zu werden.


Von "Sex and the City" in die Politik: Cynthia Nixon erwägt offenbar, Chefin des viertbevölkerungsreichsten Bundesstaates der USA zu werden (Bild: Metropolitan Transportation Authority of the State of New York / flickr)

Schauspielerin Cynthia Nixon (Miranda aus "Sex and the City") wird als nächste Gouverneurin des US-Bundesstaates New York gehandelt. Am Dienstag äußerte sich die 51-Jährige im NBC-Frühstücksfernsehen zu den Gerüchten: "Viele Leute wollen, dass ich mich um das Amt bewerbe." Nixon schloss eine Bewerbung nicht aus: Sie denke "aus vielen Gründen" darüber nach, ihr Nummer-eins-Thema sei die Bildungspolitik.

Die Gouverneurswahlen finden im November 2018 statt. Sollte Nixon, die Mitglied der Demokratischen Partei ist, antreten, müsste sie die Vorwahlen der Partei gewinnen, die zwei Monate zuvor stattfinden. Hier würde sie Amtsinhaber Andrew Cuomo herausfordern, der bereits seit 2011 Regierungschef des Staates ist und in dieser Funktion unter anderem ein Gesetz zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben unterzeichnet hat – ganze vier Jahre, bevor der Supreme Court die landesweite Ehe-Öffnung anordnete.

Direktlink | Cynthia Nixon gibt im NBC-Frühstücksfernsehen schon ganz die Politikerin

Attacke auf Cuomo

Nixon griff Cuomo auf NBC wegen dessen Bildungspolitik scharf an und forderte mehr sozialen Ausgleich im 20 Millionen Einwohner zählenden Bundesstaat. Sie warf dem Gouverneur vor, dass die 26 Milliarden Dollar, die pro Jahr für Schulen investiert werden, vor allem den Reichen zugute kommen würden: "Gouverneur Cuomo sagt: 'Wir geben mehr pro Schüler aus als jeder andere Staat.' Das mag zwar stimmen, aber der einzige Grund, warum das ist, liegt darin, dass wir so viel für die Kinder in unseren wohlhabensten Bezirken ausgeben", so die Schauspielerin, die selbst drei Kinder hat, davon zwei mit ihrem Ex-Mann und eines mit ihrer Ehefrau, die sie 2012 geheiratet hatte (queer.de berichtete).

Bislang ist Nixon nie in ein politisches Amt gewählt worden. In ihrer Heimatstadt New York City ist sie aber seit 2014 Teil eines Berater-Gremiums, das von Bürgermeister Bill de Blasio ins Leben gerufen wurde. Im Wahlkampf hatte sie den linksliberalen Politiker aktiv unterstützt.

In ihrer Schauspielkarriere stellte Nixon bereits einige politische Figuren dar, darunter zwei First Ladys: 2005 spielte sie in "Warm Springs" Eleanor Roosevelt, im vergangenen Jahr schlüpfte sie im TV-Film "Killing Reagan" in die Rolle von Präsidentengattin Nancy Reagan. (dk)