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20-Jähriger verlangt nach einem Kuss

Emo-Rapper Lil Peep outet sich als bisexuell

Der hoch gehandelte Nachwuchskünstler spricht via Twitter erstmals öffentlich über seine sexuelle Orientierung.


Lil Peep heißt bürgerlich eigentlich Gustav Åhr (Bild: Instagram / lilpeep)

Der amerikanische Rapper Lil Peep (bürgerlich: Gustav Åhr) hat sich am Dienstag auf Twitter als bisexuell geoutet. Das 20-jährige Nachwuchstalent aus Long Island bei New York City schrieb in zwei Tweets: "Ja, ich bin ein Bisexueller, der einen Kuss will."


So kurz und prägnant kann ein Coming-out sein

Lil Peep hatte seine Karriere vor zwei Jahren gestartet und behandelt in seinen Songs Themen wie Depressionen, Beziehungen oder Drogengebrauch. Wegen seines besonderen Stils wurde er vom Musikmagazin "Pitchfork" als Emo-Hoffnung für die Zukunft beschrieben. Emo steht für "emotional hardcore" und ist ein Musik-Subgenre, das in den Achtzigerjahren aus der Punk-Bewegung heraus entstand. Mehrere Musikexperten sagten dem 1996 geborenen Künstler eine große Zukunft in der Musikindustrie voraus.

"Ich war sehr eigenbrötlerisch und depressiv"

Im amerikanischen Hip-Hop-Magazin XXL erzählte Lil Peep im Mai von seinem eigenen Kampf gegen Depressionen: "Es gab einen Punkt, als ich zwei Monate nicht aus dem Haus hinaus gegangen bin. Ich war sehr eigenbrötlerisch und depressiv." Die Musik habe schließlich dazu beigetragen, dass er sein Schlafzimmer wieder verlassen habe.

In dem Interview erzählte der 20-Jährige auch, woher sein Name stammt: "Meine Mutter hat mich Peep genannt, seit ich ein Baby war. Ich war also immer schon Peep." Er bezeichnete es als "surreal", wie schnell seine Popularität angewachsen sei. "Das ging so schnell, dass es fast nicht real erschien", sagte Peep.

Bislang hat der Emo-Rapper noch keinen Vertrag mit einer großen Plattenfirma unterzeichnet. Auf Youtube sind seine Songs allerdings sehr populär: Das Lied "White Wine" wurde bereits rund sechs Millionen Mal angeklickt, "Benz Truck" mehr als fünf Millionen Mal, "The Way I See Things" brachte es bislang auf 4,6 Millionen Klicks. Vor rund zwei Wochen veröffentlichte er sein neuestes Video "The Brightside", das Fans bislang eine dreiviertel Million Mal angesehen haben. (cw)



#1 GayFunAnonym
  • 10.08.2017, 20:53h
  • Hmmm, ich tippe mal darauf, sein nächster Partner wird zufällig ein Mann sein, und der danach auch, und der zwischendrin auch.
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#2 daVinci6667
#3 herve64Profil
  • 10.08.2017, 21:53hMünchen
  • Warum ist es eigentlich journalistisch irgendwie interessant, dass sich ein unbekannter, mit potthässlichen Tattoos und Piercings verunstalteter Typ als "bisexuell" outet? Wen interessiert das eigentlich?
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#4 RoBInAnonym
#5 RoBInAnonym
#6 GayFunAnonym
  • 11.08.2017, 20:21h
  • Antwort auf #5 von RoBIn
  • "Willst du damit sagen dass Bisexualität nicht existiert? wenn muss ich dir sagen, dass du faschistische Positionen vertrittst."

    Wenn ich geschrieben habe, "ich glaube nicht, dass Bisexualität existiert", dann will ich wohl damit sagen, dass Bisexualität nicht existriert, oder? Und wenn ich das nicht geschrieben habe, dann will ich das damit wohl auch nicht sagen, oder? Ist das wirklich so kompliziert?

    Und jetzt nenn mich was du willst.
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#7 Homonklin44Profil
  • 12.08.2017, 03:32hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von herve64
  • Manchmal frage ich mich auch sowas, aber der hier schaut ja unter seiner Körper- und Klamotten-Kunst so übel echt nicht aus, und macht auch noch einen gewissen eigenen Stil in Sachen Musik.

    Ist halt geschmacksabhängig. Einige mögen Tatoos, andere überhaupt nicht. Einige mögen junge Männer, andere Ältere. Einige mögen Klassik und Schlager, andere das, was in ihrer Jugend populär war und wieder andere konsumieren Musik ohne Zeitbegrenzungen.

    Von daher positiv überrascht. Bisexuelle haben es oft noch schwerer mit ihrer Orientierung, weil sie teils sogar von anders Orientierten angezweifelt und teils angefeindet werden. Viele Leute allgemein nehmen Bisexualität als Orientierung nicht mal Ernst. Das muss sich ändern.
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#8 herve64Profil
  • 12.08.2017, 14:47hMünchen
  • Antwort auf #7 von Homonklin44
  • Sehe ich anders: sie jammern nur darüber herum, dass sie niemand wahr nimmt und bei keiner Seite so wirklich ankommen.

    Fakt ist allerdings, dass der Mensch an sich eben von Haus aus ein Egoist ist, und das spiegelt sich eben auch in seinem Sexualverhalten wider. Soll heißen: jeder, der auch schon beim leisesten Verdacht, seinen Partner respektive seine Partnerin mit jemanden teilen zu müssen, konfrontiert wird, ist damit per se schon mal grundsätzlich überfordert. Und es spielt keine Rolle, ob diese Situation nun tatsächlich vorliegt oder nicht. Da stechen dann doch eher Eifersucht und Verlustangst hervor, die eben dann zu irrationalen Verhaltensweisen wie der Ablehnung einer bisexuellen Person führen.

    Das allerdings ist der Punkt, an dem man arbeiten sollte. Mit Coming Outs alleine ist es nicht getan.
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