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Coming-out

Die englische Fußball-Liga hat ihren ersten offen schwulen Schiedsrichter

Sein Versteckspiel habe seine Leistungen beeinträchtigt, begründete Ryan Atkin sein Coming-out. Nun wird er in der neuen Saison erstmals Spiele der englischen National League leiten.


Referee Ryan Atkin sprach in einem Interview mit "Sky Sports" erstmals öffentlich über seine Homosexualität (Bild: FA)

Als erster Profi-Schiedsrichter in England hat sich Ryan Atkin in der vergangenen Woche als schwul geoutet. "Die eigene Homosexualität zu akzeptieren ist schwer, besonders im Fußball", erklärte der 32-Jährige in einem Interview mit "Sky Sports". "Ich bin aber an den Punkt gekommen, wo ich glücklich sein und mich auf das konzentrieren wollte, was richtig für mich ist." Das jahrelange Versteckspiel habe seine Leistungen auf dem Spielfeld beeinträchtigt.

Homophobie sei noch immer ein Problem im Fußball, meinte Atkin, die Situation habe sich jedoch – u.a. durch die Regenbogenschnürsenkel-Kampagne – deutlich verbessert. Mit seinem Schritt an die Öffentlichkeit wolle er den Weg zu mehr Akzeptanz unterstützen: "Ich fühle mich nicht als Vorreiter, aber ich denke schon, dass mein Coming-out anderen helfen kann, zu sich selbst zu stehen, vor allem jungen Menschen."

Unterstützung von der Football Association

Gleichzeitig forderte der Schiedsrichter mehr Engagement von Verbänden und Sponsoren: "Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden internationalen Turniere, die in Ländern stattfinden, in denen Homosexualität verboten ist oder in denen Menschen wegen ihrer Sexualität verfolgt werden, ist es wichtiger denn je, dass Gremien, große Organisationen und Marken weiterhin Kampagnen für die Gleichheit aller Menschen unterstützen."

In Stellungnahmen begrüßten sowohl die Football Association (FA) als auch die Premier League Atkins Coming-out geradezu überschwänglich. Seiner Karriere schadete das Interview mit "Sky Sports" nicht: Der Schiedsrichter wird in der neuen Saison erstmals Spiele der englischen National League Süd und Nord leiten, das ist die fünfhöchste Liga des Landes. In höheren Ligen wird er von der FA zudem als Vierter Offizieller eingesetzt. (cw)



#1 Patroklos
  • 13.08.2017, 11:09h
  • Herzlichen Glückwunsch zum Coming-Out und das sollte auch andere Schiedsrichter dazu ermutigen, den Schritt zu gehen, was natürlich auch für alle Profifußballer dieses Planeten gilt.
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#2 Bibiana SteinhausAnonym
  • 13.08.2017, 11:58h
  • Der deutsche Fußallbund (DFB) hätte ihn jetzt suspendiert, mit der Begründung, dass ein schwuler Schiedsrichter attraktive Fußballspieler weniger häufig und weniger hart bestrafen würde als weniger attraktive Fußballspieler.

    Tja, der DFB schürt Homophobie, während die erste Liga in England Homophobie bekämpft.

    Armer deutscher Fußball.
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#3 MarekAnonym
  • 13.08.2017, 12:33h
  • "Sein Versteckspiel habe seine Leistungen beeinträchtigt, begründete Ryan Atkin sein Coming-out."

    Ein weiterer Grund, weshalb man sich nicht selbst verleugnen sollte.

    Das Versteckspiel kann langfristig nicht ohne negative Folgen für Körper und Seele bleiben...
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#4 FünfteLigaAnonym
  • 13.08.2017, 16:41h
  • Kennt sich jemand im englischen Fussball aus?

    "Fünfthöchste Liga" klingt jetzt nicht so, als würde man da Manchester United oder Chelsea antreffen.

    Zum Vergleich: In .de ist die fünfte Liga die Oberliga. Da spielen ca. 220 Vereine, darunter so weltbakannte wie der "Malchower SV" oder der "SC Staaken".

    Oder zählt man auf der Insel "anderes herum"?
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#5 IsaakAnonym
  • 13.08.2017, 20:32h
  • Antwort auf #4 von FünfteLiga
  • Mit Manchester United oder Chelsea hat das in der Tat wenig bis gar nichts zu tun; wie Sie richtig annehmen, ist fünfte Liga auch in England fünfte Liga (die Zählweise und Ligahierarchie ist gleich), d.h. eine Ansammlung aus selbst geneigten Fans gänzlich unbekannter und zum Teil nicht einmal im Rahmen etablierter Profistrukturen operierender Provinzklubs. Da man unter der "englischen Fußball-Liga" gemeinhin die Premier League versteht, ist die Artikelüberschrift zumindest irreführend.
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