Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29478

Linke kritisiert "Totalverweigerung" des OB

Mönchengladbach vertreibt die "Gay*Com"

Der schwul-lesbische Städtetag fühlt sich von CDU-Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners nicht willkommen und weicht deshalb kurzfristig nach Düsseldorf aus.


Gegen Regenbogenfahnen am Rathaus: Hans Wilhelm Reiners (CDU) ist seit 2014 Oberbürgermeister von Mönchengladbach (Bild: Neozoon / wikipedia)

Der schwul-lesbische Städtetag "Gay*Com", der von den NRW-Landesverbänden Schwules Netzwerk und LAG Lesben seit 2004 jährlich in einer anderen Stadt veranstaltet wird, findet in diesem Jahr nicht in Mönchengladbach, sondern in Düsseldorf statt. Darüber informierte der Kreisverband der Linken am Montag in einer Pressemitteilung.

Die Organisatoren reagierten damit auf eine sehr zögerliche Unterstützung durch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU) für die am 14. Oktober geplante Veranstaltung und einen monatelangen Streit im Stadtrat. "Die Gay*Com ist ein fachlicher Austausch zu LSBTI*-Kommunal-Politik", erklärte die Geschäftsführerin der LAG Lesben in NRW, Gabriele Bischoff, zur Absage an die Stadt Mönchengladbach. "Da passt es nicht, wenn wir vor Ort das Stadtoberhaupt erst davon überzeugen müssen, Engagierte freundlich zu begrüßen."

Die Stadt wollte nicht Mitveranstalter sein

Im September vergangenen Jahres hatte der Stadtrat die "Gay*Com" auf Initiative der damaligen PiPa-Gruppe (Piraten und Die Partei) nach Mönchengladbach eingeladen. Doch als es in diesem Jahr um die Details ging, wollte die von einer Großen Koalition regierte Stadt weder Mitveranstalter sein noch städtische Räume für die Tagung zur Verfügung stellen – die bisherigen "Gay*Coms" wurden in der Regel auf Einladung des entsprechenden Oberbürgermeisters im Rathaus oder Ratssaal durchgeführt. Mönchengladbachs Stadtoberhaupt Reiners wollte hingegen maximal ein Grußwort schreiben und bei der Eröffnung vorbeischauen.


Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) begrüßte die Teilnehmer der "Gay*Com" im vergangenen Jahr im Ratssaal (Bild: Elke Brockhagen)

Als alternativer Veranstaltungsort wurde die Stadtsparkasse gefunden, die weniger Berührungsängste zeigte. Nach einer hitzigen Debatte beschloss der Stadtrat im Mai einen von der SPD erkämpften "Kompromiss", dass die Veranstalter zumindest das Logo der Stadt benutzen dürfen. Mit knapper Mehrheit sprachen sich die Kommunalpolitiker jedoch gegen eine Regenbogenbeflaggung am 14. Oktober an den Rathäusern in Gladbach und Rheydt aus. Auch Hans Wilhelm Reiners lehnte diese symbolische Geste zur "Gay*Com" ab.

Die Linke sieht nun einen "enormen Imageschaden" durch die "Totalverweigerung" des Oberbürgermeisters. "Wenn ein Stadtoberhaupt wie OB Reiners dem städtischen Ansehen und Image durch sein Handeln Schaden zufügt, den er eigentlich abwenden soll, dann erwarte ich jetzt von unserem Oberbürgermeister eine sofortige Entschuldigung an die queere Community mit ihren vielen engagierten Menschen, insbesondere aber an die Organisatoren", forderte Christian Ibels, Sprecher der AG-Queer der Linken in Mönchengladbach. (cw)



#1 WindheimerAnonym
  • 15.08.2017, 09:23h
  • Wie war das bei der Ehe für Alle im Bundestag.....Man brauche sie nicht speziell, weil doch allgemein eine Akzeptanz da sei....
  • Antworten » | Direktlink »
#2 KlartextAnonym
  • 15.08.2017, 09:34h
  • de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wilhelm_Reiners

    Der Katholik Reiners hat ein Machtproblem:

    Er studierte auf Lehramt (Macht über Kinder), schafft aber das 2. Staatsexamen nicht.

    Er versucht sich als Redakteur (Macht über Meinungen), bricht aber auch das ab.

    Schließlich wird er Berufspolitiker (Macht über die Gesellschaft).

    Vielsagend auch, dass MG von einer großen Koalition regiert wird ... also ist mal wieder die SPD mit in der homophoben Verantwortung.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SebiAnonym
  • 15.08.2017, 09:50h
  • Wenn Mönchengladbach der Meinung ist, auf die Einnahmen, die restlichen wirtschaftlichen Effekte und die Förderung des Tourismus verzichten zu können - bittesehr. Dann profitieren eben andere davon.

    Es gibt genug andere Städte, wo der Hass einzelner Personen nicht über das Wohl der Stadt gestellt wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FennekAnonym
  • 15.08.2017, 09:59h
  • Düsseldorf ist doch eh tausendmal schöner als Mönchengladbach.

    Ich kann zwar nicht verstehen, wieso immer alle so von Düsseldorf schwärmen, denn so besonders toll finde ich es jetzt auch nicht. Aber besser als Mönchengladbach ist es allemal.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 RheinländerAnonym
#6 DresdnerAnonym
  • 15.08.2017, 11:20h
  • Die dortige CDU macht Werbung für eine Veranstaltung der homophoben B.Kelle. Da wird sich die CDU kaum fürLGBT Rechte sich einsetzen .
  • Antworten » | Direktlink »
#7 schwuler Nichtdtschr*Anonym
  • 15.08.2017, 12:39h
  • Antwort auf #2 von Klartext
  • *gay man, non german

    Ich finde auch diesen Namen "Grosse Koalition" ein bisschen schraeg. Ich weiss, die Bezeichnung hat sich halt nun einmal in den Medien in Dtl. durchgesetzt, wohl auch in der Fachwelt, und sie bezeichnet die Koalition der zwei groessten Parteien in Dtl. Aber mann - also ich - stellt sich unter der Bezeichnun eher eine Koalition von vielen Parteien, z.B. 5 oder 10 Parteien oder sowas. Wie in Belgien z.B., aber wie es sich dort auch gezeigt hat, geht sowas wohl meistens schief. Das ist vielleicht auch ein Machtproblem, das sowas dann oft schiefgeht.
    Wie bei jeder Arbeit, geht es in den von Ihnen genannten Taetigkeiten nicht um Macht, sonder um Verantwortung, Staerke, Selbstbewusstsein und Performanz. Sonst hat mann (oder auch frau) wirklich ein Machtproblem. Und meistens wird die Arbeit auch kollegial durchgefuehrt, ist in meiner Erfahrung auch die optimale Situation, bzgl. Arbeitsumstaenden und dem Ergebnis dann, das herauskommen soll.
    Gruss
  • Antworten » | Direktlink »
#8 schwuler Nichtdtschr*Anonym
  • 15.08.2017, 12:46h
  • Antwort auf #2 von Klartext
  • *gay man, non german

    Alle Parteien, die in Regierungen mitgemacht haben, die Verbrechen begangen oder ermoeglicht haben, sind in der vollen Verantwortung fuer die begangenen Verbrechen. Soviel ist die Gesellachaft wohl den Opfern verpflichtet.
    Gruss
  • Antworten » | Direktlink »
#9 KlartextAnonym
  • 15.08.2017, 13:09h
  • Antwort auf #7 von schwuler Nichtdtschr*
  • Nein, "man" stellt sich unter dem Begriff "Große Koalition" in Deutschland keine Koalition aus fünf bis zehn Parteien vor, sondern genau diese eine Koalition der beiden zurzeit größten deutschen Parteien.

    Und genau diese Große Koalition aus CDU/CSU und SPD hat bis vor kurzem seit etlichen Jahren verhindert, dass Deutschland in Bezug auf die rechtliche Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben eher Osteuropa nahestand denn Westeuropa.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 KlartextAnonym