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Sachsen

SPDqueer kritisiert Homophobie in evangelischer Kirche

Die offene Homophobie in Teilen der sächsischen Landeskirche wird nun auch von den queeren Sozialdemokraten kritisiert.


Anders als in anderen Landeskirchen scheint in Sachsen das Kreuz und die Regenbogenfahne nur schwer vereinbar zu sein (Bild: BookMama / flickr)

Die sächsische Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung in der SPD (SPDqueer) hat am Montag scharfe Kritik an der Diskriminierung eines schwulen Jugendwarts in der evangelischen Kirche des Freistaats geäußert: "Weil sich ein Jugendwart aus Aue durch seine Verpartnerung als schwul outete, wurde ihm Predigt- sowie Begegnungsverbot mit Jugendlichen erteilt. Diese Zustände erinnern an die finstersten Zeiten der Schwulenverfolgung, als homosexuellen Männern Berufsverbote drohten wenn sie sich outeten oder geoutet wurden", erklärte SPDqueer-Chef Oliver Strotzer.

Der Anlass für die Kritik: Mehrere Kirchengemeinden aus dem Erzgebirge hatten dem 54-jährigen Jugendwart Jens Ullrich, der seit 18 Jahren für die Kirche arbeitet, nach Bekanntwerden seiner Homosexualität verboten, an Veranstaltungen mit Jugendlichen teilzunehmen (queer.de berichtete). Innerhalb der Kirche führte das zu einer Debatte über die Akzeptanz der schwulen "Lebensweise", die teilweise von homophoben Tönen begleitet wurde. Der Auer Pfarrer Jörgen Schubert verglich Homosexualität etwa mit einer Allergie: "Wenn einer eine Mehlstaub-Allergie hat, dann kann er auch nicht Bäcker werden" (queer.de berichtete).

Strotzer: In Sachsen drehen sich die Uhren anders

Strotzer bedauerte, dass trotz der "Meilensteine, die politisch für die Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Deutschland in diesem Jahr erreicht wurden", sich die Uhren in Sachsen anders drehten. "In vielen anderen evangelischen Landeskirchen wurden bereits die Traugottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet, in Sachsen dagegen tobt noch immer ein erbitterter Kulturkampf zwischen aufgeklärten und weltoffenen Christen und einer von Landesbischof Rentzing angeführten Gruppe von Evangelikalen, die die Bibel wortwörtlich auslegen. Natürlich nur jene Passagen, die ihr Weltbild stützen."

Seine Partei unterstütze die "aufgeklärten Kräfte" innerhalb der Kirche, "die alle Menschen willkommen" heißen würden, so Strotzer. Von ganz oben in der Landeskirche erwartet er keine Hilfe: "An den Landesbischof appelliere ich dabei schon lange nicht mehr."

Der SPD-Politiker spielte damit auf homophobe Äußerungen von Landesbischof Carsten Rentzing an, der etwa in einem Zeitungsinterview behauptet hatte, dass "gelebte Homosexualität" pauschal nicht "dem Willen Gottes" entspreche (queer.de berichtete). Im aktuellen Fall soll er aber den gemobbten Jungendwart angerufen und ihm trotz seiner Homosexualität Unterstützung angeboten haben, berichtete "Tag24". Öffentlich zu dem Fall geäußert hat sich der Landesbischof indes nicht. (dk)



#1 WoowAnonym
  • 15.08.2017, 17:38h
  • So, wer will anfangen? "Einzelfall"-Paulus? "Atheisten sind viel schlimmer"-Traumzerstörerin? Oder doch "Mir fehlt die Toleranz für die arme Kirche"-Blödsinn?
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#2 PustekuchenAnonym
#3 ollinaieProfil
  • 15.08.2017, 18:42hSeligenstadt
  • "Im aktuellen Fall soll er [Landesbischof Carsten Rentzing] aber den gemobbten Jungendwart angerufen und ihm trotz seiner Homosexualität Unterstützung angeboten haben"

    Geld für eine "freiwillige Ausreise" ???
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#4 Paulus46Anonym
#5 habemus_plemplem
  • 15.08.2017, 21:58h
  • Vielen Dank an SPDqueer für dieses klare Statement! Sehr gut!

    Und - haben wir das jetzt eigentlich geklärt, ob Homosexualität wirklich existiert? Ob bisexuelle Mehlwürmer theoretisch geheilt werden sollten? Ob Glaube ganz genau wie wissenschaftliche Forschung ist, bloß halt anders? Ob es wirklich irgendwo Atheisten gibt, die etwas für Geisteswissenschaften übrig haben? Gibt es wirklich Religioten? Und darf man das sagen? Und wann wird der Kirchenaustritt eigentlich Gesetz?

    Oder sind wir heute nicht zum Scherzen aufgelegt?
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#6 SebiAnonym
  • 16.08.2017, 09:24h
  • Letztendlich ist die evangelische Kirche halt auch nicht besser als die katholische Kirche.
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#7 TheDadProfil
  • 16.08.2017, 10:42hHannover
  • Antwort auf #4 von Paulus46
  • Dieser Werbeblock wurde präsentiert von
    "Paulus46"..

    ""Die Landeskirche Sachsen hat sich im Laufe der Jahre immer weiter liberalisiert und ist LGBT-Freundlicher geworden.""..

    Die Wahl eines Evangelikalen in die Führungsspitze der "Landeskirche" spricht für alles andere als eine "liberalisierung" !
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#8 Paulus46Anonym
  • 16.08.2017, 11:20h
  • Antwort auf #6 von Sebi
  • "Letztendlich ist die evangelische Kirche halt auch nicht besser als die katholische Kirche."

    Solche ein Satz kann nur von einem Atheisten kommen, der auf allgemeines Kirchebashing aus ist, aber sicherlich nicht von einem LGBT-Aktivisten, denn ein LGBT-Aktivist würde wissen, dass es im Jahre 2017 eine ganze Reihe an lutherischen, reformierten, unierten, unitarischen, presbyterianischen, quäkerischen, altkatholischen und anglikanischen Kirchen in Europa/Nordamerika gibt, wo homosexuelle Paare und Regenbogenfamilien voll akzeptiert sind und homosexuelle Paare nach Ihrem Gang zum Standesamt eine kirchliche Trauung erhalten, was bei der römisch-katholischen Kirche nicht der Fall ist.
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#9 FennekAnonym
  • 16.08.2017, 12:25h
  • Antwort auf #8 von Paulus46
  • Nein, er kommt von jemandem, der die Berichterstattung verfolgt und der halt sieht, dass die evangelische Kirche genauso diskriminiert wie die katholische - so wie in diesem Artikel (auf den Du antwortest, offenbar ohne ihn gelesen zu haben) zu lesen ist.

    Oder hat das alles angeblich gar nicht stattgefunden und ist queer.de für Dich Lügenpresse?
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#10 LattenjuppAnonym
  • 16.08.2017, 12:27h
  • Antwort auf #8 von Paulus46
  • Du bist doch selbst ein Atheist. Oder glaubst Du an Zeus?

    Warum lässt die Moderation von queer.de es seit Jahren zu, dass einzelne User hier beständig mit Dutzenden copy & post Texten, Werbung für ihre privatwirtschaftlichen Firmen betreiben?
    Für ihre sexistischen, homophoben, rechtsoffenen, arbeitnehmerfeindlichen Firmen?
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