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Diebstahl beim Sex

Familienvater raubte Schwule auf Rastplätzen aus

Am Dienstag hat der Prozess gegen einen 45-Jährigen begonnen, der seinen Opfern auf Cruising-Parkplätzen erst Avancen machte, sie dann beklaute und schließlich Pfefferspray einsetzte, als er ertappt wurde.


Die beiden von der Staatsanwaltschaft dokumentierten Straftaten ereigneten sich auf Autobahn-Rastplätzen bei Köln und Aachen

Vor dem Kölner Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen einen 45-Jährigen begonnen, der mindestens zwei Männer beim Sex auf Cruising-Rastplätzen in NRW bestohlen hat. Der Angeklagte, ein früherer Gastronom, der seit zwölf Jahren mit einer Frau verheiratet und Vater dreier Töchter ist, gestand die ihm von der Staatsanwaltschaft vorgeworfenen Taten.

Der erste Fall liegt zehn Jahre zurück. Auf dem Rastplatz der A57 vor Worringen stieg der Angeklagte in das Auto eines damals 23-Jährigen, für den es nach Aussage vor Gericht die "ersten sexuellen Erfahrungen" waren, berichtete der "Express". Doch während man sich "gegenseitig heiß" gemacht habe, habe der Angeklagte auf der Rückbank gewühlt und versucht, seinen Camcorder und Geld zu stellen. Als er seinen Sexpartner zur Rede stellen wollte, sei er mit Pfefferspray schachmatt gesetzt worden, so das Opfer im Zeugenstand.

Weiterer Raub auf Rastplatz bei Aachen

Sehr ähnlich verlief der zweite dokumentierte Überfall, der sich im Oktober 2011 auf einem Rastplatz der A44 bei Aachen ereignete. Der attraktive Angeklagte habe ihn angemacht und es sei in seinem Wagen zu ersten Berührungen gekommen, berichtete das heute 38-jährige Opfer vor Gericht. Als er den Diebstahl bemerkte, sei er ebenfalls mit Reizgas angegriffen worden.

Eine bei der Flucht verlorene Baseballmütze führte laut "Rheinischer Post" schließlich zur Identifikation des geständigen Täters. Vor einigen Monaten führte die damals gespeicherte DNA-Probe zu einem Treffer in der Polizeidatenbank. Der Grund: Im Juli 2016 war der Angeklagte wegen eines Raubübergriffs in einem Sexkino in Mönchengladbach zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Opfer war auch hier ein schwuler Mann, bei der Tat kam ebenfalls Pfefferspray zum Einsatz.

Weitere Straftaten vermutet

Vermutet wird, dass es zu weiteren Raubüberfällen kam, die Opfer jedoch aus Scham auf eine Anzeige verzichteten. So berichtete der zweite Geschädigte vor Gericht, dass er den Angeklagten auf einem Rastplatz bei Kerpen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gesehen habe. Die alarmierte Polizei sei jedoch zu spät eingetroffen.

Der Angeklagte entschuldigte sich am ersten Prozesstag für seine Taten und begründete sie mit Schulden nach der Schließung seines Restaurants. Warum er seine Opfer auf Cruising-Parkplätzen suchte, blieb jedoch unklar. Er habe nichts gegen Schwule, erklärte der 45-Jährige. Die Frage des Richters, ob er selbst Interesse an Männern habe, ignorierte der Familienvater.

Das Urteil soll in der kommenden Woche gefällt werden. (cw)



#1 oooooAnonym
#2 Patroklos
  • 16.08.2017, 08:41h
  • Der Familienvater ist ein Wiederholungstäter und gehört in den Knast! Dort kann er einmal darüber gut nachdenken, was er seinen Opfern angetan hat.
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#3 SebiAnonym
  • 16.08.2017, 09:19h
  • Hoffentlich gibt es eine saftige Strafe.

    Gut, dass die Opfer Anzeige erstattet haben und vor Gericht aussagen.
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#4 schwarzerkater
  • 16.08.2017, 10:32h
  • kriminelles subjekt und wiederholungstäter. wer nimmt denn viel geld zum cruisingplatz mit oder ins pornokino? dem typen ging es um ganz was anderes.
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#5 TheDadProfil
  • 16.08.2017, 10:39hHannover
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • ""Der Familienvater ist ein Wiederholungstäter und gehört in den Knast!""..

    Wer dann den Artikel liest..

    ""Der Grund: Im Juli 2016 war der Angeklagte wegen eines Raubübergriffs in einem Sexkino in Mönchengladbach zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.""..

    Mit einem bisschen nachrechnen kann man dann wissen :
    Der sitzt noch..
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#6 RyanSteckenAnonym
  • 16.08.2017, 11:08h
  • Tja, wer auf Rastplätzen Kontakte sucht, der muss sich über solche Konsequenzen nicht wundern. Abgesehen davon belästigt so ein Treiben dort in der Regel auch Rastende. Daher ist das ganze eine intolerante Art und Weise zu leben. Und die Strafe folgte ja auf dem Fuße
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#7 SanottheProfil
  • 16.08.2017, 12:39hRhüffel-Ostend
  • Antwort auf #6 von RyanStecken
  • Als ich die Kommentare öffnete, dachte ich mir eben noch "mal sehen, wann die erste Täter-Opfer-Umkehr kommt". Und siehe da: hier ist sie.

    Mit dem schönen Zusatz, dass die Opfer die wahren Intoleranten seien.

    Totaler Bullshit, aber das weißt Du ja sicher selbst, weil Du hier nur stänkern willst.
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#8 LaurentProfil
#9 EhrlichAnonym
#10 OutAndProud