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US-Studie

Regenbogenfamilien beeinflussen geschlechtliche Identität von Kindern nicht

Amerikanische Forscher räumen mit dem Vorurteil auf, dass sich Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern eher geschlechtsuntypisch verhalten.


Ob sich Adoptivkinder geschlechtstypisch oder -untypisch verhalten, liegt nicht an der sexuellen Orientierung der Eltern (Bild: Tom Reynolds / flickr)

Adoptivkinder, die von schwulen oder lesbischen Paaren aufgezogen werden, unterscheiden sich in geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen nicht von Adoptivkindern mit heterosexuellen Eltern. Das ist das Ergebnis einer Studie unter Leitung der Verhaltensforscherin Rachel H. Farr von der University of Kentucky in Lexington, die am Dienstag im Fachmagazin "Sex Roles" veröffentlicht wurde.

Die Forscher untersuchten über einen längeren Zeitraum insgesamt 106 amerikanische Adoptivfamilien, die entweder von schwulen, lesbischen oder heterosexuellen Paaren angeführt wurden. Dabei wurde analysiert, ob sich die Kinder – zunächst im Vorschulalter, dann später als Grundschüler – geschlechtstypisch oder -untypisch verhielten. So beobachteten die Wissenschaftler, wie die Vorschul-Kinder spielten, und ließen die Eltern Fragebögen ausfüllen. Fünf Jahre später befragten sie die gleichen Kinder nach ihren Vorlieben.

Das Ergebnis: Die Forscher konnten keine messbaren Verhaltensunterschiede zwischen Kindern aus "traditionellen" Familien und aus Regenbogenfamilien feststellen. Die meisten Kinder verhielten sich so, wie es geschlechtlichen Klischees entspricht. Einen Unterschied machte allerdings aus, welche Spielzeuge oder Spiele die Kinder im Vorschulalter bevorzugten; spielten sie eher mit Objekten, die eher dem anderen Geschlecht zugeordnet werden, interessierten sie sich fünf Jahre später eher für rollenuntypische Berufe oder Aktivitäten.

Farr: Hetero-Eltern "nicht notwendig" für typische geschlechtliche Entwicklung

Für die Studienleiterin ist das Ergebnis eindeutig: "Es scheint so, dass es nicht notwendig ist, sowohl ein männliches als auch ein weibliches Vorbild zu Hause zu haben, um die typische geschlechtliche Entwicklung unter adoptierten Kindern hervorzurufen. Das Geschlecht der Eltern hat keinen Einfluss auf die geschlechtliche Konformität", erklärte Farr.

Das Ergebnis dürfte allerdings nur bedingt Auswirkungen auf die politische Debatte haben, da viele Homo-Gegner generell Forschungsergebnisse ablehnen, die ihren Thesen widersprechen. So erklärte der republikanische Parlamentsabgeordnete Steve King im vergangenen Jahr, dass er Studienergebnisse zum Klimawandel und zu Regenbogenfamilien generell nicht ernst nähme, und erklärte selbstsicher: "Ein männliches Vorbild und ein weibliches Vorbild zu Hause zu haben – speziell das Modell von Vater und Mutter, die als Team zusammenarbeiten – das ist der beste Weg; es ist zu hoffen, dass alle Kinder so erzogen werden" (queer.de berichtete).

Rachel H. Farr hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres Teilergebnisse ihrer Untersuchungen an Adoptivkindern veröffentlicht. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass Adoptivkinder in Regenbogenfamilien genauso glücklich und gesund sind wie Kinder, die von heterosexuellen Paaren großgezogen werden (queer.de berichtete). (dk)



#1 SebiAnonym
  • 16.08.2017, 12:29h
  • Die x-te wissenschaftlich fundierte Studie, die belegt, dass die ganzen Homohasser lügen und dass Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut aufwachsen wie in Hetero-Familien.

    Aber selbst wenn das noch 1000 weitere Studien sagen, werden die Homohasser weiterhin stur das Gegenteil behaupten, weil es ihnen gar nicht um die Fakten geht und weil sie längst in ihre Welt des Wahns abgedriftet sind.
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#2 PierreAnonym
  • 16.08.2017, 12:45h
  • #######################
    Hetero-Eltern "nicht notwendig" für typische geschlechtliche Entwicklung
    #######################

    Wieso auch: es kommt darauf an, dem Kind Liebe, Fürsorge, Vertrauen und Geborgenheit zu geben und nicht auf das Geschlecht der Eltern.

    Es gibt ja auch Alleinerziehende, wo auch "das zweite Geschlecht fehlt" und da wachsen die Kinder auch gut auf.
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#3 FinnAnonym
  • 16.08.2017, 12:55h
  • Auch ohne Studien sagt einem schon der gesunde Menschenverstand und der Blick auf die Betroffenen, dass Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut aufwachsen und dass ein liebevolles Zuhause immer besser ist, als wenn sie im Heim oder auf der Straße aufwachsen.

    Oder auch als wenn sie bei einem Heteropaar aufwachsen, das seine Kinder vernachlässigt, misshandelt, o.ä.
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#4 stromboliProfil
  • 16.08.2017, 13:19hberlin
  • womit bewiesen wäre, dass gleichgeschlechtliches wie heterogeschlechtliches nicht anerzogen ist.
    Keine neue erkenntnis insgesamt, aber wenns der eigenen beruhigung denn dient..
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#5 MarekAnonym
  • 16.08.2017, 13:50h
  • "So erklärte der republikanische Parlamentsabgeordnete Steve King im vergangenen Jahr, dass er Studienergebnisse zum Klimawandel und zu Regenbogenfamilien generell nicht ernst nähme"

    Und die Erde ist eine Scheibe, basta.

    Mit solchen Leuten, die sich gar nicht mehr für Fakten, Belege und Argumente interessieren, sondern die einfach ihre Meinung als alleinig wahr bezeichnen und sich anderes gar nicht mehr anhören, kann man auch gar nicht mehr diskutieren.

    Das schlimme ist nur, dass solche Menschen, die sich gar nicht mehr für Realität interessieren, sondern ihre kranken Phantasien zum alleinigen Maßstab erklären, immer mehr werden. Das sieht man ja auch an Pediga & Co. Das sind Menschen, die längst jeglichen Realitätsbezug verloren haben, und alles was nicht in ihr Weltbild passt (egal wie sehr man das auch beweisen kann) ist Lügenpresse und Fake News.
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#6 PiepmatzAnonym
  • 16.08.2017, 14:31h
  • "Die meisten Kinder verhielten sich so, wie es geschlechtlichen Klischees entspricht."

    Das ist ein trauriges Ergebnis. Man hätte doch hoffen können, dass wenigstens Schwule und Lesben es schaffen, ihren Kindern zu einer kritischeren und freieren Haltung bezüglich gängiger Rollenklischees zu verhelfen als durchschnittliche heterosexuelle Eltern - wenn schon nicht generell, dann doch wenigstens in einem statistisch relevanten Ausmaß.

    Aber macht ja nichts. Die differenzängstliche "Community" wird sich über einen weiteren Beweis freuen, dass bei ihnen alles schön "normal" ist. Wen interessieren im Zeitalter der Differenzleugnung schon noch die Nachteile von Konformität?
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#7 noto32Anonym
  • 16.08.2017, 18:19h
  • Bitte einmal an die Aktivisten der "Demo für Alle" weiterleiten. Danke...

    ...obwohl da noch zig Studien kommen könnten. Ihre Meinung werden sie nicht ändern.
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#8 TheDadProfil
  • 17.08.2017, 11:34hHannover
  • Antwort auf #6 von Piepmatz
  • ""Das ist ein trauriges Ergebnis. Man hätte doch hoffen können, dass wenigstens Schwule und Lesben es schaffen, ihren Kindern zu einer kritischeren und freieren Haltung bezüglich gängiger Rollenklischees zu verhelfen als durchschnittliche heterosexuelle Eltern - wenn schon nicht generell, dann doch wenigstens in einem statistisch relevanten Ausmaß.""..

    Treffend ausgedrückt..
    Auch LGBTTIQ*-Eltern schaffen es den Kindern heteronormative Klischees einzubläuen..
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#9 Bellatrix vom StorchAnonym