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Kommentare zu:
Ungeschützter Sex: Sieben Jahre Haft für HIV-Positiven


#1 LaurentProfil
  • 16.08.2017, 17:58hMetropolregion Rhein-Neckar
  • "wissentlich",

    "verschwiegen",

    "angelogen",

    "sich als Opfer eines Komplotts dargestellt."

    Das Urteil geht doch in Ordnung.
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#2 TopMarciEhemaliges Profil
  • 16.08.2017, 18:06h
  • Geht gar nicht! Wer ungeschützten Sex hat, sollte sich nicht wundern, wenn er irgendeine Krankheit bekommt.
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#3 Inge BorgAnonym
  • 16.08.2017, 18:15h
  • Antwort auf #1 von Laurent
  • Nein, geht es nicht. Und warum nicht? Weil zum Sex nun mal 2 Personen gehören. Und selbst wenn der Verurteilte erklärt hat, er wäre HIV-negativ, heisst das noch lange nicht, das man ihm glauben muss. Eben das haben aber die beiden anderen getan. Aber diese trifft keine Schuld? Warum nicht?
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#4 PoronkusiAnonym
  • 16.08.2017, 18:20h
  • Antwort auf #1 von Laurent
  • Die "Opfer" sind natürlich frei von jeder Verantwortung. Wer Sex hat muss mit STDs leben können. Und wer meint die eigene Verantwortung auf andere Abschieben zu können, den erwischt es halt noch schneller.

    Ein absolut skandalöses Urteil. Durch einen HIV Test wird man wieder mal vom Opfer zum Täter.
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#5 ursus
  • 16.08.2017, 19:40h
  • "Bei der Berichterstattung nannten britische Zeitungen, in denen der Schutz der Privatsphäre einen untergeordneten Rang hat, den vollen Namen und zeigten ein Klarbild des Angeklagten."

    er ist auch hier bei queer.de trotz des schmalen schwarzen balkens eindeutig zu erkennen. musste das sein?
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#6 positiv lebenAnonym
  • 16.08.2017, 20:01h
  • Mit PrEP wäre das nicht passiert. Mit Kondom vermutlich auch nicht. Ein Erwachsener sollte sich nicht so naiv anlügen lassen.
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#7 seb1983
  • 16.08.2017, 20:59h
  • Nach wie vor finde ich das in Ordnung.

    Die Angesteckten waren dumm ungeschützt Sex zu haben, dafür sind sie nun HIV Positiv.

    Der Verurteilte dagegen soll fröhlich durch die Welt wandern dürfen und ungestraft weitere Dumme anstecken. Kann meiner Meinung nach nicht sein.
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#8 Patroklos
#9 PoronkusiAnonym
#10 GayFunAnonym
#11 TamakAnonym
  • 16.08.2017, 21:28h
  • Die AIDS-Hilfe (Lobbyverein) möchte staatliche Sonderrechte für HIV-Positive einführen, um diese vom Anwendungsbereich der Paragrafen 223, 224 StGB auszunehmen. Gottseidank leben wir in einem Rechtsstaat, in dem das nicht machbar ist.
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#12 seb1983
#13 Lukas25Anonym
  • 16.08.2017, 22:34h
  • Antwort auf #10 von GayFun
  • Sorry,Du hast ja wohl den Schuss nicht mehr gehört??? !!!Der Kerl wusste das er positiv ist und hat das bei den Partnern verschwiegen!!! Wenn er mit anderen positiven poppt ist das ok aber nicht mit Leuten wo er es nich weiss!,und die waren vorher Negativ! Gefängnis ist daher völlig richtig!
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#14 mausmakkiAnonym
  • 16.08.2017, 23:29h
  • 2008 war der Täter gerade mal 16!!! Ob er da schon wusste das er HIV pos. ist??
    Vermutlich dürfte sein Lover damals auch einige Jahrzehnte älter gewesen sein und es sicherlich auch ohne Gummi bevorzugt haben, zumal er ja frische 16 war. 2012 sieht es dann anders aus, mit 20 sollte er sich schonmal getestet haben lassen. Aber ich finde nicht das man von einem 16 jährigen unbedingt erwarten sollte das er sich schon 100% bewusst ist was er tut. Und ich gehe davon aus das sein Sexpartner locker 2-3 mal so alt war (leider steht hier nichts dazu??), also ich würde von einem 40 jährigen eher erwarten klar zu denken wie von einem 15/16jährigen!!!!
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#15 ReinsteckenAnonym
#16 TopMarciEhemaliges Profil
#17 niccinicciAnonym
  • 17.08.2017, 00:27h
  • das urteil ist nicht nachvollziehbar. erstens gehören zwei zum sex, jeder der sich für unsafe entscheidet, nimmt das risiko doch in kauf. und zweitens hat man doch wirkkich keine nachteile mehr heute, egal ob hiv positiv oder negativ. die rechtssprechung befindet sich echt noch im letzten jahrhundert. naja, wird sich in paar jahren ohnehin ändern. da müsste ja die halbe berliner szene in knast. lächerlich!
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#18 martinderguteAnonym
#19 FrageAnonym
  • 17.08.2017, 02:39h
  • Antwort auf #10 von GayFun
  • Wenn man jemanden anderen gezielt anlügt, um sich in Besitz von dessen Geld oder anderer Wertgegenstände zu bringen, z.B. indem man vorgibt, man würde diese nur kurzfristig brauchen, aber diese dann tatsächlich verkauft, wenn man also mit dem Ziel, sich zu bereichern betrügt, dann kann das durchaus ein Straftatbestand sein.

    Wenn man jemand anderes gezielt anlügt, z.B. in einer festen Partnerschaft, und vorgibt man habe einen Test gemacht, der negativ sei, um sich in den "Vorteil" ungeschützten Sex zu bringen, wenn man jemanden also unter Vorspiegelung falscher Tatsachen infiziert, d.h. eine dauerhafte gesundheitliche Schädigung zufügt, um sich selber einen Vorteil, den ungeschützten Sex, zu verschaffen, dann kann das also unter keinen Umständen eine Straftat sein?

    Ist ein Finanzbetrug schlimmer als ein Betrug mit der Folge eine HIV-Infektion?
    Oder sollte jede Form von Betrug straffrei gestellt werden, weil ja immer zwei dazu gehören, einer der betrügt und einer der sich naiv über den Tisch ziehen lässt und es deshalb verdient abgezockt zu werden?
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#20 Noch eine FrageAnonym
  • 17.08.2017, 02:54h
  • An anderer Stelle auf queer.de wurde es als Safer Sex Strategie bezeichnet, sich darüber zu verständigen, ob der andere HIV-positiv, therapiert und die Viruslast quasi nicht nachweisbar sei. Dann könne man nach Besprechung und Vereinbarung ungeschützten Sex haben.

    Ich habe das noch nicht gemacht, aber ich frage mich, wenn ich die Kommentare lese, die die diejenigen als naiv bezeichnen, die jemandem glauben, wenn dieser vorgibt HIV-negativ zu sein, wäre auch derjenige naiv, der einem Partner die Lüge abnimmt er sei erfolgreich therapiert und nicht-infektiös? Ist es dann auch nur ein Problem, der naiven blöden Sexpartner, die eine solche Lüge über eine angebliche Therapie und Nichtinfektiosität glauben?
    Und wenn das dann ein Problem wäre, oder ein Unrecht oder als Straftat einzuordnen wäre, warum wäre es dann ok über seinen HIV-Status auf Nachfrage falsche Angaben zu machen, um sich damit ungeschützten Sex zu ermöglichen?
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#21 PoronkusiAnonym
#22 PoronkusiAnonym
#23 andreAnonym
#24 TamakAnonym
#25 TamakAnonym
#26 PfoteAnonym
#27 PfoteAnonym
  • 17.08.2017, 07:35h
  • Der Artikel verschweigt leider ein paar wichtige Details: Kann denn 100%ig ausgeschlossen werden, dass es nicht das erste "Opfer" war, dass den damals 16jährigen (vielleicht auch unwissend) infiziert hat? Immerhin hat ja auch das "Opfer" ungeschützten Sex mit anderen Männern und das Ergebnis ("gleicher Virusstamm") wäre das Gleiche.

    Diese Verlogenheit, dass bei ungeschütztem Sex einer der Gute und einer der Böse ist, kotzt mich an.
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#28 andreLpzAnonym
  • 17.08.2017, 07:57h
  • Ich weiß nicht, ob er schon so ein Gesicht hatte, als er die beiden angesteckt hat. Bei so einem Gesicht wäre ich allerdings stutzig geworden, aus heutiger Sicht. Hab das auch, nur nicht im Gesicht. Nachdem die Hautärztin mit Ihrem Latein am Ende war, hat Sie eine Gewebeprobe genommen und ins Labor geschickt. Als das Ergebnis da war, habe ich gedacht, ich bekomme eine mit der Keule übergebraten und ich mußte ins Krankenhaus wo alle Organe durchgecheckt wurden und ich bekam meine ersten blauen Pillen. Wer solche Flecken hat, sollte sich untersuchen lassen. Vor allem, wenn man immer der Meinung war, man ist negativ. Ich weiß nicht, ob das nun das Gleiche ist, was der Typ hat. Vielleicht auch was Anderes und Zufall. Keine Ahnung. Bei mir hieß das Kaposi-Sarkom.
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#29 Benedictus
  • 17.08.2017, 08:00h
  • Wenn er bewusst gelogen hat, und wissentlich jemand infiziert hat, so ist das Urteil gegen ihn gerechtfertigt.

    Die beiden Opfer haben ihre Strafe bereits für Ihre Dummheit erhalten. Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn der Täter, und dazu hat er sich nicht mit ungeschützten Sex, sondern mit seiner Lüge und einer wissentlichen Inkaufnahme einer Ansteckung eines Negativen, gemacht, als Einziger der Beteiligten ohne Strafe für sein Verhalten davonkäme.

    Es ist ja nicht so, als hätte man als HIV Positiver keine Möglichkeiten, ungeschützten Sex zu haben. Dies geht sowohl mit anderen Positiven als auch mit Negativen, im letzteren Falle, wenn man gewisse Vorkehrungen trifft: Behandlung, zu Absenkung der Viruslast oder PrEP.

    Man hat aber auch als Positiver keine Lizenz zur absichtlichen Ansteckung in Verbindung mit dem Belügen seiner Opfer. Auch unter Positiven gibt es schwarze Schafe. Und er ist eins.
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#30 positiv lebenAnonym
#31 Homonklin44Profil
  • 17.08.2017, 13:33hTauroa Point
  • Hm ja, für ihre Dummheit bzw. ausgeschalteten Verstand durch Geilheit, oder was da genau passiert ist, müssten sich die Opfer mindestens auch bestraft vorkommen. Mit dem Risiko, angelogen zu werden, muss man, wenn man einen Typ nicht lange genug kennt, umgehen. Warum die nicht auch einen Test-Nachweis bestanden haben, wissen nur sie. Verfrühtes Vollvertrauen oder "wird schon stimmen"-Mentalität, da kann man viel herum vermuten, wenn man noch nie in derart Lage war.

    Natürlich ist das eine Form von Betrug, wenn man Jemandem eine übertragbare Krankheit, von der man weiß, verheimlicht. Das ist doch bei Hepatitis oder Syphilis nicht anders und Körperverletzung, wie wenn man sonstwie wen verletzt. Man kann sich dann auch nicht damit herausreden, dass einem eben bloß mal der Schwanz ausgerutscht ist.
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#32 seb1983
  • 17.08.2017, 15:47h
  • Antwort auf #26 von Pfote
  • Für diese Dummheit sind die beiden nun HIV Positiv, keine Strafe auf Zeit sondern lebenslang.

    Wie sieht es allerdings mit der Verantwortung des HIV Positiven aus? Risiko für ihn bei ungeschützem Sex? Quasi Null. Also ab dafür, mir doch sch.egal wenn sich andere bei mir anstecken, es findet sich immer ein Dummer der ohne Gummi poppen will, steckt der sich an dann hat er eben Pech.

    Nach wie vor bin ich der Meinung dass hier per Strafrecht aufzuzeigen ist dass so ein Verhalten falsch ist.
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#33 PfoteAnonym
  • 17.08.2017, 16:03h
  • Antwort auf #32 von seb1983
  • Ich hab es Dir glaub ich schon Dutzende Male erklärt: Mögen die Strafen auch noch so hart sein, ist das kein Freibrief um ungeschützt mit einem Fremden Sex zu haben, die Wahrscheinlichkeit, dass der andere positiv ist, aber nichts von der Infektion weiß, ist nicht zu unterschätzen. Und wen willst Du dann in diesem Fall bestrafen?
    Deine Strafandrohungen schützen niemanden, nur Deine persönliche Genugtuung.
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#34 SanottheEhemaliges Profil
  • 17.08.2017, 16:16h
  • Antwort auf #6 von positiv leben
  • "Mit PrEP wäre das nicht passiert."

    Sehe ich genauso.

    PrEP nimmt u.a. die Möglichkeit, sich moralinsauer über Andere zu stellen. Und ist deshalb in gewissen Kreisen hier so unbeliebt.

    "PrEP-User halten verantwortungslos"? BULLSHIT. Genau das Gegenteil ist der Fall: sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und die gesamte Community, dahingehend, dass sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann.

    Aber ich hege den schweren Verdacht, dass die Leute, die sich so siegessicher moralisch über PrEP-Usern positionieren, dieselben sind, die sich siegessicher moralisch über HIV-Positiven positionieren. Und zwar egal, ob sie wissentlich zur Ansteckung Anderer beigetragen haben, oder ob sie "zu doof" waren, um sich nicht anstecken zu lassen (gleichzeitig aber ja keine PrEP nutzen sollen).

    Wie sagte der User "Pfote" letztens hier doch so passend: "Das Gefühl der selbstgerechten Genugtuung: unbezahlbar".

    Hauptsache, man hat sich mit angeblicher moralischer Rechtfertigung über Andere gestellt. Dieses Gefühl ist wohl wirklich unbezahlbar. Und gleichzeitig eine der schäbigsten Verhaltensweisen, die man hier so zeigen kann.

    Bravo, all Ihr tollen, fehlerfreien und "sauberen" (*würg*) Hechte, die Ihr weiter zur Stigmatisierung HIV-Positiver beitragt! Gauweiler, der in den 1980ern HIV-Positive internieren wollte, und die AfD haben an Leuten wie Euch ihre wahre Freude!
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#35 seb1983
  • 17.08.2017, 16:24h
  • Antwort auf #33 von Pfote
  • Strafen und Strafverschärfungen schützen generell nicht, Genugtuung habe ich dabei auch nicht, ich kenne die Beteiligten nicht, halte es aber für gerecht sozial erwünschtes Verhalten (anderen keinen Schaden zufügen) zu fördern.
    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, auch dann würde ich auf fahrlässige Körperverletzung entscheiden.
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#36 Benedictus
  • 17.08.2017, 17:09h
  • Es handelt sich hierbei um einen Vorsatz. Er hat vorsätzlich jemanden geschadet. Er hat auch keine Anstalten gemacht, sich behandeln zu lassen, um seine Viruslast so zu senken, um das Risiko für seine Sexpartner zu minimieren. Und dabei hat er die Sexpartner nicht nur nicht informiert, sondern belogen. Der Vorsatz ist klar erkennbar. Wenn ein Mensch mit Vorsatz einen anderen Menschen schadet, dann kann dieser nicht ohne Strafe davonkommen. Ganz klar.

    Und nun kommen wir zu den Opfern. Die haben fahrlässig gehandelt, indem sie im vertraut haben. Aber einen Vorsatz kann ich bei den Opfern nicht erkennen. Man könnte sie bestrafen für Ihre Fahrlässigkeit. Aber mit ihrem neuen Status als HIV Positive sind sie gestraft genug, und zwar lebenslang. Sie können nun ihr Leben lang beweisen, dass sie besser sind als derjenige, der sie angesteckt hat. Ist oft so, dass wenn man erst mal positiv ist, sich die Perspektive um 180-360 Grad ändert. Mal schauen, wie ehrlich sie dann sein werden. Und wenn sie ebenfalls lügen, sollten Sie zumindest sicherstellen, dass ihre Viruslast unter der Nachweisgrenze ist, so dass sie zumindest nicht noch weitere infizieren und selbst vor dem Kadi landen.

    "Was ist mit Leuten, die sich nicht testen lassen? Die kommen dann immer ungestraft davon? Ja dann wäre das ja ein Grund, sich lieber nicht testen zu lassen."

    So das Argument der Kritiker des Urteilsspruchs. Die Kritiker wären aber gut beraten, nicht ausgerechnet diesen Typen als Beispiel für ihre Argumentation heranzuziehen. Der Typ ist ein offensichtlich ein Pozzer. Der macht das mit Vorsatz und nicht aus Versehen. Der Typ war positiv getestet. Das hat ihn aber trotzdem nicht dazu veranlasst, darüber nachzudenken, welche Methode anzuwenden ist, um bei gleichbleibendem Sexualverhalten möglichst niemanden anzustecken.

    Generation: "Nach mir die Sintflut."

    Ich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Andere offensichtlich schon. Erschreckend.
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#37 AhoiAnonym
  • 17.08.2017, 17:22h
  • Antwort auf #2 von TopMarci
  • Vollkommen in Ordnung.

    Es ist ein unterschied ob jemand fahrlässig sich ansteckt (aus Dummheit, mangelnder Aufklärung, was auch immer) oder ob der Gegenüber einen vorsätzlich und ohne Informationen ansteckt.

    Nur 7-Jahre, dafür dass er es abstreitet, also Aussage gegen Aussage ist, ist schon viel. Da würde mir die genaue Begründung des Urteiles interessieren.
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#38 PfoteAnonym
#39 GayFunAnonym
  • 17.08.2017, 17:32h
  • Freispruch wäre das einzige richtige Urteil gewesen! Und PrEP für alle Schwulen! Auf Kosten der Allgemeinheit natürlich!

    Schluss mit Schwulenfeindlichkeit!
  • Antworten » | Direktlink »
#40 PoronkusiAnonym
#41 PiepmatzAnonym
  • 17.08.2017, 18:12h
  • Antwort auf #38 von Pfote
  • Das können wir bei den Kommentaren zu fast jeder entsprechenden Meldung beobachten, und leider oft sogar schon in der Meldung selbst: Aus einer fahrlässig in Kauf genommenen Infektion (was zweifellos nicht in Ordnung ist) wird ruckzuck eine "wissentliche", "absichtliche", "vorsätzliche", "bewusste" Infektion oder sogar ein "Pozzer" (was gleich eine völlig andere Dimension hat). So war es schon bei Nadja Benaissa, die ihren Partner laut etlicher Boulevardmedien "absichtlich" infiziert haben sollte, obwohl definitiv kein Vorsatz zu erkennen war.

    Fakten zählen da nicht. Der unbedingte Wille zur moralischen Verurteilung macht blind und erschafft sich das "skrupellose HIV-Monster", das er unbedingt erkennen will, einfach selbst.

    War nicht gerade von "Entlastungsdebatten" die Rede? Das hier gehört eindeutig in diese Reihe.

    Wie schön, wenn man die Verantwortung auf wenige Menschen abwälzen kann und sich nicht mit der Verantwortung all der anderen - und womöglich sogar der eigenen - beschäftigen muss. Wie viel leichter ist es doch, HIV-Infektionen irgendwelchen pathologischen Irren zuzuordnen, als darüber nachzudenken, wo die meisten Infektionen wohl stattfinden.

    Und warum sollte man sich mit den komplexen Auswirkung von Stigmatisierung auf das Infektionsgeschehen befassen, wenn es doch so viel einfacher ist und sich so viel besser anfühlt, andere zu verurteilen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#42 Benedictus
#43 PiepmatzAnonym
  • 17.08.2017, 18:41h
  • Antwort auf #42 von Benedictus
  • "Man kann niemanden "fahrlässig" belügen."

    Auch eine bewusste Lüge über den Serostatus macht die Infektion selbst nicht "vorsätzlich". Das würde bedeuten, dass der Angeklagte die bewusste Absicht gehabt habe, eine Infektion herbeizuführen, was hier in keiner Weise erkennbar oder belegt ist.

    Wenn wir hier schon über Strafrecht diskutieren, dann bitte auf der Basis der Fakten und des korrekten Vokabulars. Dein Vorwurf des "Pozzens" ist aus den hier genannten Fakten in keiner Weise ableitbar.
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#44 Benedictus
#45 FrageAnonym
#46 TamakAnonym
#47 Benedictus
#48 PfoteAnonym
#49 PiepmatzAnonym
  • 17.08.2017, 22:04h
  • Antwort auf #46 von Tamak
  • Was du beschreibst (wenn es im konkreten Fall nachweisbar wäre, was aus dem Artikel nicht hervorgeht), würde maximal einen "bedingten Vorsatz" bzw. "Eventualvorsatz" ausmachen. Diese Bewertung ist zugegebenermaßen in den meisten vergleichbaren Fällen in Deutschland von den Gerichten vertreten worden, aber eben nicht durchgängig. Die "billigende Inkaufnahme" muss in jedem Einzelfall geprüft und nachgewiesen werden.

    So ganz zweifelsfrei, wie du tust, bekommst du deinen "Punkt" also nicht dahinter.

    Möglicherweise zeichnet sich eine Verschiebung der juristischen Bewertungen ab, (in die zunehmend auch soziale und psychologische Faktoren einfließen):

    "Das Landgericht Aachen hat einen HIV-positiven Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, der ungeschützten Sex mit seiner Lebensgefährtin gehabt hatte, ohne sie über seine Infektion zu informieren. Dabei war es zur Übertragung des Virus gekommen. Das Gericht wertete das Geschehen lediglich als fahrlässige Körperverletzung."

    www.rechtsindex.de/recht-urteile/4890-hiv-uebertragung-durch
    -ungeschuetzten-sex-fahrlaessige-oder-vorsaetzliche-koerperv
    erletzung


    -
    Es wird hier weiterhin hübsch isoliert über den juristischen Aspekt diskutiert. Natürlich muss man nicht immer über die Auswirkungen solcher Urteile auf die Prävention nachdenken, aber es ist doch sehr auffällig, dass dieser Aspekt von den Strafrechts-Fans immer komplett ausgeblendet wird, als wäre er völlig unerheblich. Da darf man sich dann schon fragen, welche Prioritäten eigentlich gesetzt werden: das Gefühl, es sei "dem Recht Genüge getan" oder die Verhinderung von möglichst vielen Infektionen.

    Ich halte das hier immer noch hauptsächlich für eine Entlastungsdebatte.
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#50 Du lieber HImmelAnonym
  • 17.08.2017, 23:54h
  • Antwort auf #17 von niccinicci
  • "man (hat) doch wirkkich keine nachteile mehr heute, egal ob hiv positiv oder negativ"

    Vielleicht solltest du zur Erweiterung deines Horizonts mal bei einem HIV-postiven nachfragen, ob er das genauso sieht.

    Dumm, dass kein HIV-positiver, der anderer Meinung ist, einfach mit dir tauschen kann...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#51 andreAnonym
#52 PfoteAnonym
  • 18.08.2017, 07:08h
  • Antwort auf #50 von Du lieber HImmel
  • Blutwerte bekommt man 2017 im allgemeinen gut in den Griff, die Medikamente haben nichts mehr mit denen von vor 20 Jahren zu tun.

    Was man offensichtlich nicht in den Griff bekommt, ist die Stigmatisierung, auch und vor allem durch andere Schwule. Hier immer wieder gut nachzulesen. Kein Wunder, dass die meisten Positiven Ihre Infektion immer noch verschweigen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#53 TheDadProfil
  • 18.08.2017, 12:18hHannover
  • Antwort auf #8 von Patroklos
  • ""Der Typ hat zwei Männer mit dem HI-Virus angesteckt und sie dreist belogen!""..

    Wann genau fangen eigentlich Fake-News an ?

    Zum Beispiel wenn man zeitliche Abläufe verdreht..
    Er hat sie ERST belogen und DANN vermutlich mit dem Virus infiziert..

    Auch die Identifikation eines Virus-Stammes ist kein endgültiger Beweis das Virus nun ausgerechnet von dieser einen Person zu haben..
    Es gibt Verbindungen zwischen den Menschen, "multi-kontakte", und so ist es ebenso denkbar daß die beiden Opfer das Virus vom gleichem Verbreiter erhalten haben wie auch der Täter..

    Natürlich könnte es sein das Safer-Sex oder PrEP hier die Übertragung vermieden hätten..

    Aber aus dieser Idee heraus, die ja bei der Anklage 2015 in GB mit der Umsetzung einer PrEP z.B. noch nicht vollständig umgesetzt war, eine 7-Jährige Haft zu begründen, finde ich absurd..

    Zum Sex gehören dann mindestens Zwei Personen..
    Wenn diese in der Lage sind sich FÜR Safer-Sex zu entscheiden, und das nicht tun, sind beide für ihr Verhalten verantwortlich, und nicht nur Einer..

    Diese verblödete "Vollkasko-Mentalität" finde ich schlichtweg zum Kotzen !
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#54 TheDadProfil
  • 18.08.2017, 12:22hHannover
  • Antwort auf #12 von seb1983
  • ""Im BGB konnte ich den Artikel der ein Recht auf ungeschützen Sex und das Recht andere Menschen dabei mit HIV anzustecken wenn sie nur blöd genug sind ohne Gummi zu vögeln nicht finden""..

    Das fände sich dann auch im StGB, und nicht im BGB..
    Der Passus über die "Einwilligung zu einer Körperverletzung" findet sich dann auch in unterschiedlichen Bereichen wie dem Handelsrecht, oder auch dem Medizinrecht, denn kein Tattoo, keine OP ohne diese Einwilligung..

    Ob man es rechtlich regeln müßte solche Einwilligungen zu unterstellen, wenn man freiwillig auf Kondom und/oder PrEP verzichtet, weil es einen schlichtweg nicht interessiert, oder man einem Gegenüber glaubt, müßte mal ausführlich geklärt werden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#55 TheDadProfil
  • 18.08.2017, 12:24hHannover
  • Antwort auf #14 von mausmakki
  • ""Vermutlich dürfte sein Lover damals auch einige Jahrzehnte älter gewesen sein""..

    Absurder spekulativer Unsinn, der das Ganze dann auch noch in die Richtung "Missbrauch" zu verschieben !

    ""Und ich gehe davon aus das sein Sexpartner locker 2-3 mal so alt war (leider steht hier nichts dazu??)""..

    Warum wohl ?
    Weil es Dich nichts angeht !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#56 PiepmatzAnonym
  • 18.08.2017, 13:14h
  • Um diese Diskussion endlich um eine präventionspolitische Perspektive zu erweitern, möchte ich auf ein Papier der Aidshilfe hinweisen:

    "Die Kriminalisierung der HIV-Übertragung ist kein Mittel der Prävention, sondern wirkt sich kontraproduktiv aus: Sie lässt die Illusion entstehen, der Staat habe HIV unter Kontrolle und HIV-Positive trügen die alleinige Verantwortung für den Schutz vor einer HIV-Übertragung. Wenn Menschen aber glauben, dass allein die HIV-Positiven für den Schutz vor HIV verantwortlich sind, kann dies dazu führen, dass sie ihr eigenes Schutzverhalten vernachlässigen. [...]
    HIV-Prävention bedeutet in unserem Verständnis, dass alle Beteiligten lernen müssen, sich nicht auf andere zu verlassen, sondern den Schutz vor HIV in die eigene Hand zu nehmen."

    Mehr hier:

    magazin.hiv/2010/08/16/hiv-und-strafrecht-vier-prinzipien/
  • Antworten » | Direktlink »
#57 PiepmatzAnonym
#58 GayFunAnonym
#59 EtriganAnonym
#60 EtriganAnonym
  • 18.08.2017, 16:19h
  • Die Frage ist, ob er von seiner Krankheit wußte.
    Falls ja, war es nicht nur fahrlässig, sondern ein bewußtes Verbrechen, daß er begangen hat.

    Natürlich ist jeder für den schutz selbst verantwortlich, dennoch ist es etwas anderes. wenn jemand gewollt diese Krankheit weiter verbreitet.

    In einigen Kommentaren stand tatsächlich, auch ein HIV-Positiver hätte ein Recht auf ungeschützten Geschlechtsverkehr. Nein, hat er nicht, denn er spielt dann mit dem Leben oder zumindest der Gesundheit seines Sexualpartners. Das ist durchaus mit Körperverletzung oder sogar Mord gleich zu setzen.

    Und weil einige meinten, wer sich auf ungeschützten Verkehr einlässt, ist selbst Schuld: Natürlich sollte man an den Schutz denken, aber nur weil jemand zu blöd ist, so weit zu denken, ist sein Leben so wenig wert, daß es ok ist, ihn bewußt zu infizieren? Wie gewissenlos kann man sein?
  • Antworten » | Direktlink »
#61 PfoteAnonym
  • 18.08.2017, 16:31h
  • Antwort auf #60 von Etrigan
  • Gewollt? Bist Du Dir in diesem Fall sicher oder ist das auch ein von Dir hinzuerfundenes Detail.

    Du solltest übrigens auch vorsichtig mit Deinen Generalisierungen sein, es macht einen großen Unterschied aus, ob jemand unter Therapie ist, oder nicht. Unter Therapie ist nicht mehr ansteckend.

    Niemand hat ein Recht darauf, ungeschützt in der Gegend rumzuvögeln und hinterher die Schuld für eine Infektion mit was auch immer bei anderen Menschen zu suchen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#62 andreAnonym
  • 18.08.2017, 17:44h
  • Antwort auf #58 von GayFun
  • Gibt kein einziges Gesetz, wo zwischen schwul und hetero unterschieden wird. Das Urteil wäre sicher auch so ausgefallen, wenn eine heterosexuell Prostituierte einen heterosexuellen Mann, wegen mir im Puff, wissentlich angesteckt hätte. Es ist ganz normal und gut so, daß Schwule keine Sonderrechte haben. Oder wegen mir auch andere Gruppen. Es gibt nur ein Gesetz.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#63 GayFunAnonym
  • 18.08.2017, 19:49h
  • Antwort auf #62 von andre
  • "Das Urteil wäre sicher auch so ausgefallen, wenn eine heterosexuell Prostituierte einen heterosexuellen Mann, wegen mir im Puff, wissentlich angesteckt hätte. "

    Weil DU das Urteil so gefällt hättest? Und das genügt dann, ja?

    Diese rechtspopulistischen Beiträge hier werden immer unerträglicher.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#64 andreAnonym
  • 19.08.2017, 17:57h
  • Antwort auf #63 von GayFun
  • Auweia jetzt bin ich rechts. Jetzt hast Du es mir aber gegeben. Links eben.... alles was das nicht ist , ist rechts. Typisch, lch lach mir einen. Sicher ND und JW-Leser. Es gibt nur ein Gesetzt. Gibt auch nur eine Straßenverkehrsordnung. Aber einen gewissen Unterhaltungswert, kann man Deinen Beiträgen unterstellen. Weiter so. Gibs mir.
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#65 herve64Profil
  • 19.08.2017, 20:00hMünchen
  • "HIV-Prävention dürfte nicht einseitig positiven Menschen aufgebürdet werden. ":

    Das nicht, aber auch sie gehören in die Verantwortung genommen und regreßpflichtig gemacht, wenn sie glauben, sie könnten strafrechtliche Grenzen überschreiten. Eine HIV-Infektion ist eben kein Freibrief für ungesetzliches Verhalten.

    Und was die "Opfer" betrifft: was haben sie unternommen, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen? Haben sie verhütet oder sich nach dem Stand der HIV-Infektion bzw. der Viruslast ihres Gegenübers vorher erkundigt? Wenn nicht, dann haben sie in meinen Augen auch keinen Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld.

    Es wird höchste Zeit, dass die Leute endlich mal Verantwortung für sich übernehmen und dementsprechend handeln, egal, ob HIV-Positiv oder nicht.
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#66 Onkel TomAnonym
  • 20.08.2017, 11:30h
  • Antwort auf #6 von positiv leben
  • Mit PreP wäre es nicht passiert? - Als negativer Mann ohne Not Pillen zu nehmen um eine Infektion zu verhindern, die man mit Infektion gleich weiter nehmen muss kann man gut und gerne verzichten.

    Kondome schützen mich persönlich seit über 20 Jahren und werden es weiterhin tun.
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#67 TheDadProfil
  • 21.08.2017, 23:13hHannover
  • Antwort auf #59 von Etrigan
  • ""Nein, das Recht hat er nicht. Wer weiß, daß er positiv ist und dennoch ungeschützt Geschlechtsverkehr hat, ist ein Mörder.""..

    Das ist mindestens eine völlig überdrehte Eskalation !

    ""Ob man die Verantwortung hat, sich zu schützen, ist eine Sache. Aber die Krankheit bewußt zu verbreiten, ist ein Verbrechen.""..

    Um noch einmal auf den INHALT des Artikels zu verweisen :

    Es geht hier um Erwartungshaltungen die enttäuscht wurden..
    Wie so oft im Leben..

    Ich erwarte von einem 16-Jährigem längst nicht das gleiche Verantwortungsbewußtsein wie von einem 36-Jährigen..
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#68 TheDadProfil
  • 23.08.2017, 16:51hHannover
  • Antwort auf #66 von Onkel Tom
  • ""Kondome schützen mich persönlich seit über 20 Jahren und werden es weiterhin tun.""..

    Die eigene Entscheidung für sich selbst ist ohne wenn und aber zu akzeptieren..

    Die gleiche Entscheidung von Anderen einzufordern ist eine Erwartungshaltung die zu Recht enttäuscht wird..
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#69 Crikkie

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