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Kommentare zu:
Ungeschützter Sex: Sieben Jahre Haft für HIV-Positiven


#31 Homonklin44Profil
  • 17.08.2017, 13:33hTauroa Point
  • Hm ja, für ihre Dummheit bzw. ausgeschalteten Verstand durch Geilheit, oder was da genau passiert ist, müssten sich die Opfer mindestens auch bestraft vorkommen. Mit dem Risiko, angelogen zu werden, muss man, wenn man einen Typ nicht lange genug kennt, umgehen. Warum die nicht auch einen Test-Nachweis bestanden haben, wissen nur sie. Verfrühtes Vollvertrauen oder "wird schon stimmen"-Mentalität, da kann man viel herum vermuten, wenn man noch nie in derart Lage war.

    Natürlich ist das eine Form von Betrug, wenn man Jemandem eine übertragbare Krankheit, von der man weiß, verheimlicht. Das ist doch bei Hepatitis oder Syphilis nicht anders und Körperverletzung, wie wenn man sonstwie wen verletzt. Man kann sich dann auch nicht damit herausreden, dass einem eben bloß mal der Schwanz ausgerutscht ist.
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#32 seb1983
  • 17.08.2017, 15:47h
  • Antwort auf #26 von Pfote
  • Für diese Dummheit sind die beiden nun HIV Positiv, keine Strafe auf Zeit sondern lebenslang.

    Wie sieht es allerdings mit der Verantwortung des HIV Positiven aus? Risiko für ihn bei ungeschützem Sex? Quasi Null. Also ab dafür, mir doch sch.egal wenn sich andere bei mir anstecken, es findet sich immer ein Dummer der ohne Gummi poppen will, steckt der sich an dann hat er eben Pech.

    Nach wie vor bin ich der Meinung dass hier per Strafrecht aufzuzeigen ist dass so ein Verhalten falsch ist.
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#33 PfoteAnonym
  • 17.08.2017, 16:03h
  • Antwort auf #32 von seb1983
  • Ich hab es Dir glaub ich schon Dutzende Male erklärt: Mögen die Strafen auch noch so hart sein, ist das kein Freibrief um ungeschützt mit einem Fremden Sex zu haben, die Wahrscheinlichkeit, dass der andere positiv ist, aber nichts von der Infektion weiß, ist nicht zu unterschätzen. Und wen willst Du dann in diesem Fall bestrafen?
    Deine Strafandrohungen schützen niemanden, nur Deine persönliche Genugtuung.
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#34 SanottheEhemaliges Profil
  • 17.08.2017, 16:16h
  • Antwort auf #6 von positiv leben
  • "Mit PrEP wäre das nicht passiert."

    Sehe ich genauso.

    PrEP nimmt u.a. die Möglichkeit, sich moralinsauer über Andere zu stellen. Und ist deshalb in gewissen Kreisen hier so unbeliebt.

    "PrEP-User halten verantwortungslos"? BULLSHIT. Genau das Gegenteil ist der Fall: sie übernehmen Verantwortung für sich selbst und die gesamte Community, dahingehend, dass sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann.

    Aber ich hege den schweren Verdacht, dass die Leute, die sich so siegessicher moralisch über PrEP-Usern positionieren, dieselben sind, die sich siegessicher moralisch über HIV-Positiven positionieren. Und zwar egal, ob sie wissentlich zur Ansteckung Anderer beigetragen haben, oder ob sie "zu doof" waren, um sich nicht anstecken zu lassen (gleichzeitig aber ja keine PrEP nutzen sollen).

    Wie sagte der User "Pfote" letztens hier doch so passend: "Das Gefühl der selbstgerechten Genugtuung: unbezahlbar".

    Hauptsache, man hat sich mit angeblicher moralischer Rechtfertigung über Andere gestellt. Dieses Gefühl ist wohl wirklich unbezahlbar. Und gleichzeitig eine der schäbigsten Verhaltensweisen, die man hier so zeigen kann.

    Bravo, all Ihr tollen, fehlerfreien und "sauberen" (*würg*) Hechte, die Ihr weiter zur Stigmatisierung HIV-Positiver beitragt! Gauweiler, der in den 1980ern HIV-Positive internieren wollte, und die AfD haben an Leuten wie Euch ihre wahre Freude!
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#35 seb1983
  • 17.08.2017, 16:24h
  • Antwort auf #33 von Pfote
  • Strafen und Strafverschärfungen schützen generell nicht, Genugtuung habe ich dabei auch nicht, ich kenne die Beteiligten nicht, halte es aber für gerecht sozial erwünschtes Verhalten (anderen keinen Schaden zufügen) zu fördern.
    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, auch dann würde ich auf fahrlässige Körperverletzung entscheiden.
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#36 Benedictus
  • 17.08.2017, 17:09h
  • Es handelt sich hierbei um einen Vorsatz. Er hat vorsätzlich jemanden geschadet. Er hat auch keine Anstalten gemacht, sich behandeln zu lassen, um seine Viruslast so zu senken, um das Risiko für seine Sexpartner zu minimieren. Und dabei hat er die Sexpartner nicht nur nicht informiert, sondern belogen. Der Vorsatz ist klar erkennbar. Wenn ein Mensch mit Vorsatz einen anderen Menschen schadet, dann kann dieser nicht ohne Strafe davonkommen. Ganz klar.

    Und nun kommen wir zu den Opfern. Die haben fahrlässig gehandelt, indem sie im vertraut haben. Aber einen Vorsatz kann ich bei den Opfern nicht erkennen. Man könnte sie bestrafen für Ihre Fahrlässigkeit. Aber mit ihrem neuen Status als HIV Positive sind sie gestraft genug, und zwar lebenslang. Sie können nun ihr Leben lang beweisen, dass sie besser sind als derjenige, der sie angesteckt hat. Ist oft so, dass wenn man erst mal positiv ist, sich die Perspektive um 180-360 Grad ändert. Mal schauen, wie ehrlich sie dann sein werden. Und wenn sie ebenfalls lügen, sollten Sie zumindest sicherstellen, dass ihre Viruslast unter der Nachweisgrenze ist, so dass sie zumindest nicht noch weitere infizieren und selbst vor dem Kadi landen.

    "Was ist mit Leuten, die sich nicht testen lassen? Die kommen dann immer ungestraft davon? Ja dann wäre das ja ein Grund, sich lieber nicht testen zu lassen."

    So das Argument der Kritiker des Urteilsspruchs. Die Kritiker wären aber gut beraten, nicht ausgerechnet diesen Typen als Beispiel für ihre Argumentation heranzuziehen. Der Typ ist ein offensichtlich ein Pozzer. Der macht das mit Vorsatz und nicht aus Versehen. Der Typ war positiv getestet. Das hat ihn aber trotzdem nicht dazu veranlasst, darüber nachzudenken, welche Methode anzuwenden ist, um bei gleichbleibendem Sexualverhalten möglichst niemanden anzustecken.

    Generation: "Nach mir die Sintflut."

    Ich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Andere offensichtlich schon. Erschreckend.
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#37 AhoiAnonym
  • 17.08.2017, 17:22h
  • Antwort auf #2 von TopMarci
  • Vollkommen in Ordnung.

    Es ist ein unterschied ob jemand fahrlässig sich ansteckt (aus Dummheit, mangelnder Aufklärung, was auch immer) oder ob der Gegenüber einen vorsätzlich und ohne Informationen ansteckt.

    Nur 7-Jahre, dafür dass er es abstreitet, also Aussage gegen Aussage ist, ist schon viel. Da würde mir die genaue Begründung des Urteiles interessieren.
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#38 PfoteAnonym
#39 GayFunAnonym
  • 17.08.2017, 17:32h
  • Freispruch wäre das einzige richtige Urteil gewesen! Und PrEP für alle Schwulen! Auf Kosten der Allgemeinheit natürlich!

    Schluss mit Schwulenfeindlichkeit!
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#40 PoronkusiAnonym

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