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Kommentare zu:
Ungeschützter Sex: Sieben Jahre Haft für HIV-Positiven


#51 andreAnonym
#52 PfoteAnonym
  • 18.08.2017, 07:08h
  • Antwort auf #50 von Du lieber HImmel
  • Blutwerte bekommt man 2017 im allgemeinen gut in den Griff, die Medikamente haben nichts mehr mit denen von vor 20 Jahren zu tun.

    Was man offensichtlich nicht in den Griff bekommt, ist die Stigmatisierung, auch und vor allem durch andere Schwule. Hier immer wieder gut nachzulesen. Kein Wunder, dass die meisten Positiven Ihre Infektion immer noch verschweigen.
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#53 TheDadProfil
  • 18.08.2017, 12:18hHannover
  • Antwort auf #8 von Patroklos
  • ""Der Typ hat zwei Männer mit dem HI-Virus angesteckt und sie dreist belogen!""..

    Wann genau fangen eigentlich Fake-News an ?

    Zum Beispiel wenn man zeitliche Abläufe verdreht..
    Er hat sie ERST belogen und DANN vermutlich mit dem Virus infiziert..

    Auch die Identifikation eines Virus-Stammes ist kein endgültiger Beweis das Virus nun ausgerechnet von dieser einen Person zu haben..
    Es gibt Verbindungen zwischen den Menschen, "multi-kontakte", und so ist es ebenso denkbar daß die beiden Opfer das Virus vom gleichem Verbreiter erhalten haben wie auch der Täter..

    Natürlich könnte es sein das Safer-Sex oder PrEP hier die Übertragung vermieden hätten..

    Aber aus dieser Idee heraus, die ja bei der Anklage 2015 in GB mit der Umsetzung einer PrEP z.B. noch nicht vollständig umgesetzt war, eine 7-Jährige Haft zu begründen, finde ich absurd..

    Zum Sex gehören dann mindestens Zwei Personen..
    Wenn diese in der Lage sind sich FÜR Safer-Sex zu entscheiden, und das nicht tun, sind beide für ihr Verhalten verantwortlich, und nicht nur Einer..

    Diese verblödete "Vollkasko-Mentalität" finde ich schlichtweg zum Kotzen !
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#54 TheDadProfil
  • 18.08.2017, 12:22hHannover
  • Antwort auf #12 von seb1983
  • ""Im BGB konnte ich den Artikel der ein Recht auf ungeschützen Sex und das Recht andere Menschen dabei mit HIV anzustecken wenn sie nur blöd genug sind ohne Gummi zu vögeln nicht finden""..

    Das fände sich dann auch im StGB, und nicht im BGB..
    Der Passus über die "Einwilligung zu einer Körperverletzung" findet sich dann auch in unterschiedlichen Bereichen wie dem Handelsrecht, oder auch dem Medizinrecht, denn kein Tattoo, keine OP ohne diese Einwilligung..

    Ob man es rechtlich regeln müßte solche Einwilligungen zu unterstellen, wenn man freiwillig auf Kondom und/oder PrEP verzichtet, weil es einen schlichtweg nicht interessiert, oder man einem Gegenüber glaubt, müßte mal ausführlich geklärt werden..
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#55 TheDadProfil
  • 18.08.2017, 12:24hHannover
  • Antwort auf #14 von mausmakki
  • ""Vermutlich dürfte sein Lover damals auch einige Jahrzehnte älter gewesen sein""..

    Absurder spekulativer Unsinn, der das Ganze dann auch noch in die Richtung "Missbrauch" zu verschieben !

    ""Und ich gehe davon aus das sein Sexpartner locker 2-3 mal so alt war (leider steht hier nichts dazu??)""..

    Warum wohl ?
    Weil es Dich nichts angeht !
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#56 PiepmatzAnonym
  • 18.08.2017, 13:14h
  • Um diese Diskussion endlich um eine präventionspolitische Perspektive zu erweitern, möchte ich auf ein Papier der Aidshilfe hinweisen:

    "Die Kriminalisierung der HIV-Übertragung ist kein Mittel der Prävention, sondern wirkt sich kontraproduktiv aus: Sie lässt die Illusion entstehen, der Staat habe HIV unter Kontrolle und HIV-Positive trügen die alleinige Verantwortung für den Schutz vor einer HIV-Übertragung. Wenn Menschen aber glauben, dass allein die HIV-Positiven für den Schutz vor HIV verantwortlich sind, kann dies dazu führen, dass sie ihr eigenes Schutzverhalten vernachlässigen. [...]
    HIV-Prävention bedeutet in unserem Verständnis, dass alle Beteiligten lernen müssen, sich nicht auf andere zu verlassen, sondern den Schutz vor HIV in die eigene Hand zu nehmen."

    Mehr hier:

    magazin.hiv/2010/08/16/hiv-und-strafrecht-vier-prinzipien/
  • Antworten » | Direktlink »
#57 PiepmatzAnonym
#58 GayFunAnonym
#59 EtriganAnonym
#60 EtriganAnonym
  • 18.08.2017, 16:19h
  • Die Frage ist, ob er von seiner Krankheit wußte.
    Falls ja, war es nicht nur fahrlässig, sondern ein bewußtes Verbrechen, daß er begangen hat.

    Natürlich ist jeder für den schutz selbst verantwortlich, dennoch ist es etwas anderes. wenn jemand gewollt diese Krankheit weiter verbreitet.

    In einigen Kommentaren stand tatsächlich, auch ein HIV-Positiver hätte ein Recht auf ungeschützten Geschlechtsverkehr. Nein, hat er nicht, denn er spielt dann mit dem Leben oder zumindest der Gesundheit seines Sexualpartners. Das ist durchaus mit Körperverletzung oder sogar Mord gleich zu setzen.

    Und weil einige meinten, wer sich auf ungeschützten Verkehr einlässt, ist selbst Schuld: Natürlich sollte man an den Schutz denken, aber nur weil jemand zu blöd ist, so weit zu denken, ist sein Leben so wenig wert, daß es ok ist, ihn bewußt zu infizieren? Wie gewissenlos kann man sein?
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