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  • 19. November 2003, noch kein Kommentar

US-Popstar Michael Jackson durfte nach Zahlung der Kaution in Höhe von 3 Millionen Dollar (2,53 Millionen Euro) in seinem Privatjet zurück nach Las Vegas fliegen. Jackson hatte sich im kalifornischen Santa Barabara gestellt, nachdem die Justizbehörden Haftbefehl wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch gegen ihn erlassen haben. Er musste auch seinen Reisepass abgeben. Beobachter erwarten nun das spektakulärste Gerichtsverfahren des TV-Zeitalters nach dem Mordprozess um O.J. Simpson aus dem Jahre 1995.

Jackson werde in mehreren Fällen die Belästigung von Kindern vorgeworfen. So wird er beschuldigt, gegen ein kalifornisches Recht verstoßen zu haben, das "unzüchtige und laszive Handlungen" mit Kindern unter 14 Jahren untersagt. Für jeden einzelnen Fall könnte Jackson drei bis acht Jahre Gefängnis bekommen.

Zuvor hatten bereits rund 70 Polizisten Jacksons große Neverland-Ranch in der Nähe der kalifornischen Stadt Santa Barbara durchsucht. Nach Informationen des Gerichtssenders Court-TV soll die Staatsanwaltschaft den Missbrauchs-Anschuldigungen eines zwölf Jahre alten Jungen aus Los Angeles nachgehen, zu Details wollte sich der Staatsanwalt jedoch nicht äußern. Ein Arzt habe möglicherweise Anzeige gestellt, nachdem der Junge ihm in der Therapie von dem angeblichen Missbrauch erzählt habe, spekulieren US-Medien.

Der Popstar hielt sich Berichten zufolge zum Zeitpunkt der Razzia in Las Vegas auf. Dem Sender ABC sagte Jacksons Anwalt Brian Oxman am Mittwochmorgen, der Haftbefehl habe ihn völlig überrascht: "Die ganze Familie ist schockiert. Wir wissen zurzeit nicht, worum es bei den Vorwürfen eigentlich geht". Er rief die Medien auf, Jackson ebenso fair zu behandeln wie jeden anderen normalen Bürger. Die Missbrauchsvorwürfe hatte er zuvor bereits als "absurd" bezeichnet.

Der Popstar hielt sich Berichten zufolge zum Zeitpunkt der Razzia in Las Vegas auf. Dem Sender ABC sagte Jacksons Anwalt Brian Oxman am Mittwochmorgen, der Haftbefehl habe ihn völlig überrascht: "Die ganze Familie ist schockiert. Wir wissen zurzeit nicht, worum es bei den Vorwürfen eigentlich geht". Er rief die Medien auf, Jackson ebenso fair zu behandeln wie jeden anderen normalen Bürger. Die Missbrauchsvorwürfe hatte er zuvor bereits als "absurd" bezeichnet.

Es ist jedoch nicht der erste Vorwurf von Kindesmissbrauch gegenüber Michael Jackson. So behauptete vor neun Jahren ein 14-Jähriger, von Jackson sexuell missbraucht worden zu sein. Nach der Anzeige kam es jedoch zu einer außergerichtlichen Einigung - gegen die Zahlung eines zweistelligen Millionenbetrages. Im Frühjahr hatte der Popstar in einer TV-Doku angegeben, sein Bett mit einem 12-Jährigen zu teilen. Er bestritt unangemessenes Verhalten, leistete damit aber den Spekulationen weiteren Anschub.

Die Razzia und der angebliche Haftbefehl fallen zusammen mit der Veröffentlichung von Jacksons neuem Album "Number Ones", einer Sammlung seiner größten internationalen Hits, mit dem Künstler und Plattenfirma an die guten alten Zeiten anknüpfen wollten. Lange hatte der Sänger keinen Hit mehr, US-Medien zufolge soll er mittlerweile 240 Millionen Dollar Schulden haben. (nb/pm)

19. November 2003, 20.37 Uhr - aktualisiert am 21.11., 12:41 Uhr