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Ablehnung der Ehe für alle

AfD warnt: Objektsexuelle wollen den Magdeburger Dom heiraten

Die Rechtspopulisten machen sich Sorgen, was nach der Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht folgt: Demnächst könnte laut AfD sogar eine Kirche in Magdeburg unter die Haube kommen.


Fast schon pornografisch: Ein sexy Blick auf den splitternackten Dom (Bild: Sören Wiegand / flickr)

Die AfD-Fraktion von Sachsen-Anhalt warnt in der neuesten Ausgabe ihres Zentralorgans "Blauer Aufbruch", dass nach der von ihr abgelehnten Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in Deutschland auch Ehen zwischen Gebäuden und Menschen gesetzlich geschützt werden könnten. Auch die Pädo- und Islam-Karte wird von den Rechtspopulisten gezogen: "Nun dauert es wohl nicht mehr lange, bis die islamische Vielehe, die Ehe mit Kindern, mit Tieren und vielleicht sogar mit Gegenständen" möglich sein würden, heißt es im Artikel "Bald Ehe für alles und jedermann?"

Und weiter: "Es gibt bereits Menschen, die sich in Dinge verlieben, 'Objektsexuelle' werden sie genannt, und auch diese wollen vielleicht 'heiraten'. Wenn uns die Ansprüche sexueller Minderheiten weiterhin als sittlicher und moralischer Fortschritt verkauft werden, heiratet vielleicht demnächst jemand noch den Magdeburger Dom."


Mit diesem Text macht die AfD Stimmung gegen Schwule und Lesben

Auch Sydney Harbour Bridge und Eiffelturm suchen Ehepartner

Der absurde Vorwurf der AfD ist auch unter Homo-Hassern in anderen Ländern verbreitet. So warnte der in Stuttgart geborene australische Senator Eric Abetz angesichts des bevorstehenden Referendums zur Ehe-Öffnung am Donnerstag gegenüber "Buzzfeed News", dass möglicherweise bald die Hafenbrücke in Sydney und der Pariser Eiffelturm auf den Heiratsmarkt kommen würden.

Auf Twitter hagelte es Kritik an der Aussage des Politikers. Ein Nutzer des sozialen Netzwerks kommentierte: "Wir sind in der ersten Woche dieser Volksentscheid-Scheiße und Konservative sagen schon: 'Ich hab Angst, dass Leute die Hafenbrücke ficken'."



Die AfD hat in ihrem Wahlkampf sexuelle und geschlechtliche Minderheiten zu einem ihrer Hauptfeinde gemacht (queer.de berichtete). So fürchtete die Vize-Parteichefin und Europaabgeordnete Beatrix von Storch unlängst in einer Rede, dass es nach der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben "auch Ehe für drei Männer oder drei Frauen geben muss, weil es gar kein Argument gibt zu sagen: 'Wenn das für zwei ist, warum nicht auch für drei? Wenn Ehe irgendwas mit zwei ist, dann kann es auch irgendwas mit drei sein, oder vier oder fünf".

Die AfD-Fraktion von Sachsen-Anhalt gilt als extremer als der Parteidurchschnitt. Im Magdeburger Parlament hatte der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider etwa im letzten Dezember gewarnt, dass die Zeit von "Regenbogen-Trallala" und "Vielfalts-Ideologie" vorbei sei (queer.de berichtete). Wenige Monate zuvor hatte Fraktionschef André Poggenburg gewarnt, dass durch Schulaufklärung über Homosexualität "das Verhältnis von Norm und Abweichung angegriffen wird" (queer.de berichtete). (dk)



#1 SebiAnonym
  • 17.08.2017, 12:44h
  • Wenn man keine Argumente hat, spinnt man sich halt irgendwelche Abstrusitäten zusammen.

    Oder sind die jetzt wirklich endgültig dem Wahnsinn verfallen?
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#2 BedeutungAnonym
#3 JanuschAnonym
  • 17.08.2017, 13:11h
  • Ich heirate wenn überhaupt jemals, dann nur den wunderschönen Mond! Mir völlig egal, ob der Amerikaner oder Russe oder Chinese ist. Nur damit das ein für alle mal klargestellt ist. Den verschnarchten Dom können meinetwegen der vertrocknete Ratzinger und sein Tebartz van Bödefels heiraten, jetzt wo sie beide freigestellt sind und jede Menge Tagesfreizeit haben. Topf zu und Deckel drauf, dann kommen sie nicht auf blöde Gedanken. Wie die Petry, die darf jetzt auch erstmal wieder Windeln wechseln und ist die nächste Zeit anderweitig beschäftigt, mit 42 wird Dr. frauke auch nicht mehr jünger.

    Und immer schön weitervermehren, die Menschheit könnte ja sonst wohlmöglich aussterben.
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#4 WoowAnonym
  • 17.08.2017, 13:14h
  • Naja, die Angst der AfD ist ja berechtigt! Wer will ernsthaft Bernd Hecke, wenn er den Dom haben kann? Kriterien sexuelle Attraktivität, Intelligenz oder soziale Kompetenz geben doch eine eindeutige Antwort...
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#5 AngsthaseAnonym
  • 17.08.2017, 13:17h
  • Was einem Sorgen bereitet, ist die grundlegende Denkweise dieser Argumentation. Wenn ich mich beim Begriff "gleichgeschlechtliche Ehe" empöre, dass Leute ja ebensogut einen Dom, Toaster oder Baum heiraten könnten, heißt das nichts anderes als: Lesben und Schwule werden mit Objekten gleichgesetzt und gelten nicht als Menschen, die seelische Bedürfnisse (oder gar Rechte) haben.

    Wahlweise könnte es auch auf eine ebenso bedenkliche Auffassung von Ehe hindeuten: Dass fühlende Menschen involviert sein sollten, ist egal; ich traue auch einem Dom, einem Toaster oder einem Baum die nötigen seelischen Bedürfnisse zu.

    Wie man es dreht, es entsteht ein seltsames Menschenbild, das der Argumentierende haben muss.
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#6 wunderlichAnonym
  • 17.08.2017, 13:23h
  • ist so was nicht eigentlich schon volksverhetzung? wo ist der LSVD, wenn er gefordert ist? sich anbiedern und wieder beim flirten mit erzbischöfen?
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#7 IckeAnonym
  • 17.08.2017, 13:36h
  • Sollte es in der Zukunft geschehen das es immer mehr Beziehungen zwischen 3 oder mehr Menschen gibt würde ich kein Problem darin sehen wenn sich alle gegenseitig heiraten dürften. Eine Gesellschaft verändert sich und man muss bereit sein, auch wenn es einen persönlich nicht betrifft, solche veränderungen zu akzeptieren.
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#8 Homonklin44Profil
  • 17.08.2017, 13:50hTauroa Point
  • Man kann über derlei blaubraune Fürze inzwischen nur noch den Kopf schütteln, und aus Asterix und Obelix frei abwandeln :
    "Die spinnen, die AfD'ler!"

    Das Verhältnis von Norm und Abweichung hat sich bei denen längst invertiert oder sogar chimärisiert. Den Stuss, mit dem die auf Stimmenfang gehen, erträgt man im ärgsten behämmerten Zustand und mit Strohrum 80 im Tee nicht! Aber wahrscheinlich saufen diese Leute irgend so einen Kram, oder Absinthe, damit ihnen so ein Zeugs durch die Drähte glimmt. Anders kann man das schon nicht mehr heran logisieren.

    Ich empfehle den AfD'lern, dringend Verstand zu heiraten, wenn sie's schon nicht gebacken kriegen, selbst welchen zu generieren.

    Der ein oder andere Reality-Check würd's auch tun. Nein, nicht virtual reality...brav sitz...Platz! Keinen Keks heute!
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#9 PsychoAnonym
  • 17.08.2017, 14:19h
  • Weder ein Objekt noch ein Tier kann die Frage "Wollen Sie den hier Anwesenden heiraten?" verstehen und dann "Ja" sagen...

    Dieses Gegenargument entkräftet alles, was die Homohasser über Ehe zwischen Mensch und Objekt sowie Mensch und Tier behaupten.

    Die Aussagen der Homo-Hasser zeugen nur von Dummheit und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Sie brandmarken Homosexuelle, Muslime, Juden, Flüchtlinge und sonstige Minderheiten nur als Sündenböcke für ihr eigenes erbärmliches Leben, für das jedoch in keinster Weise diese Minderheiten, sondern sie selbst verantwortlich sind. Sie sind zu feige gegenüber sich selbst zuzugeben, dass sie ihre Situation selbst verschuldet haben und projizieren den Unmut über ihre Situation auf die schwächsten Gruppen in unserer Gesellschaft, schlicht weil es am einfachsten ist auf diejenigen verbal oder körperlich einzuschlagen, gegenüber denen schon negative, jedoch irrationale Vorurteile in der Gesellschaft bestehen, weil durch dieses Einschlagen auf die Schwächsten mit dem geringsten Widerstand der Gesellschaft gegen das Einschlagen zu rechnen ist.

    Homo-Hasser und Rechtsextreme handeln damit Menschen verachtend und erbärmlich, verletzen Menschenrechte und die Würde des Menschen, nur weil sie zu feige sind zuzugeben, dass sie selbst für ihre eigene Situation verantwortlich sind.

    Diese Zusammenhänge sollte man einmal verstanden haben und sich gut einprägen.
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#10 ursus
  • 17.08.2017, 14:34h
  • Antwort auf #9 von Psycho
  • "Sie sind zu feige gegenüber sich selbst zuzugeben, dass sie ihre Situation selbst verschuldet haben"

    das ist ein teil der wahrheit. allerdings gibt es in deutschland auch einen haufen probleme, die die leute nicht selbst verschuldet haben, sondern die resultat wirtschaftlicher und politischer entscheidungen sind. man muss wohl nicht komplett paranoid sein, um anzunehmen, dass der hass gegen minderheiten von interessierter seite gezielt geschürt wird, damit er sich nicht gegen diejenigen richtet, die derzeit WIRKLICH schuld auf sich laden.

    die formel "wer vor flüchtlingsheimen demonstriert, demonstriert nicht vor banken" ist sicherlich zu unterkomplex, um die ganze situation zu beschreiben, aber einen anderen teil der wahrheit beinhaltet sie doch.

    wer weiß, ob die leute immer noch die große koalition wählen würden, hätten wir nicht all die tollen entlastungsdebatten, die davon ablenken, deren politik und ihre folgen für das leben der menschen kritischer zu analysieren?
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