Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29504

"Respekt vor queeren Lebensläufen"

BayernSPD fordert "Queer Care"

Die Sozialdemokraten setzten sich dafür ein, dass der Freistaat mehr für LGBT-Pflegebedürftige tut.


Die Landtagsabgeordnete Isabell Zacharias fordert, dass Pflegepersonal mehr auf die Bedürfnisse von LGBT eingehen soll (Bild: BayernSPD)

  • 17. August 2017, 15:47h, noch kein Kommentar

Isabell Zacharias, die queerpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, will eine bessere Berücksichtigung der Bedürfnisse von schwulen, lesbischen und Trans-Bewohnern in bayerischen Pflegeeinrichtungen. "Bayern ist bunt, und das trifft auch auf die Altenpflege zu. Wir dulden keine Diskriminierung und Ausgrenzung von alten Lesben, Schwulen und Transgendern. Wir wollen Respekt vor queeren Lebensläufen", erklärte Zacharias am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Münchner Landtag.

Obwohl in diesem Jahr schwule Opfer des Unrechtsparagrafen 175 rehabilitiert worden sind und die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht beschlossene Sache ist, gebe es nach wie vor ein gesellschaftliches Problem mit Homophobie, so Zacharias. Mit ihrer Initiative wolle sie sicherstellen, dass ältere Homosexuelle ihre sexuelle Identität auch in einer Wohn- und Pflegeeinrichtung ohne Diskriminierung leben könnten. Die Münchner Abgeordnete forderte, dass das Pflegepersonal in Sachen "Queer Care" aus- und weitergebildet und auch das Bayerische Pflege- und Wohnqualitätsgesetz entsprechend geändert wird.

LGBTI sollten in Sozialbericht behandelt werden

Zacharias forderte ferner, die Lebenssituation von Schwulen, Lesben und Transgendern in den Blick zu nehmen und das Thema in den "Bericht zur sozialen Lage Bayerns" aufzunehmen. Dieser Bericht wird in der Regel einmal pro Legislaturperiode von der Staatsregierung herausgegeben. Die CSU-Alleinregierung veröffentlichte den letzten Bericht im Mai dieses Jahres – LGBTI spielten in den knapp 550-seitigen Dokument (PDF) keine Rolle.

Auch über die Gesundheit von LGBT solle regelmäßig berichtet werden, mit Schwerpunkt bei den unter 25-Jährigen und den über 65-Jährigen, forderte Zacharias. Sie verwies dabei auf die erhöhte Selbstmordrate bei Homosexuellen, die es zu untersuchen und zu verringern gelte. (pm/cw)