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Zum Abschluss der CSD-Saison

Ein Freizeitpark für die queere Familie

Am 2. September lädt der CSD Nord e.V. wieder zum "Rosa Tag" in das Heide Park Resort bei Soltau ein.


Der "Rosa Tag" findet jährlich seit 2005 zum Abschluss der CSD-Saison im Norden im Heide Park Resort statt (Bild: CSD Nord e.V.)

Wenn sich am 2. September Tausende Lesben und Schwule aus ganz Norddeutschland unter die verwunderten heterosexuellen Besucher des Heide Park Resorts bei Soltau mischen, ist klar: es ist wieder "Rosa Tag".

Die Idee für den "Rosa Tag" entstand im Jahr 2005 innerhalb der CSD-Nord-Kooperation (dem Vorläufer des CSD Nord e.V.), um eine gemeinsame Abschlussveranstaltung aller norddeutschen CSDs zu verankern. Ziel war und ist es, in einem "Freizeitpark für die ganze Familie" auch die Community sichtbar werden zu lassen.

Auswahl zwischen neun Achterbahnen

Ob mit der oder dem Liebsten, den allerbesten Freunden, Kollegen oder der schwul-lesbischen Jugendgruppe – das Heide Park Resort als Norddeutschlands größter Freizeitpark bietet mit neun Achterbahnen, 50 Attraktionen und Shows viele Möglichkeiten, einen erlebnisreichen "Rosa Tag" mit der queeren Familie zu verbringen.


Bild: CSD Nord e.V.

Einen Meeting-Point mit einigen Aktionen für die LGBTI-Gäste wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Adrenalin-Junkies raubt der "Flug der Dämonen", Deutschlands einziger Wing Coaster, jegliche Orientierung. Frei nach Lust und Laune – oder Nervenkitzel-Bereitschaft – wählt jeder "Rosa Tag"-Besucher selbst sein individuelles Erlebnis von ruhig und gemütlich bis temporeich und atemberaubend aus.

Ultimative Geisterjagd mit "Ghostbusters 5D"

Im freien Fall mit "Scream", dem höchsten Gyro-Drop-Tower weltweit, blitzschnell in die Tiefe. Oder kopfüber in der Hänge-Loopingbahn "Limit". Oder mit der Schweizer Bobbahn pfeilschnell durch den stählernen Eiskanal. Oder durch wilde Berglandschaften schaukeln in der Wildwasserbahn. Neu in 2017: "Ghostbusters 5D", die ultimative Geisterjagd!


Bild: CSD Nord e.V.

Normalerweise kostet der Eintritt in das Heide Park Resort 46 Euro. An der "Rosa Tag"-Sonderkasse zahlt man jedoch bei Vorlage des diesjährigen CSD-Nord-Flyers nur die Hälfte. Den Flyer gibt es online zum Ausdrucken. Der Gewinn aus dem Verkauf der Sondertickets geht direkt an den CSD Nord e.V. (cw)

Direktlink | Eindrücke vom "Rosa Tag" im vergangenen Jahr



#1 SingleAnonym
  • 19.08.2017, 15:16h
  • Mal zwischendurch gefragt: seit der Ehe für Alle höre ich irgendwie nur noch "Familie" und "Paare".

    Sind etwa nur noch diese die sogenannten "guten Schwulen"? Was ist mit Singles? Auf die kommt's gar nicht mehr an, bzw. die sind wurschtegal? Hauptsache, Rechte für Familien und Paare?

    War das der ganze Sinn der Emanzipation, und kann sich die Community deshalb ja jetzt auflösen, weil es plötzlich nur noch Paare und Familien gibt und für die ja jetzt alles supi ist?
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#2 TraumzerstörerinAnonym
  • 19.08.2017, 22:01h
  • Antwort auf #1 von Single
  • Ich sehe da auf dem Bild vom Heidepark lediglich zwei Kinder, wenn das also ein Tag für queere Familien ist, dann könnte damit vielleicht auch keine Familie mit Reproduktion z.B. Regenbogenfamilie oder Adoption gemeint sein, sondern so eine Art Neue Familie also eine Gruppe von Menschen, die sich gegenseitig unterstützt, jedoch keine genetische Verwandtschaft hat, wenn man das denn als Familie sehen will. Also keine Angst, dem Bild nach, wirst du nicht allzu bald in der Minderheit als Single sein.

    Und sonst frage ich mich,was kann man denn politisch oder gesellschaftlich, emanzipatorisch für Singles tun? Wo sind die benachteiligt? Mir fällt nichts ein, aber vielleicht gibt es ja schon einen Verein für überzeugte Beziehungsverweigerer, wie nennen die sich dann, etwa "Arelationisten" ?
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#3 WoowAnonym
  • 19.08.2017, 22:17h
  • Antwort auf #1 von Single
  • "Auf die kommt's gar nicht mehr an, bzw. die sind wurschtegal?"

    Noch nicht mitbekommen? Dieses Land erlebt zur Zeit einen extremen Rollback und eilt nach rechts. Da gewinnt die deutsche Familie wieder zentrale Bedeutung. Und da die community mit nach rechts eilt, gelten auch hier nur noch deutsche Ehepaare. Wird in 50 Jahren aber wieder anders.
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#4 TraumzerstörerinAnonym
  • 20.08.2017, 10:50h
  • In Zeiten wo man für Küsse und Händchen halten noch im Krankenhaus landet, kann man wohl kaum von einem "Zu Viel" für die Akzeptanz queerer Familien und fester Beziehungen sprechen.
    Was sich queere Familien mit Kindern wohl heute noch so alles anhören müssen, gerade in Alltagssituationen, in denen heterosexuelle Familien nicht diskriminiert werden.

    Gerade die Rechten, möchten dass Homosexuelle sich aus dem Familienbusiness heraushalten, und als hedonistische Randerscheinung ein einsames und bedeutungsloses Dasein in ihren Schutzräumen fristen, oder als lustige Plastikfiguren im Fernsehen herumqietschen. Sie sollen nicht die gleichen gesellschaftlichen Rechte erhalten, für sie ist nur der Hedonismus, oder die Verleugnung(Arrangierte Hetero-Ehe) vorgesehen.

    Ihr unterschätzt hier völlig die Bedeutung von Familie, denn sie ist das einzige was euch im Leben halt geben kann, außer ihr seid so reich, dass ihr von staatlichen Hilfen, wie Rente leben könnt.
    Wenn ihr dann aber alleine in euer Villa in Monaco sitzt, und einen Schlaganfall habt und der Homeboy gerade nicht da ist, seid ihr trotzdem am Arsch.

    Ohne stabile Familienverhältnisse gehen die meisten Leute zu Grunde, die meisten schweren psychiatrischen Erkrankungen manifestieren sich bei zu hohen familiären Belastungen in der Kindheit. Prügelnde, Vergewaltigende, Saufende, sich streitende und fehlende Eltern oder Tanten, Onkel, Geschwister auch im späteren Leben, sind der Hauptgrund dafür, warum Leute im Leben scheitern. Freunde hauen doch meistens ab, wenn sie irgendwo das Glück gewittert haben, in der heutigen Zeit wird so oft umgezogen, da finden sich keine stabilen Verhältnisse zu Bekanntschaften mehr, schon rein aus wirtschaftlichen Gründen.
    Wie soll eine staatliche Organisation das alles ersetzen?

    Ihr Deutschen habt immer schiss vor den Albanern, Türken oder Syriern, weil die so große Familien haben, dabei könnten ihr das genau so gut, ihr müsstet nicht einmal deren zugegebener Maßen schädlichen Traditionen wie Zwangsverheiratung und Patriarchentum übernehmen, weil ihr das schon längst überwunden habt.
    Queere Menschen würden unheimlich von einer stabilen Großfamilie profitieren, auch wenn sie selbst keine Kinder haben wollen. Sie wären dort aufgehoben und sicher vor Verwahrlosung und Missbrauch, der ihnen auf der Straße droht.

    Anstatt dessen wird die Einsamkeit idealisiert, die jedoch nur mit staatlicher Hilfe und/oder persönlichem materiellen Reichtum aufrechterhalten werden kann. Viele von euch haben schlechte Erfahrung mit der eigenen Familie gemacht, gerade weil sie eben nicht heteronormativ sind. Das heißt aber nicht, dass ihr keine Menschen seid, das ihr nicht die selben Bedürfnisse habt. Ihr habt genau so einen Knacks weg durch die Ablehnung euer Familien, wie alle anderen Menschen auch, die in schwierigen Verhältnissen groß geworden sind.

    Das gefährlich ist nur, wenn niemand einmal einen Schlussstrich zieht und versucht die Familie zu reparieren und neu aufzubauen, dann stirbt so eine Familienlinie irgendwann komplett aus, und dann habt ihr wirklich ein Problem, denn dann hockt ihr alleine mit 80 in einem schäbigen Altenheim, weil ihr es nicht geschafft habt und auch nicht für nötig hieltet, diesen "Familienfluch" zu beenden.
    Wenn man keinen Schlussstrich zieht, dann verhunzt die Familie immer weiter, immer mehr Missbrauch, Vernachlässigung, alles wird von den Eltern auf die Kinder übertragen, bis die Nachkommen selbst keinen Lebenswillen mehr haben.
    Wenn die Eltern es nicht mehr für nötig halten, ihren Kindern etwas zu hinterlassen und alles verprassen, dann dürfen die nachher in Armut leben, und ihre Kinder, wenn sie denn überhaupt noch Beziehungsfähig sind, sind dann auch verhunzt und wollen keine Kinder mehr, weil ihre eigene Kindheit so scheiße war. Sie hasse dann auch ihre Eltern, und wollen ihnen im Alter nicht mehr helfen, das geht immer so weiter, bis alle tot sind.

    Viele Deutsche Familien sind in der Tat total kaputt, die AFD und die Rechten werden dagegen aber nichts unternehmen können, denn sie erkennen die wahren Probleme überhaupt nicht, durch sie würde es wohl nur noch schlimmer werden, weil noch mehr geprügelt, gemaßregelt, nicht ernst genommen, und ausgestoßen wird.
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#5 TroppyAnonym
#6 ursus
  • 21.08.2017, 15:25h
  • Antwort auf #4 von Traumzerstörerin
  • "Ihr unterschätzt hier völlig die Bedeutung von Familie, denn sie ist das einzige was euch im Leben halt geben kann"

    an den oftmals gestörten familiären bindung queerer menschen dürften wohl überproportional häufig nicht die queeren menschen selbst schuld sein. und manchmal ist es besser und gesünder, den kontakt zu meiden, statt sich in einseitigen versöhnungbestrebungen aufzureiben. und wenn eine familäre bindung zerreißt, weil sich ein familienmitglied als queer entpuppt, dann darf man sich schon fragen, was diese bindung denn eigentlich wert ist und ob sich ein restaurationsversuch überhaupt lohnt.

    wenn in deiner welt stabile freundschaften keine rolle spielen, ist das sehr schade. verallgemeinerbar ist das allerdings glücklicherweise nicht.

    ich halte es für einen dramatischen fehler, ausgerechnet queeren menschen auszureden, sich soziale absicherungen jenseits der herkunftsfamilien zu suchen. es gibt unzählige beispiele, wie das funktionieren kann. vielleicht noch nicht genügend viele, aber dann sollten wir eher überlegen, wie wir sie vermehren können, statt wieder auf die familie als allheilmittel zu setzen. deine resignative haltung finde ich extrem kontraproduktiv.

    "Und sonst frage ich mich,was kann man denn politisch oder gesellschaftlich, emanzipatorisch für Singles tun? Wo sind die benachteiligt?"

    es geht darum, dass die diskriminierung z.b. schwuler männer eben nicht ausschließlich daraus besteht, dass man ihnen paarpriviliegien vorenthält, sondern dass auch schwule singles abwertung, beleidigung und hetze abbekommen. und wenn sie jetzt sogar noch unsichtbar werden, weil alle welt nur noch glückliche, verheiratete paare sehen will (möglichst noch mit kindern), dann wird das auch nicht besser.
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#7 SanottheEhemaliges Profil
#8 TraumzerstörerinAnonym
  • 21.08.2017, 20:15h
  • "dann sollten wir eher überlegen, wie wir sie vermehren können, statt wieder auf die familie als allheilmittel zu setzen. deine resignative haltung finde ich extrem kontraproduktiv. "

    Viellicht sollte man lieber für Toleranz werben und Aufklärung betreiben, damit queere Menschen eben nicht aus den Familien rausfliegen und schwere psychiatrische Störungen, bis hin zu Suizidalität bekommen.
    Die Möglichkeit die Familie zu reparieren, liegt natürlich bei den Ausgrenzern, und eben nicht bei den Opfern, sollten aber alle Stricke Gerissen sein, tut man wohl das beste daran, nicht selbst die gleichen Fehler zu begehen und alles was mit Kindern, fester Beziehung oder Verwandtschaft zu tun hat, zu verteufeln.

    Schutzräume schaffen ist ja nett, aber ich denke man sollte häusliche Gewalt auch nicht dadurch bekämpfen, immer mehr Frauenhäuser und Obdachlosenheime zu bauen. Aufklärung in der Schule, im Fernsehen und Internet ist da besser.
    In Indien z.B. sind ja Hijras komplett aus dem Familienleben raus, die werden schon als kleine Babys aus den Familien geworfen und leben dann meist als kastrierte Prostituierte in eine Art Horde der Ausgestoßenen, in der sogar Leute mit Abstammung aus der obersten Kaste ihr Dasein fristen. Wie überleben die? Meist als Prostituierte, haben hohe Raten an Geschlechtskrankheiten, werden auch oft überfallen und ermordet.
    Dort hat sich das Prinzip des Schutzraumes für ausgestoßene, in eine schädliche Tradition verwandelt. In der westlichen Welt gibt es ähnliche Zustände, auch in Mittel und Südamerika, wer aus der Familie fliegt, muss irgendwie an Geld kommen.
    Hier in Deutschland gibt es ja mehr staatliche Hilfen für Menschen ohne Bleibe und Arbeit, deshalb sind solche Verhältnisse hier wohl aktuell eher nicht mehr zu finden.

    Einen Zustand zu idealisieren, der eigentlich bedauernswert ist, finde ich kontraproduktiv. Wenn die queeren Menschen ihre Familie und Freunde haben, dann ist das besser.
    Jeder hat am Anfang sowieso eine Familie oder wenigstens eine Mutter, also wäre es gut, wenn diese nicht abweisend ist/sind.

    Oder verstehen ich das hier falsch, und ihr findet Familien einfach so voll uncool und nicht mehr zeitgemäß? Wäre dann natürlich Futter für die Rechten, verständlicher Weise.
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#9 ursus
  • 21.08.2017, 20:32h
  • Antwort auf #8 von Traumzerstörerin
  • du baust da einen ganzen haufen von scheinalternativen auf. sich z.b. um nicht-familiäre beziehungsformen zu bemühen muss nicht heißen, die familie zu verteufeln oder sich nicht um aufklärung zu kümmern. das kann man alles parallel.

    "Einen Zustand zu idealisieren, der eigentlich bedauernswert ist, finde ich kontraproduktiv. "

    das tut hier m.e. niemand.
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#10 TheDadProfil
  • 21.08.2017, 21:53hHannover
  • Antwort auf #4 von Traumzerstörerin
  • Die De-Konstruktion einer selbst gewählten Familie ist hier überhaupt nicht hilfreich, denn Familie ist dort, wo Familie als solche empfunden wird, und das völlig unabhängig von "bluts-verwandten" Ideen..

    Zumal Regenbogen-Familien auf derlei "bluts-verwandtschaften" überwiegend verzichten..
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