Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29521

"Liebe ist Liebe"

Video: Coming-out vor dem 5-jährigen Bruder

Der britische Youtuber Oliver Potter outet sich vor seinem kleinen Bruder Alfie als schwul – dessen Reaktion ist absolut rührend.


Oliver und Alfie vor der Kamera (Bild: Screenshot)

Allen Menschen, die noch immer vor einer vermeintlichen "Frühsexualisierung" warnen, sei dieses Video ans Herz gelegt. Es zeigt, dass selbst Fünfjährige schon wissen, dass es unterschiedliche sexuelle Orientierungen gibt – und sie damit nicht das geringste Problem haben.

Konkret hat sich der britische Vlogger Oliver Potter vor seinem kleinen Bruder Alfie als schwul geoutet. In dem im Juli veröffentlichten Youtube-Clip tastet sich der 20-Jährige vorsichtig an das Thema heran und fragt den 5-Jährigen, ob er schon bemerkt habe, dass er noch nie eine Freundin hatte. Dann wird Oliver konkreter: Wie würde sich Alfie fühlen, wenn sein Bruder einmal einen Mann heiraten würde?

Das wäre "wirklich cool", entgegnet der kleine Bruder und erwähnt, dass er schon mal einen Film über ein schwules Paar gesehen hat. "Liebe ist Liebe", sagt Alfie gleich mehrfach – und schlägt zur Familiengründung eine Adoption vor. Seine Bruder könne ja mal ein Baby haben, das "verlassen wurde".

Direktlink | Oliver erzählt Alfie erstmals von seinem Schwulsein

"Ich bin so glücklich, dass er als so ein respektvoller, liebevoller junger Mann erzogen wird und ich würde ihn für nichts auf der Welt tauschen", kommentierte Oliver die Reaktion seines kleinen Bruders in einem Instagram-Post.

Von der Resonanz des Videos, das bislang über drei Millionen Mal aufgerufen wurde, sei er völlig überrascht worden, berichtete er Anfang August in einem Nachfolgeclip. Kurz ging er darin auch auf die Kritik ein, Alfie sei zu jung, um mit dem Thema Homosexualität konfrontiert zu werden: "Ich war sicher, dass er das versteht." (cw)

Direktlink | Oliver über die Beweggründe seines Coming-out-Videos



#1 mausmakkiAnonym
#2 LinusAnonym
  • 21.08.2017, 10:07h
  • Da sieht man wieder mal, dass Kinder (auch im Vorschulalter) absolut kein Problem mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen haben und dass jeglicher Hass anerzogen ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Homonklin44Profil
  • 21.08.2017, 11:37hTauroa Point
  • Die Idee von der "Frühsexualisierung" basiert ja auf Mythenbildung in jüngerer Zeit und ist schon anhand biologischer Abläufe als Unsinn zu entlarven, weil sich die Sexualität und das Bewusstsein darum in der Pubertät voll entfaltet.
    Wissen, wen man mag oder zu wem man sich romantisch hingezogen fühlt, kann man schon viel früher, als auch verstehen, zu wem sich andere hingezogen fühlen, bzw. zu welchen Geschlecht.
    Als LGBTIQ waren wir alle selbst mal Kinder, und so einige wussten das schon da. Zumindest ging es mir so, dass das ganze Denken über liebesrelevante Dinge immer klar auf Männer ausgerichtet war, auch im Alter von etwa 5 Jahren hatte ich diese romantischen Vorstellungen. Wenn ich mal erwachsen werde, wird es ein Mann sein, falls ich mal heiraten sollte. Allerdings hat das erzkatholisch-faschistoid angehauchte Lebensumfeld schnell dafür gesorgt, dass solche Ideen im Verborgenen blieben. Bleiben mussten. Anders hätte man das psychisch nicht überlebt. Körperlich wahrscheinlich auch nicht.

    Oliver Potter hat offenbar das Glück, in einem besser situierten Umfeld aufzuwachsen, und zum Glück in einer nicht so religiotisch oder auch faschistoid dominierten Gegend.

    Die ganzen Anhänger des Neomythos um "Frühsexualisierung" lernen hier auch, dass die Erwähnung von Sexualität oder Geschlechtsteilen gar nicht notwendig ist, um über Liebe zu sprechen. Deren panische Ängste vor allerlei Sexuellem, und der Übertrag in ihre Vorstellung, resultiert doch eher aus der Verteufelung und den Verboten, die im religioten Hintergrund üblich und traditiert sind, bzw. erhalten werden. Religiote Kinder haben gar keine Chance, mit einem natürlichen Verhältnis zu Liebe oder Sexualität(en) aufzuwachsen.
    Eher im Gegenteil, wo sie noch an die sadistischen bis perversen Onkels aus der religiösen Ecke geraten...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 SebiAnonym
  • 21.08.2017, 12:27h
  • Genauso wenig wie es "Frühsexualisierung" ist, wenn Kinder Hetero-Paare sehen, die händchenhalten, sich küssen, etc. ist es das, wenn sie dasselbe bei gleichgeschlechtlichen Paaren sehen.

    Diese angebliche "Frühsexualisierung" ist ein Schlagwort von Homohassern, die Kinder instrumentalisieren, um LGBTI zu schaden und die letztlich auch Kindern damit schaden. Aber für ihren Hass und ihren Wahn gehen solche Fanatiker selbst übers Kindeswohl hinweg.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Angelika OetkenAnonym
  • 21.08.2017, 13:00h
  • Tolles Video!

    Wegen der "Frühsexualisierung": es fiel auf, dass ausgerechnet die selbsternannten "Kinder-und Familienschützer" sich so rein gar nicht zum systematisch betriebenen sexuellen Missbrauch, der in Einrichtungen wie dem Aloisiuskolleg Bonn Bad Godesberg oder der Domspatzenvorschule Etterzhausen betrieben wurde äußerten. Dabei müssten sie diesen und ähnlichen Institutionen eng verbunden sein. Das Aloisiuskolleg wird vom Jesuitenorden getragen und galt als genauso elitär wie die Schulen der Domspatzen, die unter Trägerschaft des Bistums Regensburg stehen. Nicht nur das: im Jahre 2010 wurde über Medienagenturen ein offener Brief verbreitet, in dem die für den Missbrauch am AKO Verantwortlichen verteidigt werden. Unterzeichnet von 500 Ehemaligen dieser Schule
    www.presseanzeiger.de/pm/Diskussion-um-Vorwuerfe-sexuellen-M
    issbrauchs-am-Aloisiuskolleg-322656


    Da der öffentliche Druck trotzdem nicht nach ließ, wurde weiter über das, was an diesen und anderen Einrichtungen einem Teil der Schüler angetan worden ist berichtet. Und siehe da: nach und nach stellte sich heraus, wo der Begriff "Früh-Sexualisierung" wirklich ins Schwarze traf. Unter Anderem am Aloisiuskolleg und an den Einrichtungen der Regensburger Domspatzen.

    Welche Menschen verachtende Sicht auf Sexualität die Träger der Einrichtungen ihren Zöglingen vermittelten, darüber verschafft ein schon 2004, lange vor dem Missbrauchstsunami veröffentlichtes Buch, einen Eindruck. Hier wird dessen Autor interviewt
    www.zeit.de/2010/09/Interview-Ostrowski
  • Antworten » | Direktlink »
#6 YannickAnonym
  • 21.08.2017, 13:08h
  • Antwort auf #4 von Sebi
  • Ja, Frühsexualisierung findet sich vor allem in der Kirche, wo Kinder nach Lust und Laune missbraucht werden und wo die Kirchen-Führer immer nur gerade so viel zugeben, wie sich eh nicht mehr vertuschen lässt.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TimonAnonym
  • 21.08.2017, 14:02h
  • Dieser 5-jährige Junge hat mehr Menschlichkeit und Intelligenz als so mancher Erwachsene.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 lesenswert-blogAnonym
  • 21.08.2017, 14:14h
  • Kinder werden ohne Vorurteile geboren - und das zeigt uns das Video. Das Thema ist "Liebe" und das ist für Kinder etwas selbstverständliches und hat nichts mit Frühsexualisierung zu tun. Schließlich wird nicht der sexuelle Akt oder so beschrieben. Mama liebt Papa, Oma liebt Opa und der Bruder nun mal seinen Freund. So einfach.

    Hass und Vorurteile werden durch die Erziehung geprägt. Lassen wir es nicht zu, dass unsere Kinder ihre offenen Augen verschließen, denn Liebe ist Liebe!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 SebiAnonym
#10 Angelika OetkenAnonym
  • 21.08.2017, 19:09h
  • Antwort auf #5 von Angelika Oetken
  • Und was passieren kann, wenn man sadistisch gestörte Priester unbehelligt Jungen früh-sexualisieren lässt, demonstriert der Fall eines Ehemaligen des Aloisiuskollegs. Matthias von W. war der Liebling des Chefmissbrauchers am AKO, des Jesuiten Pater Ludger S. Eines Mannes, der exzessiv Jungen in Situationen fotografierte und filmte, die geeignet waren, dem Bildmaterial eine sexualisierte Bedeutung zu geben
    www.ksta.de/politik/-fall-edathy-auch-nacktfotos-sind-missbr
    auch-1246362.

    Matthias von W. besaß als einziger an der Schule den Schlüssel zum sehr hochwertig ausgestatteten Fotolabor des Pater S.

    Die Sache mit den Photos und den Filmen von nackten oder halb bekleideten Jungen wurde von den Verantwortlichen und der Mehrheit der Alumni lange herunter gespielt. Nach und nach ergaben sich aber immer mehr Indizien, dass die - scheinbar harmlosen- Photos, die Pater S. auch öffentlich ausgestellt hatte und die in Jahrbüchern abgedruckt wurden, nur die Oberfläche von etwas weitaus Drastischerem waren. Einige der Opfer des Pater S. hatten seinen Sadismus zu spüren bekommen, den dieser Mann hinter einer jovialen Fassade verbarg.

    Schon 2007 gab es einen sehr ernsten Hinweis, worum es eigentlich ging. Matthias von W., längst erwachsen, wurde in den USA wegen Besitzes übelster Kinderpornografie verhaftet. Ich nutze für sowas lieber den Begriff Missbrauchsabbildungen. Die Filme zeigten die sexualisierte Misshandlung von Kleinkindern und Kinder, die in gefesseltem Zustand missbraucht wurden. Außerdem fand man bei Matthias von W. Chatprotokolle, in denen er den Wunsch äußert, ein kleines Mädchen sadistisch zu quälen. Matthias von W. wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Inzwischen soll er seine damals schwangere Freundin geheiratet haben und mit ihr und dem gemeinsamen Kind unter ihrem Namen wieder in Deutschland leben
    www.nydailynews.com/news/crime/nab-hamptons-broker-piles-kid
    -porn-article-1.217504


    Was für ein Kontrast zu dem sympathischen Film zu Oliver und seinem kleinen Bruder Alfie.
  • Antworten » | Direktlink »