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Einrichtungsstil

Wandschmuck Tapete: Das ist derzeit angesagt!

Es muss nicht immer Raufaser sein: Drei Design-Trends scheinen sich in Deutschlands Häusern und Wohnungen aktuell durchzusetzen.


Tapetenwechsel gefällig? (Bild: Christian Schwier / fotolia)
  • 22. August 2017, 12:24h, noch kein Kommentar

Tapezieren so einfach wie nie geworden. Der DIY-Wohnraumdesigner profitiert insbesondere von den beliebten Vliestapeten, die mittlerweile bis zu 70 Prozent des Umsatzes ausmachen und die herkömmliche Tapete in ihrer Bedeutung abgelöst haben.

Ob zeitlos und elegant bis kreativ und außergewöhnlich: Die modernen, bequem zu verarbeitenden Tapetenrollen machen es Hobby-Designern leicht, sich öfters mal einen Tapetenwechsel zu gönnen – und sich gleich einen ganz neuen Look für Wohnzimmer, Küche und Co zu verpassen. Und die Hersteller kommen einem wachsenden Lifestyle-Bewusstsein gerne entgegen und überzeugen dabei mit einer bunten Vielfalt an Farben, Motiven und Designs.

Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Nicht wenige orientieren sich dabei an aktuellen Mustern und Farben. Die folgenden drei Trends scheinen sich derzeit durchzusetzen.

Trend 1: Kühle Ästhetik durch Stein- und Metalloptik

Viele Tapetenkäufer entscheiden sich für den überaus beliebten Urban & Industrial Style, der mit kühlem, morbiden Charme alter Fabrikhallen und Industriegebäude zu überzeugen weiß. Die Optik erscheint hier in geraden Linien auf das Wesentliche konzentriert – kombiniert mit einer Farbgebung, in der Grautöne und Ziegelrot in verschiedenen Abstufungen die Szenerie dominieren.

So stehen aktuell graue Uni-Tapeten in Kombination mit knalligen und gewagten Mustern oder Glanz- und Schimmer-Effekten in der Käufergunst ganz oben. Dabei werden bevorzugt Steine und Metalle imitiert – wie etwa Ziegel, Beton, Eisen, Klinker oder auch Schiefer. Die kühle Ästhetik lässt sich durch Möbel mit Metallelementen oder etwa auch durch eine Stahlrohr-Unterkonstruktion bestens kombinieren.


Zieglein, Zieglein an der Wand… (Bild: StockSnap / pixabay / © CCO 1.0)

Böden aus Holz oder in Holzoptik im ungehobelten Used-Look und Accessoires aus Metall oder Metall-imitierendem Material harmonieren besonders gut. Hier ist Kupfer als Trendsetter derzeit besonders angesagt. Sitz- und Tischflächen sind stiltypisch entweder aus grob gehobelten und unebenen Holzplanken oder aus Metall beziehungsweise Kunststoff im Metall- oder Beton-Look.

Der Urban bzw. Industrial Style, repräsentiert durch silbrig graue Metalltapeten, wird aus farben-psychologischer Sicht dabei meist von prestigebewussten Personen favorisiert.

Zu dem Gestaltungstyp passen auch edle Satin- oder auch Barocktapeten, die ein hohes Geltungsbewusstsein widerspiegeln. Wandbekleidungen im Lederlook oder im gehämmerten Golddesign setzen auf Exklusivität und stehen für hohes Prestigebewusstsein. Bereits 2016 wie Metalltapeten im Trend, verkörpert derartiger Wandschmuck durch täuschend echte Illusionen ein gewisses Maß moderner Eleganz.

Trend 2: Back to Nature – Der Exotic Style


Flamingos sind derzeit als Tiermotive besonders beliebt (Bild: berry2046 / fotolia)

Trendige Grüntöne bringen nach der Farbenlehre besonders die Harmoniebedürftigkeit und Ausgeglichenheit seines Gestalters zum Ausdruck. Es versteht sich nahezu von selbst, dass die Wahl der Farbe einen erheblichen Einfluss auf die Stimmung haben kann, was auch namhafte Anbieter wie TAPETENMAX bestätigen.

Harmoniebedürftige und ausgeglichene Gestalter, die gerne zur Farbe Grün greifen, werden 2017 daher besonders gerne auf Tapeten im Dschungellook mit großformatigen Blätter- und Blüten-Aufdrucken zurückgreifen.

Der sogenannte "Greenery Trend" – die vom Farbforschungsinstitut Pantone für 2017 auserkorene Trendfarbe Avocado-Grün – setzt in diesem Jahr Zeichen und passt bestens in den schon seit wenigen Jahren anhaltenden Exotik-Trend.

Der "Greenery Trend" setzt auf Fototapeten und bedient sich dabei gerne gleich einer Reihe von farbenfrohen Tiermotiven, die in diesem Jahr en vogue sind. Tier- aber auch Blütenmotive verstehen es auf beste Weise, die ganze Szenerie noch zusätzlich aufzulockern und besondere Akzente zu setzen.

Naturtapeten im Dschungel-Stil zeigten in den letzten Jahren entsprechend stetig steigende Verkaufszahlen und stehen für einen allgemeinen gesellschaftlichen Trend hin zu Ursprünglichkeit und Natürlichkeit.

Dieser lässt sich einrichtungstechnisch etwa besonders in rustikalen Arrangements aus individuell gewachsenem Holz festmachen. So werden etwa Tische, Bänke und auch Stühle mitunter aus einem einzigen Stück Holz, wie etwa einer Wurzel oder einem Baumstamm mit dicken Verzweigungen hergestellt. Wie die Möbel auch, wollen Dschungeltapeten entsprechend auch ein Stück weit natürlichen Unikat-Charakter atmen und einen starken Eindruck hinterlassen – je bunter und größer, desto besser.

Trend 3: Kreativ bis in die Spitzen – Tapeten mit Mandala-Motive


Hauptsache kreisrund und filigran: Mandalas (Bild: brigittekoenig / pixabay / © CCO 1.0)

Ungleich dezenter geht es beim ebenfalls derzeit beliebten Mandala-Stil zu. Filigraner Wandschmuck aus Tausend und einer Nacht ist in diesem Jahr aus vielen Wohnzimmern nicht wegzudenken. Denn kaum ein anderer Tapetenstil hat bessere Eyecatcher-Qualitäten und versteht es auf besondere Weise gelungene, weil harmonische Akzente zu setzen.

Beim indischen Mandala stehen die kreisförmigen Muster für ein übergeordnetes Konzept aus Gleichklang und Einheit. Zum Ausdruck kommt sie durch geometrische Regelmäßigkeit im Arabesken-Stil. Ob große Einzelkreise, dicht aneinandergereihte kleinere Kreismuster oder ineinander verwobene Kreisszenarien: Sie alle wollen Harmonie im Ganzen zum Ausdruck bringen, in der florale Ornamente nicht fehlen dürfen und in Form stilisierter Blumenmotive den Gesamteindruck bestimmen.

Ob Foto-, Papier- oder Vliestapete: Mandala-Motive atmen einen Hauch von Exotik und Retro-Charme zugleich. Denn die großen, mitunter farbenprächtigen Kreismotive erinnern entfernt auch an eine Design- und Formensprache der Siebzigerjahre mit ihrer schrillen Prilblumen-Ästhetik. Nur dass die heutige Mandala-Motivik weitaus filigraner und kunstvoller gestaltet ist – wie eine Art bunte Brüsseler Spitze an der Wand.

Stilistisch richten sich vor allem kreative Personen im Mandala-Stil ein, die nach Harmonie, Individualität und Abgrenzung vom Alltäglichen suchen. Neben Mandala-Tapeten passen auch grafische Tapeten, wilde Muster oder Fototapeten überall dort bestens in ein Ambiente, wo Individualität und Kreativität gelebt werden.

Dabei sollten die großen Kreismotive aber auch ihren entsprechend großen Auftritt in großzügig geschnittenen Räumen haben. Kleinere Zimmer dagegen wirken mit derartig ausgeprägten Mustertapeten schnell zu unruhig. (mk)